Aus dem Herzen zeichnen

Aus dem Herzen zeichnen
Auf dem Weg zum Stall

Leben mit Tieren

Leben mit Tieren
am Gnadenhof Xaverhof

Nachts vorm Stall

Nachts vorm Stall
Im ersten Schnee

Freitag, 31. Januar 2014

"Seele in bester Gesellschaft" - Zeichnung angefangen


Ich möchte in dieser angefangenen Zeichnung eine Seele in bester Gesellschaft darstellen. Beste Gesellschaft soll hier bedeuten: umgeben von Heiligen, Engeln, vollendeten Seelen. Begonnen habe ich mit der Figur links, das ist Franziskus mit dem Wolf und einem Lamm auf dem Arm. Danach skizzierte ich die vier Figuren oben Mitte, und dann deutete ich die Engel oben rechts an. Aber ich hatte keine Idee, wie und in welcher Position ich die Seele zeichnen sollte.

Da wurde ich gestört von Adelheid, die über die Terrassentür reinkam und mich was fragte. Dann kamen wir kurz ins Erzählen, und ich sah Adelheid so vor mir stehen, wie sie redete und erklärte - es war ein schönes, gefühlvolles Gespräch - und ich sah ihre Gesten, und ich rief:

"Bitte, Adelheid, bleib so in dieser Position, ich mus dich gerade zeichnen."
Und sie hielt ein wenig still und ich zeichnete, und die "Störung" stellte sich als Segen heraus, denn die Figur drückt genau das aus, was ich sagen will: Öffne dich der Gnade, dann bist du in bester Gesellschaft.

Donnerstag, 30. Januar 2014

Im Kraal: Franzhörnchen

Franzhörnchen ist ein Walliser Schwarznasen-Schaf
Franzhörnchen lebt seit dem späten sommer 2013 am Xaverhof. Wir haben dort einen Offenstall und eine aus Ästen und alten Christbäumen zusammengesteckte Begrenzung. Die ganze Stall-Situation - kleine Herde bestehend aus 12 Stück Schafen, Unterstand mit wildem Naturzaun "Kraal"- kommt einer natürlichen Situation recht nahe, außer dass "wir" selber keine Lämmer "produzieren", sondern wir haben unsere Lämmer adoptiert.

So auch Franzhörnchen: Auch sie hat adoptiert, eine schöne Fügung! Sie wurde nicht mehr in ihrer Herde, bestehend aus etwa 20 oder 40 Stück Walliser Bergschafen, gebraucht. Grund: Sie hatte eine Zwillings-Totgeburt. So wurde sie über den Schafscherer an uns vermittelt. Der Schafscherer, der unsere Situation sehr gut kennt, empfahl mir dieses wertvolle Rasse-Schaf in der Ansicht, sie würde auch "stilistisch" gut passen. Meine Schafe haben nämlich unter anderem einen Job als Modelle meiner Bilder und Zeichnungen - ist eh klar.

Kyrilla (vorn), und Nannerl und Kaisa


Gleichzeitig brachte unser lieber Schafscherer noch die beiden Hunger-Lämmer Nannerl und Kaisa mit. Sofort bildeten die beiden mit Mama Franzhörnchen als Neuankömmlinge eine kleine Herde innerhalb der Stamm-Herde. Franzhörnchen unternimmt nichts ohne ihre beiden Kleinen Trost-Töchter. So hat die Gnade wiedermal Dinge organisiert und gefügt, wie wir sie passender nicht hätten berechnen können.

Let it be.  (Mother Mary)

Walliser Schwarznasenschafe sind Schweizer Alpenschafe und die gutmütigste Schafs-Rasse, behäbig, zurückhaltend, defensiv, brav, langsam, vorsichtig und schön. Franzhörnchen vermittelt mit ihrer Ausstrahlung hier im Krahl eine archaische Bergsituation.
Im Krahl
Junge Schafe werden in ihrem ganzen ersten Lebensjahr als "Lämmer" bezeichnet.

Montag, 27. Januar 2014

Bildbetrachtung: "Der Taubenbringer"

Dieses Gemälde (links ein Detail davon), Ölfarben auf Wachsgrund, entstand vor zwei Jahren.

Ein Mann, begleitet von einem Pony, einem jungen Reh und einem Hirsch, tritt, umgeben von fliegenden Brieftauben und zwei Engeln, in die Szene.
Er kommt aus einer frei liegenden, lichtdurchfluteten, fast überirdischen Landschaft des Bayerischen Waldes und tritt in einen ebenso hellen offenen Innenraum, in welchem eine Frau (=Seele) die Tauben in Empfang nimmt.


Der Gesichtsausdruck der Frau ist sicher und fest, das bedeutet eine klare Entschlossenheit. Hinter ihr befindet sich ein Tisch, das heißt, sie lädt zum Essen ein und hat genug Nahrung anzubieten. Die ersten Tauben haben sich schon bei ihr niedergelassen, beziehungsweise sind im Begriff, sich nieder zu lassen.



Der Taubenbringer sollte für mich damals symbolisch der Bote einer neuen Hoffnung sein, die Tauben die guten Gedanken und Träger der Hoffnung.

Manchmal - das ist schon ab und zu vorgekommen - male ich Bilder "herbei", ich träume da was, und sie werden später Wirklichkeit. So kam im vergangenen Sommer der Taubenbringer Doovy-Royal daher und brachte Tauben... 

Der Taubenbringer




Warten, begrüßen, einfach da sein


Über Nacht ist Schnee gekommen. Vorm Stall erwartet und begrüßt mich meine kleine Herde. Ich mache den Stall und den Vorplatz sauber, fülle die Wasserschüsseln und gebe reichlich Heu. Ein tägliches ritual, welches sowohl einem frischen Bad im Gebirgsfluss als auch einer einfachen Meditation gleicht.



Mir kommen die Worte von Mutter Maria:

"Let it be."

Samstag, 25. Januar 2014

Franziskus, Blecharbeit, Detail

Diese Franziskus-Figur ist etwa 45 Zentimeter hoch, Ölfarbe auf rostiges Schwarzblech.

Daneben befindet sich eine Franziskus-Postkarte aus Assisi, Basilika Inferiore di S.Francesco von 13. Januar 2007 mit folgendem Text:

"Schweigen ist das Sinnvollste, was man an so einem Ort machen kann! --

-- Kein Weg ist mir zu weit!"



Eine wunderschöne Franziskusfigur aus Schwarzblech mit Vogel und Hase - inclusive "gelebtem Hintergrund" und Entstehungsprozess - findet Ihr  bei Ramona Felse HIER

Freitag, 24. Januar 2014

Die Begrüßung


Mittwoch, 22. Januar 2014

Tauben: Zwischen Himmel und Erde

Taube "SEE"  in Xavers Händen
Ihr erinnert euch, dass irgendwann im Sommer der Taubenbringer kam und eine Schar von zehn wunderschönen Brieftauben zum Xaverhof brachte.

Ramona nennt den Taubenbringer "Royal", weil er ein unerkannter König sein könnte. Royal hatte den Traum vom Taubenflug. Er sagte, bei sich im Dorf habe er keine Flugmöglichkeiten für diese freien Wesen hatte. Und so richtete er flugs mit Xaver einen Taubenschlag ein und setzte da die Tauben hinein.

Seinerzeit, es ist schon lange her, gab es viele Tauben auf dem Xaverhofdach, es war zu Xavervaters Zeiten, wie Xaver mir berichtete. Das muss ein schöner Anblick gewesen sein.

Royal träumt den Taubentraum:


Doch schon nach wenigen Sommertagen waren die Tauben bis auf zwei verloren. Geblieben sind Sunshine und Rainbow. (Lest hierzu "Aschenbrödel weint")

Ich erzählte Euch von der "Rück-Entführung"
(ausführlicher und spannend HIER)

Da Royal schon immer den Taubentraum träumte, holte er sich im Frühwinter wieder neue Tauben für das Dach seines Turms. Es war kurz vor Weihnachten, ein dunkler Advent-Abend, da kam ein junger Kerl zum Hof und erwähnte ganz nebenbei, dass Royal vor wenigen Tagen verstorben sei.

Und seine Tauben???


Wir holten seine zwei verbliebenen verwaisten Tauben zu Sunshine in unseren Schlag und alle waren froh. Rainbow war paar Tage vorher auch Opfer des Habicht geworden, so war Sunshine nun nicht mehr allein.

Doch nach zwei Tagen waren "Wolke" und "Erde" nicht mehr im Schlag. Oh Schreck! Wo sind sie? Wir entdecken ein bis dato verborgenes Loch im Dach. Royals Tauben wollen zurück zu Royal!! Und das mitten im Winter, vor Weihnachten und bei dauerhaftem Starknebel! Wir öffnen den Schlag zum möglichen Einflug mit nur wenig Hoffnung.

Am nächsten Morgen ruft Xaver mich an: "Royals Tauben sind am Dach! Jetzt fliegen sie gerade einen großen Kreis! Jetzt sehe ich sie nicht mehr!" Abends kommt nur noch Sunshine in den Schlag. Zum Glück gerettet, aber Royals Tauben fanden wir nie wieder, Royals Turmdach war inzwischen geschlossen - keine Tauben.

(Lest hierzu, wenn ihr möchtet, "Die anrührende vorweihnachtliche Taubengeschichte"...)

Es war zu still.

Royals leeres Dach
 Sunshine sollte nicht allein bleiben. Wir machten uns in einer Vorweihnachtsnacht auf den Weg, der Xaver und ich, und suchten die Herkunfts-Quelle von Royals Tauben. Die Dorfleute hatten berichtet, dass Royal sich öfter mal Tauben geholt hatte - und nun galt es, herauszufinden, von wo, denn niemand hatte für uns und Sunshine junge Tauben, die noch nicht ausgeflogen waren, denn andere Tauben fliegen ja wieder zurück.

Wir finden die Quelle bei einem Einsiedler mitten im Wald. Es ist der Wiesmann, und der hat diese schönen "Royal-Tauben":

Der Wiesmann
 "Kommt rein. Wollt Ihr ein Bier? Seit ich 17 bin, züchte ich Tauben. Ja, der Dooverl (= Royal) hat sich immer mal Tauben von mir geholt. Letztes Jahr bekamen meine Tauben einen 11. Preis, als sie von Belgien hierher zurück flogen. Habe ich eine intelligente Taube, achte ich auf die Nachkommen, die gewinnen immer Preise."

Er bietet uns 6 Tauben an, die nicht beringt sind (das muss man in den ersten Lebenstagen machen), und die er letzte Woche hätte schlachten wollen, müssen - "Leider! Bin aber noch nicht dazu gekommen...sie sind noch nicht ausgeflogen uns sind gut für euch geeignet. es sind schöne Tauben! Ich bin froh, wenn ich sie nicht schlachten muss."
Vorsichtig zeigt uns Wiesmann die Schönheit der Flügel von SEE

 Am nächsten Tag übergibt er uns 10 Tauben. "Ich habe euch noch eine Weiße und eine Dunkle ( "Schnee" und "Shaddow") dazu getan, dann habt Ihr eine Freude damit. Aber vor März nicht draußen fliegen lassen, der Habicht!!  Bei Fragen stehe ich euch jederzeit zur Verfügung."



Seitdem haben wir in unserem improvisierten Schlag mit Sunshine elf Tauben, die flattern lustig herum und Royal sagt vielleicht gerade: "Huiii, bald können sie fliegen - Schwitt - hin - schwitt - zurück -- und lacht sein Königslachen...





Elf Xaverhoftauben im Schlag, im Vordergrund "Schnee" und "Shaddow", "Sunshine" ganz rechts in der Mitte (bräunlicher Bauch, nennt man in der Fachsprache "Rot"), die anderen heißen alle  heißt "SEE".

Xaver und ich erneuern morgens und abends das Trink- und Badewasser, die Tauben schauen zu



Sonntag, 19. Januar 2014

Die blaue Stunde und die schwarze Nacht



Es ist nach 17 Uhr. Ich bin allmählich fertig mit Ausmisten, Heu und Wasser sind bereit. Die Schafe waren inzwischen auf der Weide und warten nun im Nebel geduldig auf Einlass. In wenigen Minuten wird es Nacht sein. Die Hühner sind längst im Stall, die Tauben sitzen auf ihren Plätzen, Timmi liegt träumend im Heuhaufen und Puma streicht schnurrend, gurrend und miauend um mich herum.

Da der Nebel keinerlei Licht vom Himmel durch lässt, und um den Xaverhof auch keinerlei Straßenbeleuchtung oder sonstiges künstliches Licht vorhanden ist, wird die Nacht gleich pechschwarz sein, sodass ich kaum die eigene Hand vor den Augen sehen werde. Da verstehe ich wieder, was "Nacht" ist und staune.

Fichten in der Sternen-Nacht, Tagebuch-Fries, Tusche


"Die Engel sind eingetroffen!"



Eintreffen der Blech-Engel in Hohenwarth, Beginn des Aufbaus vom "Engelweg" (Foto: GuD)

"Die Engel sind eingetroffen!" So gegrüßte mich heute Vormittag Peter Rieger, 1.Vorsitzender vom Verein "Gemeinschaft im unteren Dorf" (GuD) Hohenwarth. Während der Advents- und Weihnachtszeit hatte die Dorfgemeinschaft einen "Engelweg"  mit etwa 30 Engeln aus meiner Blechwerkstatt eingerichtet. Dazu hatten sie Lese-Tafeln mit Impulsen zum Thema "Engel" von Pfarrer Ernst-Martin Kittelmann angebracht. Heute brachte die Vorstandschaft der GuD die Engel wieder zu mir zurück.

Die Rückkehr der Engel  - mit den Ehepaaren Rieger und Pritzl

Olga und Josef Pritzl und Peter Rieger (1. Vorsizender GuD) überreichen mir ein Buchgeschenk

Eine ganz besondere Freude ist für mich ein extra anlässlich dieses Ereignisses angefertigtes Buch im Farb-Glanz-Druck, welches mit vielen Bildern und schönen Texten, zum Teil auch mit den Impulsen, versehen ist. Die Fotos und die Gestaltung hat Olga Pritzl gemacht. Das Buch ist auch auf der Internet-Seite der GuD zu sehen, wobei Ihr da die einzelnen Seiten "umblättern" und betrachten könnt.

 


Freitag, 17. Januar 2014

Mongolisches Hirtenmädchen, sich der Gnade öffnend

Bei dieser Zeichnung von  sind alle Formen ein wenig ineinander verschachtelt, so dass man etwas genauer hinsehen muss, um den Inhalt zu erkennen.

Im Zentrum der Zeichnung sitzt das "Mongolische Hirtenmädchen". Sie hockt in einer einfachen Haltung am Boden. Sie hält die Hände so geöffnet, als hielte sie eine Schüssel oder Schale. In diese unsichtbare Schale, gehalten von den leer-geöffneten Händen, kann die Gnade hineinfließen. Je leerer unsere Hände sind, und wir selber nichts anderes machen, als sie der Gnade zu öffnen, desto mehr können wir die Gnade empfangen.

 Die Szene spielt vor einem offenem Stall mit antiken Säulen. Der Christbaum im Stall erleuchtet den Innenraum. Aus ihm treten das Pony und ein Schaf. Vom Pony strömt ( man fühlt das) ein warmer Atem zum Hirtenmädel und über die ganze Szene.

Eine weitere Lichtquelle, nicht stehend wie das Licht im Stall-Raum, sondern fließend, ist er Stern mit dem Schweif. Der Schweif trägt die Inschrift: "Epiphaniaszeit", das ist die Zeit ab dem Dreikönigstag bis zum Sonntag Septuagesimae (70 Tage vor Ostern, heuer am 16.Februar). Ab da beginnt die Vor-Fastenzeit. Die Weihnachtszeit wird auch definiert von Weihnachten bis "Maria Lichtmess", das ist der 2.Februar. In manchen Kirchen und Stuben steht der Christbaum bis Maria Lichtmess (mein Christbaum steht noch).

In den Vordergrund am Boden habe ich einen Hasen, einen liegenden Hund, eine Katze, eine Erdkröte  und ein pickendes Huhn gesetzt. Diese Tiere stelle ich neben Pony und Schafen, Tauben und der Schnecke und Igel gerne dar, weil sie für mich sowohl autobiografische als auch symbolische Bedeutung haben.

Ganz vorne im Bild steht ein Engel. Auch er hält seine Hände empfangsbereit geöffnet, als wolle er dem Betrachter diese Haltung zeigen, vorführen, sie lehren. Eine Taube hat sich auf seiner linken Hand bereits niedergelassen. Die linke Hand ist das Unbewusste, die Taube ist das Glück, die Hoffnung, die Freiheit, die Verbindung zum Himmel, der Heilige Geist. Dafür sollen wir uns leer und offen halten.

Über der Zeichnung steht:

Deine Tore sollen stets offen stehen und weder Tag noch Nacht geschlossen werden, dass der Reichtum der Völker zu dir gebracht und ihre Könige herzu gebracht werden.  (Jesaja 60,11)

Das mongolische Hirtenmädel sitzt schlicht und barfuß am Boden in Gnade-empfangender Haltung. Die kleine Erdkröte befindet sich übrigens ganz links unten.



Donnerstag, 16. Januar 2014

Der Hufschmied und sein G'sell

Florian und Markus arbeiten konzentriert mit Scho Seppe

Heute waren sie wiedermal dran, die Hufe von Scho Seppe. Florian kam heute Nachmittag bei Schneesonne mit einem Hufschmied-Lehrling, dem Markus, und die beiden legten sanft, pferdeflüsternd und professionel Hand an. Scho Seppe macht bei Florian immer sehr gut mit, obwohl es eigentlich nicht seiner Art entspricht, sich die Hufe so wahnsinnig gerne auskratzen oder behandeln zu lassen - zumindest nicht von mir und Xaver :-)


Hinterhufe behandeln

 Wir freuen uns alle, dass Scho Seppes Hufe nach dem Hufrehe-schub letzten Winter nun in sehr zufriedenstellendem Zustand sind.

Und HIER habe ich ein Video über die Arbeit von Florian, Markus und Scho Seppe aufgenommen. Puma und Timmi kommen auch darin vor!


Scho Seppe wartet geduldig auf den Hufschmied und geniesst die milde Wintersonne

Gemeinsam Heu fressen

Feierabend

Montag, 13. Januar 2014

Intensive Klauenpflege


Durch den milden Winter sind bei meinen Freilauf-Schafen die Klauen mehr oder weniger aufgeweicht und zum Teil eingerissen. Das bedeutet - bedingt auch durch die 5 Neuzugänge im Sommer - ein erhöhtes Klauen-Infektionsrisiko.

Schafscherer Vater und Sohn kümmern sich gut um eine sichere Behandlung der Klauen.

Die Schafe sollten erstmal zwei Tage im geschlossenen Stall auf dick eingestreutem Stoh bleiben, damit die Klauen trocken sind. Jedes Tier wurde dann professionell ausgeschnitten und mit Blauspray gründlich eingesprüht. Bei Jorinde soll ich nach drei Tagen nochmal nachsprühen, da ihre linke vordere Klaue ziemlich infiziert war, sie hinkte schon.

Kyrilla hinkte auch, doch die Ursache war hier ein eingetretener, zunächst als Stein, dann als Dorn identifizierter Fremdkörper, der zum Glück gefunden und entfernt wurde.

Kaisa werden die Klauen geschnitten, sie sind gesund

12 Schafe trocken im Stall

Im obigen Kurzvideo können all Puma-Fans den Puma mit einem angedeuteten "Gurren" sehen - und alle Kyrilla-Fans sehen Kyrilla unter des Schafscherers "heilender Messerschneide".

Sonntag, 12. Januar 2014

Wie Phönix aus der Asche - Puma, Teil 2

Puma in der Holzkiste
Puma bei Timmi
Und so ging es weiter mit dem wilden Kater Puma, der unseren Hof seit vielen Monaten wie ein grauer huschender Schatten umkreiste, heimlich, scheu, hungrig.

Seit Xaver und ich beschlossen haben, ihn zu füttern - unter anderem deswegen, damit er keine Hühner mehr jagen musste vor Hunger oder Weizen und Lämmerkorn fressen - seit wir also beschlossen haben, ihn zu füttern, das war vor nicht mal einer Woche, seitdem weicht er uns nicht mehr von der Seite. Als wollte er sagen: "Helft mir!". Nach drei tagen ließ er sich streicheln, und wir bemerkten, dass sein Bauch dick und ziemlich hart war. Ich besorgte eine Katzenfalle, und es dauerte keine 2 Stunden, da ging Puma hinein. Noch nachts brachten wir ihn zum Tierarzt.

Der Tierarzt stellte starken Wurmbefall im Darm fest, ansonsten ein gesundes, kräftiges Tier, keine Flöhe, keine Milben, keinen Katzenschnupfen oder so.

Eine Kastration war natürlich auch notwendig, einerseits wegen Kater Peterl, andererseits um Puma vor weiteren lebensgefährlichen Wanderungen zu bewahren. Wir haben immer noch einen ungewöhnlich milden Winter, sodass die Kater-Reisen bald starten werden...

Tränen und nochmal Tränen vergoss ich, als Puma wegen einer kleinen Komplikation gestern 2 mal unter Narkose gesetzt werden musste (Nachblutung, aber zum Glück, wie sich herausstellte, nur äußerlich). Mein Herz gehört ihm ja bereits. Doch es ging alles gut aus, und gestern abend beim hoffnungsvollen Mondschein konten wir ihn nach 24 Stunden Käfig daheim am Xaverhof entlassen.

Wie dankbar er uns minutenlang um die Füße strich und schnurrte! Unglaublich!

Heute ist alles in bester Ordnung, Puma bewegt sich soverän und komunikativ als vollwertiger Xaverhof-Mitbewohner zwischen Mensch und Tier und mag niiiiie mehr alleine sein!

Wenn er gurrt: das konnte nur Biau: "GURR - BRRRRRRT".





Puma auf dem Heuballen zwischen Leckerli und Klamotten


Scho Seppe, Timmi, Dori und Puma mit Leucht-Augen. Foto: Xaver

Samstag, 11. Januar 2014

Mond überm Hühnerstall /Taubenschlag


Xaverhof, heute etwa 17.30 Uhr. Alles Federvieh schläft friedlich und geschützt und gut versorgt im von Xavers Vater (sein Name ist auch Xaver) damals vor langer Zeit arm erbauten Hütterl. Xavers Vater starb bald nach dem 2. Welt-Krieg an Asthma, aber die Maria, Xavers Mutter, lebte noch bis vor vier Jahren hier und lehrte mich das einfache, bescheidene, bedürfnislose Leben.

Freitag, 10. Januar 2014

Bunt gemixt



Am Xaverhof ist es immer so, als ob die Zeit eine andere Qualität hat oder gar stehen bleibt.

Mittwoch, 8. Januar 2014

Puma

Seit diesem Sommer beobachte ich ab und zu einen verborgenen grauen Schatten, der irgendwo um den Xaverhof huscht, aber so scheu und vorsichtig, dass ihn meine Kamera nie einfangen konnte.

Immer, wenn er herumstreifte, machten die Hühner einen riesen Radau, sie warnten sich gegenseitig vor einem gefährlichen Räuber.

Als dies vor wenigen Tagen wieder mal der Fall war, und ich gerade Katzenfutter für Kater Peterl bereit hatte, dieser aber nicht da war, rief ich ins Graue: "Muuutziii"!

 Jede bayerische Katze weiß, dass sie eine "Muuuutziiii" ist :)

Das wilde Tier pirsche sich sofort vorsichtig heran  - und kaum ging ich etwas beiseite, fraß es alles auf. Ich lieferte nach: gleich war wieder alles weg.

Bereits am nächsten Tag erwartete mich der hungrige Schleichschatten, und bereits am dritten Tag begrüßte er mich mit "Miauuu!". Xaver und ich haben beschlossen, den Kater zu füttern und zu zähmen. Xaver: "Dann hat unser Peterl vielleicht einen Gefährten." Gleichzeitig müssen wir aber aufpassen, damit es keine ungleichen Raufereien gegen Peterl gibt, denn der neue Miträuber ist noch nicht kastriert. Peterl bleibt Erstbewohner und nur er bekommt noch ausschließlich das Indoor-Angebot - zu seinem Schutz.

Hat sich hier etwa Peterl schutz-suchend in der Nähe von Timmi versteckt?

Innerhalb weniger Tage ist nun "Puma" bereits (wohl hungerbedingt) voller Vertrauen. Er hat einen Riesenhunger.



Jetzt schreien die Hühner auch nicht mehr.

Ich habe ihn Puma genannt, denn er ist groß und stark wie ein Puma.

In den nächsten Tagen ist ein tierärztlicher Allround-Check / Behandlung geplant.

Seht Ihr Pumas Zeichnung im Fell, die ganze Haltung, den Kopf und das süße Gesicht? Der Segler ist sich 100 % sicher, dass Puma ein Verwandter von Biau ist - die ja dem Xaverhof als Findelkind entstammte. Ich traue Biau zu, dass auch sie sich an irgend einem Hof unerkannt durchschlägt. Mit Puma füttere ich auch sie....




Biau im Schutz von Bruder Timmi

Dienstag, 7. Januar 2014

Pilgerin mit Rucksack und Pilgerstab

Pilgerfigur an einem alten Stall in Allersdorf
Wir müssen/dürfen weiter ziehen, jedoch nie ohne Begleitung. "Dein Stecken und Stab trösten mich." (Ps. 23, 4b)





Mit diesem Impuls von Pfr. Ernst-Martin Kittelmann setzt sich die Figurenreihe des Allersdorfer Skulpturenweges fort.


Die Impulse mit jeweils einem Foto erscheinen u.a. täglich im Viechtacher Bayerwald Boten.

Wir bekommen eine sehr positive Resonanz von vielen Betrachtern und Lesern.

Samstag, 4. Januar 2014

Zum Jahreswechsel - Teil 2

Mit diesem Gruß vom Hochwald des Bretterschachten grüßen Nikolaus und Dorothea begleitet von Hütehund Schneeberg ins neue Jahr.

Das Foto haben Pit und Hella gemacht, Basis-Freunde aus der Gründerzeit.

Ob sich damals schon Stufferhaus als Künstlerhaus, Basislager, Meditations-Stätte und Pilgerstation vor-abgeschattet hat?

Zweifesohne: JA!

Es gab für uns absolut keine andere (bessere) Wahl.

Zum Sechzigsten hat Monika mit den Stufferbuam und Mädels ein indianisches Lied mit Tanz aufgeführt.


1.Impuls zur Epiphaniaszeit: HIER

Kaisa

Kaisa (Mitte) , Fee (hinten) und Scholastika (schwarz)
Kaisa darf Heu im Überfluss geniessen

Kaisa kam im Spätsommer zusammen mit Nannerl zum Xaverhof. Der Schafscherer hat die beiden halb verhungerten Lämmer dem Besitzer genommen, saniert und zu uns gebracht. Kaisa und Nannerl machen eine sehr schöne Entwicklung. Die Hunger-Kindheit erkennt man  daran, dass Kaisa immer etwas kleiner bleiben wird.

Süße Kaisa, Du bist hier soo willkommen!

Mittwoch, 1. Januar 2014

Zum Jahreswechsel (Teil 1)

Dorischaf aus Lichtern mit Signum "D." - von Manoolo
Allen meinen Blogfans wünsche ich zum neuen Jahr Glück zu! Glück zu!

Anlässlich meines runden Geburtstages an Silvester erschien im Halbdunkel eine klingend-segnende Schar von Geburtstagsboten.
Diesen Segen gebe ich nun mit diesem Video an Euch weiter:

"...Denn er hat seinen Engeln befohlen über dir, dass sie dich behüten auf all deinen Wegen."(Psalm 91,11)

Danke Euch allen fürs Bloglesen, Kommentieren, Mitfühlen und danke für alle guten Wünsche!