Irgendwo in Schweden

Irgendwo in Schweden
Dori und Scho Seppe

Dienstag, 30. April 2013

Schlafende Pilgerin


Die Pilgerin liegt in ihrem Schlafsack am Boden in einer einfachen Unterkunft. Den Rucksack hat sie neben sich gestellt, die kleine Glühbirne brennt noch (fast wie eine Kerze). Das Buch, welches sie zum Einschlafen gelesen hat, liegt geöffnet auf der Decke. Das Fenster - und wohl auch die Türe sind geöffnet, denn außer ihrem schlafenden Begleit-Hund haben sich ganz sacht und leise noch einige andere Tiere der Szene genähert ... oder ist es ein Traum?

Was hat denn unsere Pilgerin in dem Buch gelesen? Ah, da steht es ja:

"Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar." - ein Satz von Antoine de Saint Exuperie aus dem Buch "Der kleine Prinz".

Und:

"Wenn man schlafen geht, soll man die Sorgen in die Schuhe stecken." - ein Spruch aus Schweden.



Sonntag, 28. April 2013

Pilger essen - Pilger schlafen


Für den geplanten Wanderführer vom St. Wolfgangsweg, der zur Zeit vom "Pilger-Projekt-Team" erarbeitet wird (Pilger-Projekt-Team, das sind Hilde, Dori, Carola, Mariele, Sophie und Anastasia) wurde ich um verschiedene zeichnerische Ausschmückungen gebeten.

Die Serie zum Thema "Pilger essen - Pilger schlafen" ist mir ganz besonders innig aus dem Herzen geflossen. Ich habe mich in jede der kleinen Situationen gedanklich hinein versetzt. Die Zeichnungen sind mit Feder und Tusche gezeichnet und dann mit Acrlyfarben farbig gestaltet. Es handelt sich dabei um Miniatuen.

Wenn Ihr alle Bildchen in einer musikalischen Bildergeschichte sehen wollt, hier ein kurzes Video: HIER






Samstag, 27. April 2013

Dori-Kalligraphie


Hier seht Ihr ein Detail mit Schafen aus dem Gemälde "vor der Almhütte". Seit jeher gehört es zu meinen grundlegenden Mal-Techniken, mit Pinsel und Tusche spontan Formen aus der Vorstellung hin zu .... hin zu werfen, hin zu zaubern. Dabei ist das Faszinierende, dass sofort der typische Charakter einer Form entsteht.

Diese Technik, die  - auch von der inneren Grundhaltung her - durchaus an japanische Kalligraphie erinert, lernte ich bereits als junge Schülerin im Gymnasium bei einem einmalig guten Kunsterzieher, der mich tief geprägt hat. Ich erinnere mich an 2 Themen, die wir in dieser Technik gestellt bekamen: einmal die drei Jünglinge im Feuerofen aus dem Buch Daniel und zum anderen Christi Geburt in einem verfallenem Steintempel. So wie ich einige von Euch kenne, wollt ihr jetzt diese Dori-Jugendwerke sehen....ich glaube, ich habe sie noch, aber da müsste ich suchen, und das ist zeitaufwendig, weil ich dann sehr viel finde!

Vor der Almhütte, 2011, Vollansicht

Donnerstag, 25. April 2013

Japanische Kalligraphie und Dori-Raubtiere

Im Treppenaufgang des Stufferhauses erfreuen die Hausbewohner und -Besucher eine kleine Serie von japanischen Kalligraphie-Zeichen.

Das Zeichen hier links heißt "Erdenmädchen".

Und zwar so: Wäre "Do-Ri" ein japanisches Wort aus zwei Silben, und würde man es ins Deutsche übersetzen, so hieße es "Erdenmädchen". Passt doch zu mir, oder?

In Tokyo haben Mayumi, Jojo und Hanna auf Japanpapier mit Tusche und Pinsel Kalligraphie geschrieben. Mayumi kann Kalligraphie am besten. Jojo: "Ich würde das nie so wie Mayumi hinkriegen." Japanische Kalligraphie schreiben - oder sage ich besser: Kalligraphie gemalt - oder: Kalligraphie meditiert? Auf jeden Fall ist japanische Kalligraphie eine Lebenshaltung, mehr als nur Schönschreiben.

Also, Mayumi hat gemalt, Hanna hat Namen in Silben umgesetzt, das ist gar nicht so leicht, es gibt unzählige Bedeutungen  - aber davon verstehe ich nichts. Ich staune einfach nur über die wunderschönen Ergebnisse, welche die beiden für meine "Raubtiere" gefunden haben. Die "Dori-Raubtiere", das sind Timmi, Biau, Foxi und Nanuk (im Gegensatz zu "Dori-Stalltieren").

Dieses Zeichen ist "Timmi". Timmi in japanischen Silben: "Die Frucht im Garten" -

Timmi vor zwei Tagen im Garten

Ich denke, jede weitere Erklärung zum Thema Timmi ist überflüssig - höchstens eins: Timmi ist stets die Ruhe in Person!

Kalligraphie-Zeichen für "Foxi"

Foxi heißt in der Silben-Übersetzung: "Schnell wehen durch goldene (Weizen)Felder" zum Beispiel so oder so oder so ...

 Dieses Zeichen ist die Katze "Biau". Ich habe Biau im September 2007 am Xaverhof gefunden und aufgepäppelt. Ihre Mama war eine extrem wilde Katze - davon hat Biau einiges geerbt, zum Beispiel die Fähigkeit zu jagen, sich zu verstecken oder abzuhauen. Wir vermissen sie seit eineinhalb Jahren (November 2011). Sie hat ein sehr edles Fell, nicht grau, sondern blau. Daher heißen die Silben auch:
  "Schönes Blau"

 Kalligraphie-Zeichen für "Nanuk"

                                 Nanuk ist der Zwillingsbruder von Foxi. Ein halbes Jahr nach der Entdeckung von Biau fand Xaver oben am Hou-Bon (=Dachboden) nochmal zwei mutterlose Katzenbabies. Diesmal waren es aber wirklich Waisenkatzen, denn Biau's Mutter war damals seit Tagen endgültig verschwunden. Kurzerhand nahm ich die beiden nach einer aufregenden Fang-Aktion mit nach Hause. Sie hatten Katzenschnupfen und waren völlig unterernährt und voller Flöhe, es ging ihnen aber bald richtig gut.

Auch im Monat November, November 2008, verloren wir Nanuk . Er wurde bei seinen Erkundungsgängen (stets mit Foxi) um 20 Uhr in der viel befahrenen Schmidstraße überfahren. Foxi meidet seither die Schmidstraße wie die Pest und bleibt fast nur im Garten. Er hat Nanuk lange gesucht, ist dann später immer der Biau hinterher gegangen (ob sie wollte oder nicht!) - und schon immer schläft er gerne auf meinen Füßen, was ich SEHR mag.

Dori, Foxi, Nanuk, Timmi, 2008

Für Nanuk hat Hanna einen wunderbaren Namen aus japanischen Silben gefunden:

"Schnell rennen durch sieben Kontinente"....


Mittwoch, 24. April 2013

Hase, Huhn und Kater


Sonntag, 21. April 2013

"Das Fastenwunder" - ein Ölbild

Detail: Pferd


video


"Das Fastenwunder", Öl auf gelöschten Altgrund mit Bienenwachs, 110cm / 90cm

Dieses Gemälde habe ich vor einigen Wochen - es war noch Fastenzeit - begonnen. Als Bildgrund nahm ich ein altes Gemälde her, welches ich mit Wasser und Terpentin regelrecht einweichte. Wie bei einem Fresko trug ich noch am selben Tag die bildbestimmenden Formen nass in nass mit Ölfarben auf. Dann ließ ich das unfertige Gemälde mindestens drei Wochen trocknen, da es durch die Wasser-Terpentin-Behandlung längere Zeit völlig durchgeweichtwar. Vorletzte Woche gelang es mir mit wenigen Farb-Akzenten das Bild in etwa zwei oder drei Stunden zu vollenden.

Ich habe es nun zusammen mit dem Gemälde "Anders Leben"  für die Bad Kötztinger Kunstausstellung der Jury vorgelegt.

Wir sehen:
Ein weißes Pferd, ein weißes Schaf, einen weißen Hund, einen offenen Herzensraum mit Tisch-Szene, Tische, die leer sind, Tulpen, einen Stall mit offener Tür, eine Bayerwald-Frühlings-Landschaft mit blühenden Obstbäumen, einen blauen Fisch, Krug und Becher, eine Kapelle und eine - wie soll ich sagen - Franziskusfigur oder Jesusfigur oder Seele oder Engel oder Mensch, halb dargestellt, die Szenen innerlich-sanft segnend (Gesicht), in Verbindung mit dem offenen Herzensraum.

Gesamtansicht "Fastenwunder"

Diese Gemälde widme ich allen Tieren, die Hilfe und Segen brauchen.

Anfang des Malprozesses HIER

Musik: Ensemble Unicorn

Freitag, 19. April 2013

Dori und ihre Tier-Freunde - eine Tuschezeichnung


Diese Federzeichnung, heute gezeichnet, heißt: "Meine Tier-Freunde und ich". Ich habe - fast wie bei einer Stickerei - all die Tiere und Tierchen im Patchwork-Stil um mich geschart. Tiere, die ich im Laufe meines Lebens irgendwie versorgt oder gerettet habe - oder die ich gerade um mich habe.

Enten, Lauf-Enten, Hühner, Katzen, Igel, Gockel, Hund(e), Tauben, Schmetterlinge, Pony, Graugans, Weißgans, Schafe, Schafböcke, Lämmer, Küken, Vögel, Schnecken, Bienen, Kaninchen, Fische, Erdkröte, Regenwürmer, Frosch, Ziegen, Glucken.

Als Kind erweckte eine Mutterziege mit ihrem Zicklein, die einen Sommer lang auf der Nebenan-Wiese untergebracht war, in mir die ersten "Hirtinnen-Gefühle. Ich besuchte sie jeden Tag und spürte einen tiefen Sinn darin.


Das Gesicht der "Dori" wirkt ein wenig distanziert. auch schaut sie beispielsweise nicht zum Pony - welches ein wenig keck aber auch fragend zu ihr blickt - sondern sie blickt mehr nach unten, also nach innen. Das hat zwei Gründe:

1. : So hat sie gleichzeitig ALLE Tiere im Blick (das Auge des Herzens) -

2. : Sie hat dadurch eine gewisse Distanz angesichts einer solch nah sie umgebenden Schar. Diese muss sie wohl wahren, denn Ihr könnt Euch vorstellen, was sie schon alles an Tier-Schicksalen erlebt hat! So bedeutet ihr durchaus auch etwas ernster (aber nicht ZU ernst!) Gesichts-Ausdruck: Wahrung von innerem Gleichgewicht.

Ich habe folgenden Satz (vorgestern) geprägt:

"Die Engel bewundern am Menschen seine Fähigkeit zu leiden."

 Die ganz ruhige Art von "Dori" (oder wer auch immer diese gezeichnete Person ist...) spricht wohl für die Tatsache, dass es sich bei der dargestellten Person durchaus um einen Engel handeln könnte.  :) :) :)


Es ist das erste mal, dass ich eine Brille gezeichnet habe! War riskant, denn mit Feder und Tusche hätte das komplett schief gehen können! Aber ich wollte ein Gesicht mit Brille zeichnen und riskierte es einfach.

Dienstag, 16. April 2013

Mein liebes, liebes Schäfchen


Du warst so ein gutes Schaf, eine gute Mutter Deiner Lämmer, stets warst Du bescheiden und verständnisvoll. Du hattest immer Vertrauen zu mir. Du warst meine Freundin und meine Wegbegleiterin an allen Orten meiner Schafs-Pilgerei.

Hier am Franz-Xaverhof hast Du heute still und friedlich für immer Dein Köpfchen niedergelegt auf die Erde.

Weich sei die Erde Dir, wenn Du auf ihr ruhst, müde am Ende des Tages.
                                         (Irischer Segenswunsch)

- Für Renate -

Sie schlief heute am frühen Abend friedlich ein, nachdem sie nicht mehr aufstehen konnte und wollte. Am Sonntag fing sie schon an, sehr schwach zu werden, doch sie bekam nochmal Kraft und tat uns den Gefallen zu fressen, wiederzukäuen und ein wenig umher zu gehen. Gestern schien sie fast ein wenig kräftiger zu sein, doch heute morgen rief Xaver an, dass sie auch mit Hilfestellung nicht mehr aufstehen kann und will.  Als wir dann abends an ihr das letzte Werk der Barmherzigkeit taten - sie fraß noch im Liegen etwas Heu und Müsli - ging die Frühlingssonne gerade unter, und die Vögel sangen das Abendlied.

Samstag, 13. April 2013

Arme Straßenkatzen morgens um drei - Zeichnung, Traum und Wirklichkeit


Diese Zeichnung ist heute entstanden und heißt: "Früh morgens arme Straßenkatzen füttern". Dies war sowohl ein Traum von und mit mir vorletzte Nacht, als auch ist es eine wahre Begebenheit. Eine gute Freundin von mir in einem Land weit, weit weg von hier, wohnt in einer großen Stadt, in der viele arme Katzen leben, die versorgt werden müssen. Diese Freundin besitzt ein mitfühlendes Herz für diese unschuldigen Wesen und steht jeden Tag in aller Stille ganz früh am Morgen auf und kümmert sich an vier verschiedenen Plätzen um etwa 20 Katzen. Sieben ehemalige Straßenkatzen haben ein zu Hause in ihrer Wohnung gefunden.

Arme Strassenkatzen morgens um drei

In meiner Zeichnung seht Ihr wieder eine Mauer:
1. Mauern einer Stadt
2. Mauer, die trennt Leid von Glück ab
3. Mauer von Gesetzen gegen Freiheit
4. freundliche Mauer eines Tempels / Kirche
5. Schutzmauer

Fenster mit Licht:
In der Mauer ist ein Fenster, durch welches ein helles, sanftes Licht strahlt. Die Frau mit der Katze auf dem Arm wird von demselben Licht umhüllt. Sie strahlt es auch selber aus. Jede Katze ist auch von einem Lichtschein umgeben, ebenso die Futterschüssel. Es ist das Licht der Liebe. Die Liebe ist heilig und unvergänglich. Eine der Katzen (rot/weiß) wurde vor einigen Tagen überfahren. Meine Freundin hat sie im Tempel verbrennen lassen - es gibt dort die Möglichkeit, auch Tiere verbrennen zu lassen, die Asche bleibt im Tempel. Das ist ein schönes Zeichen der Liebe Gottes.

Am Herzen
 Pferd:
Es war in meinem Traum innerhalb der Mauer, doch ich kann nicht sagen, was es bedeutet. Im Traum muss nicht alles logisch sein, dadurch ist man im Traum sehr kreativ und eigentlich künstlerisch, es können Ideen entstehen, auf die man normalerweise nicht kommt. Ja! Es muss nicht immer alles mit unserem begrenzten Verstand "logisch" zu Ende gedacht werden, das will mir das Pferd hier wohl sagen.
Interessanterweise ist der Nachname meiner Freundin zusammengesetzt aus zwei Zeichen, von denen das zweite "Pferd" heißt.

Eine andere Freundin von mir, die Künstlerin Ramona F E L S E, auch weit, weit weg von hier, aber in anderer Richtung, hat vor kurzem eine zweite arme verlorene Wald-Katze zu sich genommen  - es lohnt sich auch die Randbilder ihres Blogs genauer zu betrachten.

Und seht Euch von Ramona diesen Post an: "The watchman waits"





Freitag, 12. April 2013

The Watching Man - eine Zeichnung nach Stille Linde's Watchman

video

Der Watching Man, nach einer Zeichnung von Stille Linde. Der Watch(ing)man wartet auf dich, betet für dich. Das Lichtfeuer in der Nische, Fenster, Loch verbrennt alles, was dich trennt von... - Schaf und Taube nehmen dir die Angst, und Katze und fliegende Taube zeigen dir die Sanftheit des Lichtfeuers, indem sie hin und her springen / fliegen. Der Esel ist bereit, deine Last zu tragen...


Um diese Zeichnung richtig begreifen zu können, solltet Ihr die Radierung von Barbara Beeckmans aus Belgien gut studiert haben.

Original in Farbe von Stille Linde "The Watchman"

Auf Grund einer tiefen Wirkung von Stille Linde's Radierung hatte ich den Wunsch, diese Arbeit immer zu sehen. Um sie innerlich deutlicher zu vergegenwärtigen, zeichnete ich sie einfach am nächsten Tag mit Tusche und Feder aus dem Gedächtnis nach - und setzte interpertierend, erzählend einige gefühlte Erlebnisse hinzu. Nun erkläre ich meine Nach-Zeichnung:

1. Der Watching Man ist doppelt: 
Es war zunächst ein sich Ver-Zeichnen, denn meine Figur kam mir zu klein vor. Ich setzte kurzerhand eine größere daneben. Ihr gab ich eine Taube in die betenden Hände als Symbol des Heilgen Geistes und der Vermittlung (Brieftaube). Das brachte mich auf die Idee, der kleineren Figur, die eine Art Schatten oder Abschattung der größeren ist, eine Kirche in die Hände zu geben. Kirche in der Hand heißt: Heiliger Wolfgang. Somit sage ich, der Watchman als geistlicher Führer oder spiritueller Meister ist zum Beispiel, ja, ZUM BEISPIEL, der Heilige Wolfgang.
Der Watching Man schaut - im Gegensatz zum Watchman - nicht DIREKT zum Betrachter, was eine unbeabsichtigte Milderung der Darstellung bewirkt. 

2. Fenster mit Katze und Taube:
In einem Kommentar zu Stille Linde's Arbeit erwähnte Valerianna außer einer Stellungnahme zur Zeichnung ganz persönlich-privat noch ihren Kater Pascha, der hin und her springt. Dies hatte Barbara beim ersten Lesen als Interpretation ihrer Arbeit "miß"-verstanden. Dies hat mich nun wiederum bewogen, eine Katze vor das Fenster mit dem Lichtfeuer zu setzen, darüber eine fliegende Taube. Die Katze und die Taube in ihrer Unbefangenheit und Beweglichkeit zeigen uns, wie leicht es sein kann, sich zwischen zwei Ebenen hin-und her zu bewegen.
Natürlich habe ich auch an unsere verschwundene Katze Biau gedacht.

Bezug zum Heiligen Wolfgang:  Mir kam später der Gedanke an den berühmten Wolfgangs-Stein, der vor St. Wolfgang in Österreich liegt, wo die Pilger durch ein enges Loch in dem Stein durch schlüpfen müssen (können), um ihre "überflüssigen Lasten" los zu werden, Vergangenes zurück lassen, Geburtskanal... 


 Es sind zwei Räume, vor und hinter der Mauer, die ich so nennen möchte:

Blockade / Streit - Versöhnung
Ärger - Vergebung
Stagnation - Bewegung / nach vorne schauen
Ich-Bezogenheit - Begegnung mit dem Du / Verständnis
Sichtbare Welt - Intuition / Unsichtbare Welt
Vergangenheit - Zukunft

...und so weiter, es gibt viele Möglichkeiten.

3. Lamm: 
Das Lamm neben, beziehungsweise hinter dem Watching Man nimmt der hinzu tretenden Person die Scheu oder Furcht, da Lämmer immer sanft sind. Es erweckt so Vertrauen zum Watching Man. Außerdem mag Stille Linde, wenn ich immer überall Schafe / Lämmer male :)
Dadurch "entschärfe" ich allerdings auch wieder die in Stille Lindes Radierung durchdringende Herausforderung.
Die Form des Lammes habe ich Thistle's Blog entnommen, wo es um "Ärger" geht, unter anderem: "... Anger makes you smaller while forgiveness forces you to grow beyond what you are..."~Cherie Carter Scott~


4. Esel durch die Mauer:
In Stille Linde's Arbeit ist an selbiger Stelle lediglich ein Auge, das sehende Auge. Ich hatte allerdings spontan einen Pferde- oder Tierkopf erkannt (kommt aus meinem Unbewußten, ist eh klar!). Das bedeutet: Der Esel hilft Dir bein Durchdringen der Trennungs-Mauer deine Last zu tragen.

Die ganze Zeichnung

nochmal anders herum (Rückseite des Japanpapiers)

Musik: Ensemble Unicorn


Klick: LEST DIESEN POST!!!



Mittwoch, 10. April 2013

Eine Tuschezeichnung und noch mehr....

Renate, Timmi, Silberstern und Osterhase

Hier eine Tuschezeichnung meiner täglichen Impression am Franz-Xaverhof:

Das weiße Trio: Alt-Mutterschaf Renate während der Extrafütterung (hier mit Osterhase statt Heukiste), Huhn Silberstern und schlafender Hütehund Timmi.

Aber ich wollte Euch eigentlich noch was anderes zum Thema Tuschezeichnung sagen:

Die Belgische Künstlerin Barbara Beeckmans, auch Stille Linde, hat eine interessante Radierung geschaffen, die auf mich eine ausgesprochen positive Wirkung hat und mich so tief anspricht, dass ich dazu eine Nachzeichnung  (im Original Dori-Stil - "Dorismus" nennt ihn Hanna - angefertigt habe. Stille Linde's Radierung heißt "The Watchman". Ich sah die Zeichnung in ihrem Blog, und sie hatte auf mich sofort eine stark suggestive Wirkung, als ob hier wirklich ein - ich möchte sagen - heiliger Wartender ist, zu dem ich hintreten kann, und in dessen Nähe ich ganz konkret etwas, was mich trennte, in Verständnis und Liebe verwandeln konnte. Es war eigentlich wie ein tiefes Gebet, ausgelöst durch ein Kunstwerk, die Radierung von Stille Linde.

Seid Ihr neugierig geworden? Dann schaut Euch den "Watchman" mal an!
UND: Lest unbedingt dazu alle Kommentare, damit Ihr später meine Zeichnung, die ich Euch demnächst hier präsentieren werde, versteht...

 Text: von Stille Linde zum "Wächter": 

Ein Mann sitzt und wartet in der Nähe einer Nische oder einem Fenster in der Wand.
In gibt es eine Leere, ein Feuer, Licht und Geist.
Verbrennen, was uns trennt  von ...
Eine Tür zu ...
Er schaut mich an und wartet, durchdringend, irgendwie eine Herausforderung.
Wann werde ich aufhören zu leben in Sinnlosigkeit und subtiler Unaufrichtigkeit?
Wann werde ich meine Füße, Gedanken und Gefühle auf den Weg der Wahrheit richten und sonst nirgendwo?
Dies ist ein erster Druck über die Beziehung zwischen einem spirituellen Meister und dessen Schüler."
 
Hier der Link "The Watchman"

Montag, 8. April 2013

Herzschlag

Das Sondertrio Huhn Silberstern, Schaf Renate und Hund Timmi
"Geschlagene Zeit": - in einem gewinnmaximierenden System nehmen viele zwischenmenschliche Beziehungen Schaden.

- Wir sind hier in einer Art von Opposition, die man aus zweckdenkerischer Sicht nicht für voll nimmt, nicht für voll nehmen kann. Dadurch verliert unsere Haltung jedoch nichts.

Der Franz-Xaverhof erzählt:
 In einem Mix von technischen Geräuschen, Wetter, menschlichen und tierischen Stimmen (oder Schweigen) steht hier der Herzschlag an erster Stelle. Gewinn-Maximierung steht hier nicht an erster Stelle (eher an letzter :) ). Der Herzschlag muss an erster Stelle bleiben. Dadurch leben wir eine interessante Nische von erzählerischem Charakter.


video



"Frage doch das Vieh, das wird's dich lehren... dass in Gottes Hand ist die Seele von allem, was lebt." (Hiob 12,7a, 10a)

Anastasia stellt mir eine Frage


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Für meine nicht Deutsch sprechenden Blogleser(innen): Anastasia fragt mich, woher die Einzigarigkeit meiner Bilder komme, und ich antworte: "Die Einzigartigkeit meiner Bilder liegt in der Einzigartigkeit des Betrachters."

Anastasia kommt aus der Ukraine und studiert derzeit in Passau.







Freitag, 5. April 2013

Blecharbeit Franziskus-Figur mit Schwalben

Diese Franziskusfigur ist vor dem Gemälde "mit den Hunden zu den Starzen" positioniert. Die Schwalben sind ein Wunsch von Hildegard Weiler, die für eine liebe Freundin, eine alte Bäuerin,  von mir eine Franziskusfigur mit Schwalben  fertigen ließ. Daraufhin entstanden noch drei weitere Franziskusfiguren mit Schwalben, die ich Euch bei Gelegenheit zeigen werde.


Figur Vollansicht mit Gemälde
Die Figur ist etwa 1m hoch und auf rostiges Blech mit Wachsfarben und Acryl gemalt.



Mittwoch, 3. April 2013

In guter Gesellschaft

Beim Gemälde "Gäste" hat sich nochmal Wesentliches getan. Die Überlegungen

"...auch mal was zerbrechen lassen"  ... "wie bei einer Collage aus Bruchstücken des alltäglichen Lebens durchaus auch Absurdes zusammen bringen"  ... "Raum lassen für Unverhofftes" ..."es geht um ein anderes Leben"...

(Ihr findet die Sätze bei den Posts "Frau und Hase 1" und "Frau und Hase 2")

- also diese Überlegungen haben haben in mir eine starke Kraft in Bewegung gesetzt, die nicht vorhandene Räumlichkeit und Atmosphäre vom Bild "Gäste" in dem Gefühl der Gewissheit, schon angekommen zu sein, in Räumlichkeit und Atmosphäre zu erheben, was bedeutet, dass ich nun bei diesem Bild nach jahrelanger Formsuche nun wirklich angekommen bin. Der Titel heißt nun "In guter Gesellschaft". Die Bildgröße beträgt  etwa 1,20m  mal 1,40m

Frau mit Hase
Der Heilige Wolfgang (als junger Mann)
Der Heilige Leonhard (Schutzheiliger des Viehs)
Seele und Tier-Gäste
Tier-Gäste
das ganze Gemälde
Frau mit Hase und Hase in der Höhle