Irgendwo in Schweden

Irgendwo in Schweden
Dori und Scho Seppe

Sonntag, 15. April 2012

Vorsicht Schafbock!

Paul wurde dereinst halbverhungert neben einer Straße gefunden. Er hatte das Weiterziehen seiner Herde inclusive Mutter verschlafen. Seine Mutter hatte noch einen Zwilling und ganz schnell vergessen, daß sie ja noch Paul hätte.

So wurde er von barmherzigen Menschen aufgelesen und von Simone mit der Flasche aufgepäppelt. Nach vier Monaten kam er dann zu unserer kleinen Herde.

Zu beachten ist, daß männliche Schafe - aber auch Rehböcke und ähnliche Tiere - als Flaschenkinder fehlgeprägt werden und später oft Probleme machen. Wurden männliche Lämmer am Kopf gestreichelt, werden sie später automatisch Boxer! Dazu kommt, daß sie sich hauptsächlich gegen ihre Versorger wenden, speziell wenn die Mutterschafe fruchtbar sind. Deshalb hat es Pauli sehr auf mich abgesehen. Ein bestimmter Schafsblick - und ich weiß: gleich geht's los! Deshalb habe ich ein System beim Ausmisten entwickelt, daß Paul immer da weg gesperrt ist, wo ich gerade arbeite. Alles mit einfachsten Mitteln, versteht sich!

Vor Scho Seppe hat Paul durchaus Respekt, denn der hat herausbekommen, daß er ihn ins Ohr - wenn schon nicht in die Wolle - beißen kann. Mit Heu kann man Paul gut ablenken. Er läßt sich auch problemlos am Halsband führen.

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