Irgendwo in Schweden

Irgendwo in Schweden
Dori und Scho Seppe

Mittwoch, 31. Oktober 2012

Der Orgelspieler

Aurel von Bismarck an der Orgel der Christuskirche, Viechtach
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Dies ist der Inroitus zum heutigen Reformationstag ( 95 Thesen im Jahr 1517).

Wer auch das CREDO von Luther hören möchte - an der Orgel der Christuskirche Viechtach Aurel von Bismarck - der sehe und höre sich dieses Video mit dem obigen Introitus und Luthers Glaubenslied an - phantastisch interpretiert!

Video: "Wir glauben all an einen Gott."

Wichtige Schriften Luthers:
Bibelübersetzung ins Deutsche
Katechismus
Schrift "Von der Freiheit eines Christenmenschen"
Lieder

 Die katholischen Christen begehen heute (31.Oktober) den Gedenktag des Heiligen Wolfgang, auch ein großer Reformator, allerdings etwa fünfhundert Jahre früher. Ich leistete meinen Wolfgangstribut, indem ich die Viechtacher Augustinus-Kirche besuchte und die wunderschöne Wolfgangs-Statue (17. Jahrhundert) fotografierte. Mir gefallen die sanften Gesichtszüge.

- Mehr darüber im Wolfgangiblog -

Wolfgangs-Statue aus dem 17. Jahrhundert in der Augustinuskirche, Viechtach


Montag, 29. Oktober 2012

Engel neben dem Lager

Ein Engel tritt in die Hütte der Darniederliegenden und verkündet ihr, dass mit ihr und bei ihr und durch sie noch große Wunder vollbracht werden.





An der Hüttenwand über der Seele hängt mit Nägeln befestigt ein Zettel mit folgenden Worten: "Ja, ich entsage dem Teufel und all seinem Werk und Wesen und ergebe mich dir, du Dreieiniger Gott, Vater, Sohn und Heiliger Geist, im Glauben und Gehorsam dir treu zu sein bis an das Ende meiner Tage." (heute gefunden).


Sonntag, 28. Oktober 2012

Heute auf 900 Metern Höhe






und das ist Sophie vor dem Aufbruch: 






Samstag, 27. Oktober 2012

Der erste Schnee

Im Land "Frühwinter" angekommen. Ich fühle mich echt heimatlich und fast wohler als bei großer Sommerhitze. In wenigen Tagen sind es übrigens sechs volle Jahre, dass ich täglich - TÄGLICH!! - hier her komme und die Tiere versorge. Die Tiere sind ruhig und sanft, und die Arbeit ist erfrischend. Zu Hause prasselt ein Feuerchen im Kaminofen und alles ist halbwegs gut für den Winter vorbereitet - bis auf einige Kleinigkeiten, natürlich.

Wir haben ausreichend Heu und Stroh eingewintert, ein Sommer harte Arbeit!

Die Schafe warten, dass ich die hintere Tür öffne, dann können auch sie im Offen-Stall Heu  fressen.


Freitag, 26. Oktober 2012

Erzengel orange mit mächtigen Flügeln

Da für heute Nacht Schnee angemeldet ist, habe ich - da ich größere Objekte nur im Freien (auf der Straße) ausschneiden kann - gestern diesen "Erzengel mit mächtigen Flügeln" ausgeschnitten und beidseitig grundiert und heute bemalt und fotografiert. Ich denke, das ist wohl der letzte neu produzierte Engel in diesem Jahr. In wenigen Tagen kommen die Kollnburger Gemeindearbeiter und holen die Blechobjekte (30 Stück, verschiedene Größen) ab. Sie sollen ab Mitte November an den Fassaden in Kollnburg angebracht werden.

Gesicht des Engels

Erzengel mit Zepter



Insgesamt sind für die Verblechung von Kollnburg dreißig Engel geplant. Zur Zeit hole ich alle Engelarbeiten aus den verborgenen Katakomben meines Kellers hervor. Dieser lebensgroße Engel mit Zepter ist besonders stark und würdevoll, einer meiner Glanzstücke sozusagen.

Vollansicht



Erzengel mit Zepter vor Blech-Hirsch

Mittwoch, 24. Oktober 2012

Engel mit großen Flügeln



Montag, 22. Oktober 2012

Im Nebel




Vor wenigen Momenten schien noch die Sonne. Doch auf einmal kommt eine Nebelschwade angerollt und hüllt die Wiese, den Stall und die Tiere komplett ein.



Auf dem Heimweg

In Zwiesel

Bergkirche

Vor einigen Jahren beauftragte mich die Zwieseler Agenda, vier Figuren - Sankt Wolfgang, Sankt Gunther, Sankt Nikolaus und eine Schutzmantel-Madonna, die später auch von der Stadt Zwiesel angekauft wurde - anzufertigen. Sankt Wolfgang und Sankt Gunther wurden am Eingang der Bergkirche angebracht (Foto links), Sankt Nikolaus und die Schutzmantel-Madonna an den beiden Eingängen der Stadtpfarrkirche. Da die Figuren der Witterung ausgesetzt sind, verwittern sie (wie das Wort schon sagt) natürlich im Laufe der Zeit - wie das auch bei den volktümlichen Blechgruppen stets der Fall ist (das gehört dazu).

Das gute Wetter der vergangenen Woche inspirierte mich, mal nach Zwiesel zu fahren und die Figuren farblich etwas aufzufrischen - so wie ich das mit den Blechschafen am Pilgerweg im Sommer gemacht habe (ich berichtete im Blog darüber).

Sankt Gunther - mit Rehen
Sankt Wolfgang - mit Bischofsstab und Kirchenmodell
Die Stadtpfarrkirche in Zwiesel 
Sankt Nikolaus - mit Bischofsstab und Apfel
Sankt Nikolaus näher
Schutzmantel-Madonna

Ein Schulbub aus der dritten klasse - wie er mir erzählte - streichelte den Timmi eine Weile und kuckte mir so beim Malen zu - und nach einiger Zeit sagte er: "Ich glaube, dass du mal eine richtige Künstlerin wirst!"

Freitag, 19. Oktober 2012

In Kollnburg

Kollburg, Ortsmitte
In Zusammenarbeit mit der Gemeinde Kollnburg sollen ab Mitte November etwa dreißig Engel aus Blech an verschiedenen Stellen im Dorf angebracht werden.

Mit den beiden Kulturbeaufteagten, Frau Kapfham und Frau Hacker, gehen wir bei strahlendem Herbstwetter durch die verwinkelten Gäßchen des malerischen Dorfes und halten Ausschau nach geeignteten Stellen.




Auf Holzfassaden könnten die Engel gut zur Wirkung kommen.
Der Eingang zum Bibelweg soll mit einem Engel vorübergehend ergänzt werden.
Die Steinmauer oberhalb der Gedenkbretter bietet sich an.
Auch diese Steinmauer wurde ausgewählt.
Dieser Felsen soll mit einem Blechengel bestückt werden.
Solche Holzwände sind gut geeignet.
Viele Wohnhäuser sind mit Holz gebaut und werden bald einen Engel bekommen.
Diese einfache Hütte wurde auch ausgewählt.
Auf solch ein uriges Häuschen könnten Dori-Putten passen.
Frau Hacker spricht mit der Hausbesitzerin - sie ist einverstanden.
Blick von Kollnburg über die Berge des Bayerwaldes.

Für Bayerwald-Insider: Kuckt Euch unbedingt die Orte (Höfe, auch "Steffelhof", hallo Reibert!) an, die zu Kollnburg gehören: HIER


Dorikrank und Mutengel

Foto: Segler
Während ich einige Stunden unter der schützenden Decke mit meinen starken Raubtieren zur Seite liege, und mich frage, ob ich jemals wieder fit sein werde, kommt mir ein Gedanke - nennen wir ihn Fiebertraum -  und ein Engel tritt an das Lager am Boden eines Landhauses bei Dingolfing.

Hier hat sich die junge Kunststudentin auf ein Symposion/Seminar im Zuge ihrer Ausbildung an der Münchener Kunstakademie im wilden Landhaus von Professor Heribert Sturm (ein Bildhauer und Kunsterzieher) mit einigen Student(inn)en getroffen.  Aber ich wurde richtig krank - Grippe - und fühlte miich NUR elend. Wie sollte ich das Leben und die Herausforderungen an der Akademie jemals bestehen?

Doch alle waren sehr freundlich zu mir. Krank sein ist auch ein Kunstwerk! Jetzt stelle ich mir vor, ein Engel trat damals an mein Bodenlager und sagt: "Hab keine Angst, du wirst so viel Kunst machen, dass es weit über deine Umgebung hinausreicht. Du wirst acht Schafe, ein Pony, Hund und Katze haben und viele freundliche Menschen werden in deinem Haus aus- und ein gehen."

Dienstag, 16. Oktober 2012

Blech-Engel "Herbstgarten"


Sonntag, 14. Oktober 2012

Unsere Glucke

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Unsere Silbersternglucke ist wirklich eine gute Mutter! Tagsüber bleibt sie mit ihren 2 Kleinen fast immer unter den schützenden Büschen, um Gefahren von oben zu meiden. Nur ab und zu führt sie ihre Kinder zur großen Hühnerfamilie. Aber auch das lernt sie ihnen allmählich, wie man sich beim Futterstreit behauptet.  Ansonsten lässt sie stets die besten Happen ihren Küken und ruft sie immer freundlich zu sich, wenns was zu futtern gibt.

Abends geht sie mit ihren Kindern in den Stall und nimmt sie unter ihre Flügel.

Ausgebrütet hat sie ihre Eier an einem geheimen Ort, 3 Wochen war sie spurlos verschwunden, bis sie eines Tages mit dem "Ergebnis" aus dem Versteck hervorkam.... HIER

Donnerstag, 11. Oktober 2012

Der Hufschmied war heute da!

Dori, Scho Seppe und der Hufschmied, Florian Feigl, Achslach
Inzwischen vertraut Scho Seppe seinem Hufschmied Florian voll. Sicher liegt das auch an Florians Fähigkeiten, dass Scho Seppe so still hält. Hier am Huf ganz nahe!


Und seht, wie liebevoll der Xaver mit ihm umgeht!
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Übrigens nennen wir seit neuestem den Kapplhof "Xaverhof"! Es ist nämlich so, dass korrekt der "Kapplhof" ein anderer Hof in Fernsdorf ist, und unser Hof wird eigentlich "der Kapplxaver" genannt (Xavers Vater hieß auch Xaver). Okay, ab jetzt sagen wir jedenfalls spontan "Xaverhof". Außerdem sind wir seit diesem Wochenende eingetragen im EU-Schulprojekt des BBK! Da ist ja dann auch ein neuer Name passend, oder?

Mittwoch, 10. Oktober 2012

30 Blechengel - ein Dorf verblechen

Engel 1 auf Wolke, Höhe:100cm, vorgezeichnet auf Schwarzblech
Da ich demnächst ganz Kollnburg mit ca. 30 Engeln "verblechen" möchte, bin ich momentan motiviert - trotz kalter Hände auf kaltem Blech - noch 2 bis 3 Blechengel ins Leben zu rufen.

 Vorgespräche haben bereits stattgefunden und ich freue mich über die tolle Unterstützung der Gemeinde!

Engel 2 auf Wolke, Höhe:100cm, vorgezeichnet auf Schwarzblech

Engel 2 ausgeschnitten

Engel 1 ausgeschnitten

Äpfel einsammeln und daraus Saft pressen

Xaver sammelt Fall-Äpfel ein, um sie später zu einem köstlichen Saft zu pressen.

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Sonntag, 7. Oktober 2012

Einen Traum gezeichnet


Rechts neben dem großen Gesicht habe ich den Apfelbaum aus dem letzten Post angedeutet. Ich finde, er passt in seiner Persönlichkeit gut in das geträumte Geschehen.


Die Zeichnung heißt: "Ein Traum, wie eine Gestalt mit einer Laterne behende den steilen Hang hinaufläuft zu ihrem Zimmer im hohen Dachstüberl".

Freitag, 5. Oktober 2012

Der Apfelbaum

















Dies ist der Apfelbaum, wegen dem ich extra nach Bärndorf, ein verborgener Ort im Bayerischen Wald, gefahren bin. Dort haben mich Christine und Alfred durch ein kleines Waldstück und dann über die Wiese geführt (+Timmi!). Alfred meinte, dieser Apfelbaum wäre ein geeignetes Motiv, von mir gemalt zu werden.

Ich liebe Apfelbäume! Jeder hat einen anderen Charakter! Gerne male ich Apfelbäume mit Äpfeln, meist darunter einen Sammelkorb. Aber auch die weiß-rosa Blütenbäume liebe ich und die kahlen Winter-Apfelbäume mit ihrer eigenwilligen Form!

Wie Ihr seht, hat dieser Baum 2 Sorten von Äpfeln, gelbe und rote. Es sieht aus, als ob auf dem Apfelbaum mit den gelben Äpfeln noch einer mit roten aufgepflanzt ist. Außerdem ragt ein interessanter kahler Ast von Gelbapfel nach Rotapfel. In einer Tuschezeichnung habe ich ihn (in einer "Nebenrolle") bereits gezeichnet, die Zeichnung zeige ich Euch demnächst hier im Blog.

Mittwoch, 3. Oktober 2012

Schutzengel, Verstand und Gefühl

Hier seht Ihr Alfred in seinem Bio-Beet. Ich besuchte Christine und Alfred in ihrem idyllischen Anwesen in Bärndorf, da dort ein besonders schöner Apfelbaum ist (den ich Euch demnächst hier im Blog zeige).

Wir kommen ins Gespräch zum Thema Schutzengel, Verstand und Gefühl. Und seht Euch mal das Licht um Alfred's Kopf an! Wenn DAS kein Heiligenschein ist!


(an diese Stelle möchte ich noch das Video hochladen, sehenswert, bitte später nochmal kucken, klappte nämlich nicht... hab's jetzt auf youtube geladen, HIER)

 Hier eine kurze Text-Zusammenfassung von Alfreds Erklärung:

"Natürlich gibt es Schutzengel, das habe ich schon öfters erfahren. Ohne Schutzengel wäre ich vielleicht schon tot. Ich bin schon paarmal gerettet worden, davon bin ich überzeugt. Mein Gefühl sagt, dass es Engel gibt. Das braucht man nicht zu beweisen. Im Glauben gibt's keine Beweise. Der Verstand kann beweisen, ja, aber das Gefühl hat Beweise überhaupt nicht nötig. Ich spüre die Kraft der Anwesenheit von Engeln, aber beweisen kann ich das nicht. Das muss man auch nicht beweisen. Es gibt zwei Grundeigenschaften des Menschen:
Der Verstand und das Gefühl. Der Verstand sagt "nein" und das Gefühl sagt "ja" und umgekehrt. Das Gefühl hat meistens Recht. Das Gefühl - möchte ich behaupten - ist stärker als der Verstand, steht über dem Verstand. Das Gefühl ist mit Glaube verbunden, nicht mit Verstand. Der Mensch möchte immer alles verstandesmäßig erfassen. Der Mensch kann gar nicht alles verstandesmäßig erfassen, das ist 'n Unding. Dann wäre er ja Gott. Dann hätte er die absolute Wahrheit erkannt. Und die absolute Wahrheit, die werden wir nie erreichen. Aber Gott weiß sie."

Montag, 1. Oktober 2012

Erntedank 2012: das Fest

Das Erntedankfest wird bei uns immer am Sonntag nach dem Michaelistag - dem Tag der Erzengel und aller Engel - gefeiert.

Die Kerzen brennen, das heilige Mahl ist vorbereitet.

 Der Gottesdienst wurde unter Mitwirkung des Kindergottesdienst-Teams gestaltet. Unter anderem führten die Kinder ein kurzes Sketch auf, in dem deutlich wurde, wie viele Menschen - angefangen vom Bauern bis zum Verkäufer - bei der Herstellung eines Laibes Brot beteiligt sind. 

 Feierlicher Einzug der Kinder mit dem Kreuz und dem Erntewagen:

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Das Vaterunser als Lied:

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Das Vaterunser in Gebärden:

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Austeilung des heiligen Abendmahls:

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Erntedank 2012: Vorbereitungen

 Zur Vorbereitung des Erntedankaltars benötige ich eine Woche. Zuerst drapiere ich die Kornähren und Trockensträuße, die ich während des Sommers bereits gesammelt und gebunden habe (zum Beispiel Johanniskraut, Kamille, Kornblumen). Dann kommen  Früchte wie Äpfel, Kürbissse, Hagebutten, die Kartoffeln und Zwiebeln, Honigwaben, Trauben, Maiskolben und reife Sonnenblumenköpfe. Erst am Samstag vor dem Fest bringe ich die Blumen zum Altar, damit zum sonntäglichen Fest alles frisch ist. Seit 16 Jahren bin ich nun schon Messnerin.

Während meiner letzten Vorbereitungen am Samstag kommen wie jedes Jahr Alfred und Christine aus Bärndorf und bringen mir schöne Blumen und Früchte aus ihrem Garten. Christine ist der Ansicht, dass das Erntedankfest für sie das wichtigste kirchliche Fest im Jahr ist:

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Für meine Leser(innen) anderer Sprachen:
  Christine erklärt, dass wir ohne Gottes Gaben, ohne Essen und Trinken, ohne das, was auf unserer Erde wächst, nicht leben könnten. Unser Planet, unsere Erde, wäre ein wüster Steinhaufen ohne das, was auf unserer Erde wächst. Kein Leben, keine Blumen, keine Tiere, -  nichts wäre auf diesem Steinhaufen. Aber so ist unsere schöne Erde voller Freude, voller Leben, voller schöner Dinge. Doch wir Menschen müssen verstehen, diese Dinge auch zu genießen, richtig zu genießen und unserem Vater im Himmel ein Dankeschön zu sagen, damit unsere Erde noch viele, viele Jahre so schön bleibt, wie sie jetzt NOCH ist.