Irgendwo in Schweden

Irgendwo in Schweden
Dori und Scho Seppe

Freitag, 17. Januar 2014

Mongolisches Hirtenmädchen, sich der Gnade öffnend

Bei dieser Zeichnung von  sind alle Formen ein wenig ineinander verschachtelt, so dass man etwas genauer hinsehen muss, um den Inhalt zu erkennen.

Im Zentrum der Zeichnung sitzt das "Mongolische Hirtenmädchen". Sie hockt in einer einfachen Haltung am Boden. Sie hält die Hände so geöffnet, als hielte sie eine Schüssel oder Schale. In diese unsichtbare Schale, gehalten von den leer-geöffneten Händen, kann die Gnade hineinfließen. Je leerer unsere Hände sind, und wir selber nichts anderes machen, als sie der Gnade zu öffnen, desto mehr können wir die Gnade empfangen.

 Die Szene spielt vor einem offenem Stall mit antiken Säulen. Der Christbaum im Stall erleuchtet den Innenraum. Aus ihm treten das Pony und ein Schaf. Vom Pony strömt ( man fühlt das) ein warmer Atem zum Hirtenmädel und über die ganze Szene.

Eine weitere Lichtquelle, nicht stehend wie das Licht im Stall-Raum, sondern fließend, ist er Stern mit dem Schweif. Der Schweif trägt die Inschrift: "Epiphaniaszeit", das ist die Zeit ab dem Dreikönigstag bis zum Sonntag Septuagesimae (70 Tage vor Ostern, heuer am 16.Februar). Ab da beginnt die Vor-Fastenzeit. Die Weihnachtszeit wird auch definiert von Weihnachten bis "Maria Lichtmess", das ist der 2.Februar. In manchen Kirchen und Stuben steht der Christbaum bis Maria Lichtmess (mein Christbaum steht noch).

In den Vordergrund am Boden habe ich einen Hasen, einen liegenden Hund, eine Katze, eine Erdkröte  und ein pickendes Huhn gesetzt. Diese Tiere stelle ich neben Pony und Schafen, Tauben und der Schnecke und Igel gerne dar, weil sie für mich sowohl autobiografische als auch symbolische Bedeutung haben.

Ganz vorne im Bild steht ein Engel. Auch er hält seine Hände empfangsbereit geöffnet, als wolle er dem Betrachter diese Haltung zeigen, vorführen, sie lehren. Eine Taube hat sich auf seiner linken Hand bereits niedergelassen. Die linke Hand ist das Unbewusste, die Taube ist das Glück, die Hoffnung, die Freiheit, die Verbindung zum Himmel, der Heilige Geist. Dafür sollen wir uns leer und offen halten.

Über der Zeichnung steht:

Deine Tore sollen stets offen stehen und weder Tag noch Nacht geschlossen werden, dass der Reichtum der Völker zu dir gebracht und ihre Könige herzu gebracht werden.  (Jesaja 60,11)

Das mongolische Hirtenmädel sitzt schlicht und barfuß am Boden in Gnade-empfangender Haltung. Die kleine Erdkröte befindet sich übrigens ganz links unten.



Kommentare:

  1. such a charming sketch
    fun to see all the texture in the lines

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    1. Thank you, Tammie!

      Look, the drawing in you blog at te same time as mine also with a woman in meditation on the floor and in connection with an animal and "christmas-trees"... :-)

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  2. The eyes of the pony ... they are encouraging her, urging her to open herself for Grace! Beautiful.

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    1. Dear Stille Linde, I love, that you see things, which I recognize later, after you have shown to me :-)

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  3. schönes Bild für internationale= universale Gnade.

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    1. Danke, Gelia!

      So ein ähnlicher Gedanke kam mir auch beim Zeichnen und Texten!

      In schwesterlicher Kohärenz :-)

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  4. you are so right, how fun that you also posted a woman meditating surrounded by dear animals. Fun timing!

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    1. This evening it was a completely black night and foggy at the place near the forest, where I have my animals, and I thought of you and watched the "Numinosum" of the night, because there was no electric light anywhere, which disturbes the night-flair.....

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  5. passt so gut zu unserem Gespräch

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    1. Schöne Waldgspräche mit Timmifreund

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