Aus dem Herzen zeichnen

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Auf dem Weg zum Stall

Leben mit Tieren

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am Gnadenhof Xaverhof

Nachts vorm Stall

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Im ersten Schnee

Donnerstag, 12. September 2013

Sie wachsen prächtig!

Unsere Küken sind nun bald 4 Wochen alt und entwickeln sich prima. Glucki weiß supergut, was zu tun ist. Sie hat dieses Mutterglück auch echt verdient!

Wie Ihr Euch vielleicht erinnern könnt, saß Glucki erstmal mindestens einen Monat vergeblich auf etwa acht Eiern, bis ich per Nase entdeckte, dass da was im wahrsten Sinne des Wortes FAUL war. Glucki hatte wohl paarmal (so beobachtete Xaver) das Nest  längere Zeit verlassen und dabei die Eier abkühlen lassen. Außerdem stachen mich beim Beobachten der Situation schrecklich viele Mücken!

Ich startete - tierärztlich beratet - eine Parasiten-Vernichtungsaktion, außerdem zerstörten wir nach Anleitung das Nest und verscheuchten die Glucke. Aber sie wollte immer wieder brüten. Es gibt verschiedene Methoden, eine Glucke künstlich wieder in ein "normales Huhn" zu verwandeln, aber das war uns irgendwie alles zu gewaltsam. Und "Eintagesküken" (= eine der Lösungen) unterschieben ging nicht, da es solche hier nur im Frühling zu kaufen gibt. So wählte ich drei ganz schöööne Eier von irgend woher aus und legte sie ihr unter, und wir sperrten kurzerhand Glucki ein. Es war nämlich auch so, dass kommunenmäßig andere Hühner immer Eier dazu legten, wenn Glucki raus ging. Nach exakt vorbildlich 21 Tagen Brutzeit erblickten 2 Küken das Licht der Welt. Eines hatte die Schale nicht besiegen können, traurig, aber das kommt leider öfters vor.

So. Und nun seht Ihr: Tolle Mama, tolle Kinder! Tolle ehemalige Eier! Ich kenne alle drei von Ei an, denn Glucki ist ein Kind von Silberstern, vor einem Jahr geschlüpft. Ihre Schwester wurde im Winter Opfer des Habicht....

Kommentare:

  1. liebste hühner-engelin,

    welch eine berührende impression von glucke und küken!
    wie munter die kleinen bereits sind, allerdings scheint das dunklere das furchtsamere zu sein, es tapst immer hinterher und ist auch noch wackeliger auf den beinchen!

    und dann die abschließende unterschlupf-szene!
    flügel sind etwas wunderbares, ihre 'besitzer' können sie weit aufschwingen, um sich fortzubewegen, aber auch sanft lupfen, damit jemand drunterschlupfen kann!
    wenn ich mir - pardon - den hennenkopf wegdenke, kann ich mir so auch engelsflügel vorstellen, unter die wir uns flüchten dürfen. oder die flügel der gottesgnade.
    ein für mich tröstliches bild, so schenkt uns der schöpfer ganz natürliche und schlichte ab-bilder seiner großen güte. und wie viele milliarden abbilder gibt es weltweit davon und wird es immer geben!

    sowas müsste eigentlich als werbung auf jede eierschachtel ...

    gute wünsche an alle schafe, hunde, katzen, hühner samt küken und natürlich: TIMMI!

    in großer schwesterlicher verbundenheit,

    CME

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    1. Das Engel-Flügel-Bild, das Du hier zeichnest, spricht mich zutiefst im Herzen an. Du hast Recht, Eierschachtel sollten bebildert sein!!! Für den "Verbraucher" wird das Huhn auf's essbare Ei reduziert, er weiß nicht mehr, dass es wunderbare intelligente individuelle Wesen sind, die dem Menschen treu und brav ihr Bestes geben, aber der Mensch vergisst einfach zu danken....


      Ich bin gespannt, ob das Dunkle nicht vielleicht ein Häääähnchen wird????

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    2. das spricht mich schon wieder so an!
      wie oft vergessen wir das danken!
      und sehen und genießen buchstäblich nur, das was 'rauskommt'!
      ich hatte gestern nicht das passende wort 'fittiche' parat, noch schöner als 'flügel' (schließlich gibt es ja auch sowas wie den 'kot-flügel': igitt!), mitten in der nacht fällt's mir wieder ein!
      und gestern schon der mendelsohn-bartholdy: 'denn er hat seinen engeln befohlen über dir, dass sie dich begleiten ...' (das hab ich vor 34 jahren mal im liederkranz gesungen ...) ein wunderbares stück.

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    3. Oh, die Zerbrochenheit dieser Welt! Heute mittag noch waren zuerst beide piepsend mit Glucki da, ich fütterte noch, und dann auf einmal ist nur noch das Dunklere, etwas größere da. Glucki und Küken suchten verzweifelt das verlorene Kind - dennoch vorbildlich, wie Glucki trotzdem nicht aus der Fassung kommt und das verbleibende Küken mütterlich weiter versorgt. Ich weinte dann abends angesichts all der Zerbrochenheiten....

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    4. du meine liebste, um das küken weinende tiermutter -

      ich erfuhr vom verlorenen küken zufällig gestern abend beim lidl-einkauf, wo ich auf xaver stieß, der mit einem jüngeren mann unterwegs war. wir redeten miteinander, und da erzählte er vom verlorenen küken.
      ich kann deine traurigkeit so gut nachvollziehen, sind nicht alle diese geschöpfe auch 'deine' kinder! und jedes kind, das verloren geht, ist heiße tränen wert! gibt es eine reelle chance, dass es nochmals auftaucht? wo nicht, kann man nur hoffen, dass sein kurzes leben schnell und schmerzlos auf 'natürliche' weise, sprich als beutetierchen von katz oder greifvogel, zu ende ging. ach dori! eine liebevolle umarmung an dieser stelle für dich!

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    5. Liebste Carola, - ja, auch vermute eine Katze, für Habicht war's zu belebt, und der holt sich lohnendere Happen! Auch freue ich mich, dass Xaver, obwohl er am Samstag durch diverse Freunde und Aktionen extrem abgelenkt war, das Küken im Herzen (und damit auf den Lippen) trug. Die Glucke ist so tapfer und gut und läßt sich durch diese Katastrophe nicht in Resignation treiben, sondern kümmert sich stabil und fürsorglich um das andere Küken, welches noch keinen Namen hat. Heute habe ich einige Szenen filmerisch festgehalten - demnächst im Blog - , nämlich saß sie zum ersten Mal nicht mehr im Nest, sondern mit Kindchen auf der Stange für die Nacht. Vielleicht nenne ich das Küken "Kindchen"...

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