Irgendwo in Schweden

Irgendwo in Schweden
Dori und Scho Seppe

Donnerstag, 20. Juni 2013

Bei großer Hitze auf den Schafscherer warten

Die Schafe sitzen in der Hitze ganz still im Schatten
Heuer sind wir sehr spät dran mit Schafe scheren! Wegen der extremen Regenfälle war es bisher noch nicht möglich, den dicken Filz meiner wolligen Lieblinge professionell zu entfernen, da mein  (eigentlich superguter) Schafscherer entweder andere Schafe zu scheren hatte, oder meine Schafe waren nass oder feucht und konnten deshalb nicht geschoren werden. Nasse oder feuchte Schafe scheren bedeutet, dass der sogenannte Scherkopf kaputt gehen würde, und der kostet 500 Euro.

 Nun ist nach dem Dauer-Starkregen eine Hitzewelle mit über 35 Grad aus Afrika auch in den Bayerischen Wald gekommen. Diese Extreme immer!!

Als besorgte Schafsmutter habe ich natürlich viel rumtelefoniert - bei anderen Schafhaltern, Tierarzt, Schafscherern - alle haben mich beruhigt: deinen Schafen wird nichts passieren! Tierarzt: Dennoch wird es langsam Zeit mit dem Filz ein Ende zu machen. Auch die Klauen müssen dringend professionell geschnitten werden!

Landesweit sind viele Herden noch nicht geschoren, beispielsweis die Donau-Dammschafe (wegen der Überschwemmungen).

Ich muss folgende Regeln beachten:
- haben die Schafe einen luftigen Schattenplatz?!?
- ist genügend Wasser vorhanden?!?
- das Wasser soll frisch, nicht lauwarm oder gar heiß sein.
- die Schafe brauchen stets freien Zugang zum Wasser/ Wasserbrunnen.
- in extremen Fällen kann man einen kleinen Schuß Apfelessig in eine der angebotenen Trinkwasser-Schüsseln geben.

 Die Schafe dürfen aus Hunger- oder Durstgründen nicht gezwungen sein, tagsüber ihren schattigen Ort zu verlassen, sondern sollen die Möglichkeit haben, nachts zu fressen und zu trinken. Tagsüber gibt man das etwas Heu und frisches Wasser. So können die Schafe auch mit dickem Pelz die Hitze gut überstehen. Dieselben Regeln gelten übrigens auch für geschorene Schafe!

Foxi und Timmi machen es wie die Schafe

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