Aus dem Herzen zeichnen

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Auf dem Weg zum Stall

Leben mit Tieren

Leben mit Tieren
am Gnadenhof Xaverhof

Nachts vorm Stall

Nachts vorm Stall
Im ersten Schnee

Dienstag, 16. April 2013

Mein liebes, liebes Schäfchen


Du warst so ein gutes Schaf, eine gute Mutter Deiner Lämmer, stets warst Du bescheiden und verständnisvoll. Du hattest immer Vertrauen zu mir. Du warst meine Freundin und meine Wegbegleiterin an allen Orten meiner Schafs-Pilgerei.

Hier am Franz-Xaverhof hast Du heute still und friedlich für immer Dein Köpfchen niedergelegt auf die Erde.

Weich sei die Erde Dir, wenn Du auf ihr ruhst, müde am Ende des Tages.
                                         (Irischer Segenswunsch)

- Für Renate -

Sie schlief heute am frühen Abend friedlich ein, nachdem sie nicht mehr aufstehen konnte und wollte. Am Sonntag fing sie schon an, sehr schwach zu werden, doch sie bekam nochmal Kraft und tat uns den Gefallen zu fressen, wiederzukäuen und ein wenig umher zu gehen. Gestern schien sie fast ein wenig kräftiger zu sein, doch heute morgen rief Xaver an, dass sie auch mit Hilfestellung nicht mehr aufstehen kann und will.  Als wir dann abends an ihr das letzte Werk der Barmherzigkeit taten - sie fraß noch im Liegen etwas Heu und Müsli - ging die Frühlingssonne gerade unter, und die Vögel sangen das Abendlied.

Kommentare:

  1. Oh my dear Dori, I feel so sad for sheep renate. So wonderful she has your loving care.

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    1. Thank you, dearest Ramona for being here now in this first night I am missing her.

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  2. Oh Dori, what an incredibly lovely farewell to a beloved companion. Renate was blessed to have you as her shepherd; God will reward you for being a good and faithful steward.

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    1. O, Thistle, these are wonderful words from a deep heart, a heart, who knows, what it means to say good bye to a beloved soul. I feel such a sensitive understanding for my tears, though it is "only" a sheep, but you know, that all our animals are our brothers and sisters and in God's hand. Thank you so much for encouraging me, that I made a good duty for this completely innocent brave sheep.

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  3. A joyful life of precious human love and of gentlest truest spiritual life was given to this sheep. Oh, what more could a sheep dream of? Tears in my eyes, dearest Dori. A picture of your love.

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    1. O, Stille Linde, these are not human's words - these are words of an angel, of an angel who can feel pain and tears. Thank you, friend!

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  4. Liebe Dori, ich bin sicher, dass sie ein glückliches Leben hatte, da du ihre Mama warst.

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    1. Danke Hanna, da muss ich weinen, weil ich traurig und doch glücklich bin. Du hast mir am Sonntag noch so lieb geholfen, das Schäfchen auf die Beine zu bringen, und Jojo hat extra noch Müsli gebracht, und sie hat auch durch Euch bis zum Ende ihres Lebens Liebe erfahren dürfen - wie die armen Straßenkatzen, die jemand wie eine Mama füttert...

      ..."Das Wesentliche ist fuer die Augen unsichtbar!..."

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  5. liebste dori,

    welch inniges foto von deiner renate und dir!
    wie viel liebe liegt in deinem blick, in deiner zärtlichen halt-ung, in der du sie hältst.
    wer wagte es wohl zu sagen, man solle nicht trauern, es sei 'ja nur ein tier'?!
    nun weiß ich auch, warum du gestern, montag nacht, nicht geschrieben hast.

    liebste dori, ich bin ganz, ganz traurig mit dir und kann dir deinen schmerz nach empfinden.


    lass dich drücken und trösten, wenn es geht!

    hab dich lieb, carola

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    1. Liebe, liebste Carola, gerade lese ich deine wunderwarmen trostreichen Herzensworte und bin so dankbar für Deine Einfühlsamkeit. Ich denke, das Glas Marmelade, welches Du für mich gekocht hast, hat schon beim Spazierenfahren viele süß-aromatische Wellen zu mir gestrahlt. Oder waren es Deine Gedanken, die mir so inniges Mitgefühl schenken? Haben Gedanken Kraft? Wir wissen das, oder besser, wir haben das schon erlebt.
      Sei herzlich umarmt!

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    2. schlaf sanft und selig, deiner renate geht's jetzt ganz gut, schwester in der trauer um heimgegangene geliebte wesen.

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    3. Danke Carola, ich denk an Dich!

      Deine tröstenden Worte sind so wohltuend...

      ...war am Quellgrund mit Waldvogelsang, hab an Deine Worte gedacht, dass es gut ist, einen solchen Ort zu haben....

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  6. Liebe Dori,

    aus Deinen Worten klingen Trauer und Frieden.
    Soll ich jetzt zu Dir sagen: ein Schaf, um das ein Mensch weint, ist reich?
    Eine Frau, die um ein Schaf weint, ist reich?
    Ja doch.
    Du warst ihr ein guter Gefährte, so wie sie Dir. Du warst nie feige, wenn es ihr schlecht ging.
    Du hast Dich nicht davor gedrückt, die Natur ihren Weg gehen zu lassen.
    Du bist eine gute Hirtin.

    Trauere ruhig, im Frieden.
    Und bete: ich hatte ein Schäfchen.....
    und das Schäfchen betet: ich hatte eine Hirtin.....

    Gelia

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    1. Liebe , liebste Geli
      was hast du für wunderschöne Herzensworte für mich, Worte, die Tränen zum Rinnen bringen wie Brünnlein von Liebesquellen.
      Ich habe, als ich so neben dem Schafilein saß, auch neben der Gelia gesessen, und die hatte ein Vogerl in der Hand, welches hart auf die Erde gefallen war und sich nun zum Himmel erheben sollte, durfte, und die Gelia hat im Herzen alles mitgespürt mit dem Vogerl, wie ein Engel, aber tapferer insofern, als das Mitleiden so herzlich da war, und ich hab gestern unter Tränen den Satz gedichtet: "Die Engel sind uns neidisch um unsere Fähigkeit zu leiden". So nen Satz kann man natürlich nur dichten, wenn es - genau wie Du es erspürt hast - Trauer und Frieden gleichzeitig da sind. O, sie war so friedvoll, so sanft-ergeben, hat das Kopferl sinken lassen und brav geschlafen um dann brav aufzuhören zu atmen, und ich wußte, dass ich das aus Barmherzigkeit tat, damit sie ihren Frieden, aber ich den Schmerz haben würde.

      Das schöne Wetter heute zog mich ständig zum Himmel, zu meiner Nicht-Verlorenen Freundin. Da liegt sie nun sanft in der Erde. Im Stil von Mutti (HALLO!)zünde ich zur Zeit ein Kerzerl vorm Haus an, das sieht mein Schaferl, wenn sie ihre Kreise zieht. Heute machte ich ganz langsam und schwach meine Stallarbeit, doch allmählich kam ich in den Rhythmus und empfand eine Ordnung. Dein Wille geschehe.

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    2. Ich muss korrigieren, der Satz heißt nicht:"Die Engel sind uns neidisch um unsere Fähigkeit zu leiden" sondern ich habe ihn SO aufgeschrieben gehabt:

      "Die Engel bewundern am Menschen die Fähigkeit zu leiden."

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  7. Liebe Dori ...Ich meine, dass du auch viel viel weinen kann!
    Ist Renate sehr sehr suesses Schaf? Genau!
    Wahlscheinlich,andereSchafe und Shoe-Seppe auch weinen. Aber Renate gibt sie etwas Leben uebrig.
    Also,wir duerfen fuer eine Weile weinen, wenn wir unsren Dienst jeden Tag machen !
    Das Wesentliche ist fuer die Augen unsichtbar !
    Und noch Eins ist der taglicher Dienst. Ich glaube.
    deine Mayumi

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    1. Danke, Mayumi, WUNDERBAR! DANKE!

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    2. Liebe Mayumi, der Satz von Antoine de Saint Exuperie "Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar!" hat mich heute den ganzen Tag begleitet, und der Gedanke mit dem "täglichen Dienst" auch.

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