Irgendwo in Schweden

Irgendwo in Schweden
Dori und Scho Seppe

Mittwoch, 26. Februar 2014

Der kranke Maler Alimpij. Ein Engel malt das Bild fertig. Bild vollendet.


Die Erzählung vom Ikonenmaler Alimpij gehört zu den in der Tradition der russischen Heiligenlegenden verbreiteten Erzählungen über die wunderbare Herkunft der Ikonen. Sie beginnt damit, dass der junge Alimpij, als er in der Lehre der Ikonenmalerei ausgebildet wurde, Zeuge eines faszinierenden Vorfalls in einer Kirche wurde, wo plötzlich das Bild der Muttergottes heller als die Sonne erstrahlte. Daraufhin flog eine weiße Taube aus ihrem Mund durch den gesamten Kirchenraum zur Ikone des Heilands und wieder zurück und dann zu jedem Heiligenbild.

Einmal bestellte ein Auftraggeber zu einem Marienfest von Alimpij eine Ikone. Alimpij konnte jedoch nicht weiter malen, da er erkrankte. Alimpij wurde immer kränker. Es ging auf sein Ende zu. Da malte ein Engel die Ikone fertig.

In meinem Gemälde habe ich nicht exakt diese Geschichte wiedergegeben. Ich wollte nur erzählen, wie gerade  ein Maler - ich nenne ihn Alimpij - krank ist und ein Engel sein Bild weiter malt. Manchmal malen sich tatsächlich Bilder "selber" weiter! Das stellte zum Beispiel auch Hermann Hesses Freund und Kunstprofessosor Gunther Böhmer im Kreise seiner Studenten fest, von denen ich einen gut kannte, und der mir das erzählt hat.

Die Landschaft vor den Fenstern setzt sich im Bild gewissemaßen fort.



Alimpij liegt auf seinem Lager, welches von einem freundlich scheinenden warmen Licht durchstrahlt wird. Oder ist es das innere Leuchten des Malers?

Der Engel malt das Bild weiter.

Die Katze liegt vor Alimpijs Lager. Bevor er sich hingelegt hat, hat er ihr noch ein Schälchen Milch hingestellt.



Ein Schaf und ein Hund (dieser auch mit Schälchen!) befinden sich friedlich zu Füßen des Engels und des Malers.



Der ganze Raum ist zwar dunkel, aber gleichzeitg von einem Leuchten erfüllt.

Im Gemälde rechts tritt ein Hirsch hinzu, Symbol für eine starke Sehnsucht.


Ich möchte an dieser Stelle noch einen Brieftext mit freundlicher Genehmigung von Caro La wiedergeben. Jemand schreibt an Caro La:

'Ich wünsche Ihnen, dass Sie ... all die sorgenvollen Gedanken [er meinte die um meinen Bruder] vorüberziehen lassen können, damit Ihr inneres Leuchten vor Negativität geschützt wird und sich weiter vergrößern kann.'
Caro La:
 "Es (Caro Las inneres Leuchten) lässt sich nicht verbergen; Menschen sprechen mich immer wieder darauf an; die meisten erklären es sich mit dem Ausblick auf meine bevorstehende Pensionierung.
Ist ja nicht falsch, verfehlt jedoch die Dimensionen, in denen es täglich neu entstehen und sich weiter verbreiten darf.
Auch wenn sich immer wieder Schatten darauf legen, aber das kann nicht anders sein. Manchmal denke ich, dass ich genau diese Schatten brauche, damit sich das Leuchten nicht an sich selbst verbrennt.

Montag, 24. Februar 2014

Zum Glück! Da sind sie!

Sonne(=Sunshine), Schnee, und See 1 und 2  vorm Eingang zum Taubenschlag
Nach der vergangenen Outdoor-Nacht  ging es im Grunde nur darum, dass sich die Tauben schneller zu Hause einfinden, als der Habicht sie fängt.

Nachmittags komme ich zum Hof - alles ist still, keine Tauben zusehen. Xaver meint: "Die sind alle fort!"

Ich sehe im Taubenschlag nach: Oooooooh! Das sitzen Sonne, Schnee, See 1, See 2 und Nacht vorm Eingang! Welch Hoffnung und glückvolles Wiedersehen!

Wenn alle verloren gewesen wären, ich hätte aufgegeben.

Nacht musste noch lernen, das Einflug-Loch zu finden:

video

Noch einige schnittige Runden und lustiges Gegrurre, nochmal rein, nochmal raus dann - kommen sie.

Die Schafe kommen heim:
video

Puma schläft:

 
Timmi schläft




Nachtrag ein Tag später: Heute Morgen meldete Xaver telefonisch eine weitere "See" am Scheunen-Dach. Wir ließen trotz Grundrisiko die fünf Heimgekehrten Brieftauben nochmal raus - und bis zum Abend kamen nun tatsächlich - Glück zu! - sechs geflügelte Himmelswesen nach Hause.

Sonntag, 23. Februar 2014

Werde ich sie je wiedersehen?

So lag er da, heute Nachmittag, der Xaverhof. Im Hintergrund vom weißen Juwel des Rachel-Gipfels geziert, und - wenn Ihr genau auf das Dach seht: der Dachfirst von ganz lieben, gutmütigen, schönen Brieftauben-Juwelen geziert.

Xaver rief mich heute Vormittag an, er habe die Tauben nun endlich mal fliegen lassen, sie sollen glücklich sein, und es ist doch so ein schöner Vorfrühlingstag. "Okay, Xaver!"

Als ich gegen vier Uhr kam, sah ich sie denn alle oben am Dach.

Oh! Sogar ein Liebspaar!

 Gegen fünf Uhr waren immer noch sieben von neun Tauben auf dem Dach.

 Gegen viertel nach fünf Uhr kamen Sonnenschein und See zum Einflug. Nacht und Schnee waren noch auf dem Dachfirst, die übrigen waren nicht zu sehen.

Etwa um halb sechs beobachtete ich, wie Nacht und Schnee unendlich elegant und schnell in Richtung Wald kreisten, wieder zum Dach kamen und nochmal sehr ästhetisch und voller Energie vom Dach irgendwohin flogen. Um sechs Uhr war es fast völlig dunkel. Im Taubenschlag zu Hause sind nur Sonnenschein und See.

Ich hatte auch zwei große Vögel mit spitzen Flügeln Richtung Wald fliegen sehen.....ich nehme an, es waren vielleicht Habichte.

Nun bleibt nur noch zu hoffen, dass wenigstens noch ein paar der geliebten Himmelsboten morgen wieder da sind und heimkommen.

Ich fürchte, wir haben wiedermal verloren.

Auf der Arberkette liegt Neuschnee, im Tal ist der Frühling
Frieden-Herde

Ramona hatte im August mal gesagt. "Give the missed doves into God's hands"

Freitag, 21. Februar 2014

Alimpij auf seinem Lager

Während Alimpij krank darniederliegt, malt ein Engel seine Ikone fertig.


Hier das Detail "Alimpij" meines neuen bereits fertig gestellten (!) Gemäldes. An der Bettdecke und über dem Kopfkissen seht ihr den Orange-Rosa-Grund des darunter liegenden übermalten Gemäldes.

Ich habe das Kopfkissen rot-grün-kariert gestaltet, um ein Gefühl von "Diesseitigkeit" zu erzeugen.

Mittwoch, 19. Februar 2014

Ein Engel malt das Bild weiter, während Alimpij krank darniederliegt

Mit Ölfarben male ich auf einen Altbid-Untergrund
Ihr habt die Geschichte vom kranken Ikonenmaler Alimpij noch im Gedächtnis. Ein alter Holzschnitt und die Geschichte von Alimpij hatten mich 2011 zu einer Zeichnung inspiriert, die ich nun versuche, in Farbe umzusetzen.

Als Untergrund wähle ich ein früheres Bild, welches ich nicht mehr von Bedeutung finde. Es hat seinen Dienst bei verschiedenen Ausstellungen getan, und ich habe keine Zeit mehr, es zu betrachten.
Ein guter Bild-Untergrund! Es ist ein relativ großes Format (120 mal 100 cm). Kurz schaue ich mir nochmal das bild ganz intensiv an, es waren ganz nette Details darin, dann stelle ich es zuerst auf im Querformat - nein - dann auf den Kopf - Moment - JA - das könnte passen.

Einfach drauflos zerstören!! :)

Ob ich das Gesicht von Alimpij so hinbekomme, wie meine Schwester bei der Zeichnung gesagt hatte: "Dein Kranker auf dem Bett hat so eine sanfte Freude auf dem Gesicht, weil das mit ihm passiert."

Ich riskiere ALLES und male einfach drauflos, auch wenn es alles andere als Kunst werden sollte.

ARS TOTUM HOMINEM REQUIRIT - Die Kunst erfordert den ganzen Menschen.

Ein Bild malen bedeutet für mich immer alles einsetzen an Gefühl, Zeit, Nöten, Fragen, Herausforderungen und Mut. Ob das mir Bild nachhaltig wichtig wird, kann ich nie vorher sagen.

Montag, 17. Februar 2014

Vom Ikonenmaler Alimpij

Alter Holzschnitt
In dem Buch "Russische Heiligenlegenden" gibt es eine Geschichte vom Ikonenmaler Alimpij. Der hatte den Auftrag, eine Ikone zu malen. Er wurde aber krank und konnte nicht malen. Der Auftraggeber machte Druck, weil er die Ikone dringend für einen bestimmten Zweck zu einem festen Termin brauchte. Alimpij war aber so krank, dass es ans Sterben ging. Da malte ein Engel die Ikone fertig, und es wurde eine ganz besonders heilige Ikone.

Diese Geschichte und der daneben abgedruckte Holzschnitt mit Episoden aus dem Leben vom Ikonenmaler Alimpij inspirierte mich 2011 zu einer auf "Dori" gemachten Alimpij-Tuschezeichnung, die für mich immer noch eine wichtige irgendwie "autobiographische" Bedeutung hat.
Episoden aus dem Leben von Alimpij
Dori-Zeichnung:
 Alimpij liegt krank oder schwach auf seinem Lager, und ein Engel malt sein angefangenes Bild (eine russische Landschaft mit orthodoxem Zwiebelturm) fertig. Über Alimpijs Lager befindet ein Fenster, auf dessen Sims sich ein Vogel niedergelassen hat. Der Vogel blickt in Richtung Alimpij, als ob er ihn gerade mit einem Hoffnung verheißenden Morgengruß grüßt. Ein Hund und eine Katze liegen friedlich schlafend am Boden zu Alimpijs Füßen. Alimpij hat sie offensichtlich noch mit Fress-/ oder Milchschälchen versorgt. Hinter dem malenden Engel ist die Tür nach draußen weit geöffnet, und ein Hirsch schaut herein. Über der Tür stehen die Worte geschrieben: "Soli Deo Gloria" (Allein zur Ehre Gottes). Die Landschaft auf dem Gemälde scheint fast eine Fortsetzung der Landschft vor der Tür zu sein.
Ein Engel malt ein Bild fertig, während der Maler darniederliegt (D. 29.3. 2011).



Diesen Text hatte mir kürzlich eine liebe Schwester geschickt, und das hat mich wieder an den Alimpij erinnert. Zur Dori-Zeichnung hat mir die Schwester kommentiert:

"Also, Ikonenmalerei, da malt man doch das Göttliche!?
So ist unser Leben eine Ikonenmalerei oder könnte es sein, wenn wir es so begreifen.
Da malen gern die Engel mit, wenn unser Körper nicht mehr gut kann, weil es Gott so eilt mit einem Wiedersehen."
Dein Kranker auf dem Bett hat so eine sanfte Freude auf dem Gesicht, weil das mit ihm passiert."


Samstag, 15. Februar 2014

Das Gemälde "Bayerwaldstation" - hier einige Details

Unvermittelt tritt ein junger Mann in die Bild-Szene



























Bei diesem neu entstandenen Bild "Bayerwaldstation"- von dem ich Euch heute gerne einige Details zeigen möchte, hatte ich von vornherein eine ziemlich klare Vorstellung: einfaches Motiv, im Hintergrund Bayerwaldberge, ein paar Fichten, eine Hütte oder Scheune, ein paar Schafe, ein Pony. Nun trat unvermittelt und unvorhergesehen der junge Mann ins Bild. Mit einer freundlichen Geste begegnet er dem Pony.

Während ich noch das Gewand des jungen Mannes ein wenig mit Ölfarben plastisch gestaltete, ertönten im Hintergrund einige Sequenzen aus Arvo Perts "Te Deum" - hier in einer Aufnahme mit dem Chor des Bayerischen Rundfunks.

video

Im Offenstall des kurzen Gemälde-Videos erkennt ihr Franzhörnchen, das Walliser Schwarznasenschaf, mein neuestes Lieblingsmodell.

Franzhörnchen, im Hintergrund Fee und Scholastika (schwarz)

Freitag, 14. Februar 2014

Erste Vorfrühlingsarbeiten

Scho Seppe mag Bernhard aus Polen

Bernhard aus Polen kommt heute im "Blaumann" zum Xaverhof und ebnet die Scherhaufen ein. Der Scher (= Maulwurf) war den ganzen Winter ziemlich aktiv, da er wegen der milden Witterung wenig Grund zum Schlafen hatte. Bernhard kommt von der Landwirtschaft und versteht sich gut mit den Tieren, hat keine Angst vor Schafbock Paul, und Scho Seppe ist sein Freund, wie Ihr deutlich an Scho Seppes Gesichtsausdruck erkennen könnt.

Scherhaufen einebnen

Der ohnehin unfunktionale Mittelzaun liegt blöd in der Gegend herum, das könnte eine gefährliche Stolperstelle für springende Weidetiere sein. Bernhard und Xaver entfernen kurzentschlossen den defekten Zaun und rollen ihn noch vor dem herankommenden Regen ordentlich zusammen.

Resultat des Nachmittags: einiges Notwendige erledigt!

Defekten Zaun entfernen



Donnerstag, 13. Februar 2014

"Bayerwaldstation" - neues Gemälde angefangen

Mittel-Teil meines neu begonnenen Gemäldes "Bayerwaldstation"
Mein neues Gemälde soll nichts Besonderes darstellen. Ich habe die Vorstellung, dass nur ein paar Bäume, ein paar Schafe, eine Hütte oder Scheune und eine menschliche Gestalt mit Hund in einer von blauer Dämmerung erfüllten Landschaft den Inhalt des Bildes bestimmen sollen.

Es soll ein Sinnbild des einfachen Lebens sein, nichts Reißerisches, auch nichts Überraschendes. Auch mit der Technik möchte ich nicht besonders "spektakulär" arbeiten - nur etwas Sepia, Acryl-Aquarell, ein paar Ölfarben. Kein besonders Können will ich zeigen, nur was ganz Einfaches, aber Original-DORI-Spirit...

Vorstufe Bayerwaldstation

Montag, 10. Februar 2014

Zeichnung "in bester Gesellschaft" weiter ausgeführt

video

Die Seele ist umgeben von Heiligen, Engeln, Märtyrern  und vollendeten Seelen. Links der Heilige Franziskus mit dem Wolf, rechts - hinter der Seele - der Heilige Wolfgang, ebenfalls mit dem Wolf, darüber Engel, Märtyrer und vollendete Seelen.

Ich denke heute dabei auch an Karl Kilger (67), Ehemann einer guten Freundin von mir. Karl Kilger wurde heute in Patersdorf beerdigt.

"Jesus war drei Tage im Grab. So sind die Gräber der Christen Stätten zur Ehre Gottes und um die Hoffnung auf die Auferstehung zu stärken."

Es geht in diese Zeichnung um geistliches Leben.

Engel-Gruppe, Detail aus einer russischen Ikone



Die Seele befindet sich in einer offenen Landschaft mit Tieren und Heiligen

 Musik: media vita, antiphon, stile antica, John Sheppard

 http://www.youtube.com/watch?v=4R2TidP-UwU

Zwei Jahreszeiten in einem Gemälde

Vor der Kapelle

In diesem Gemälde "vor der Kapelle" sind zwei Jahreszeiten enthalten, gemäß der Dauer des Malprozesses, der sich über länger als zwei Jahre hinzog.

Ich begann in einem Herbst und hielt eine Mischung verschiedenen Eindrücken darin fest, Eindrücke bestehend aus dem Berg Osser, einer Böhmischen Holz-Kapelle, einem Reh, einer Schafhirtin mit Lamm auf dem Arm, einem Pony und einer Pilger- beziehungsweise Franziskus-Figur im Vordergrund (man sieht nur ihren Kopf). Eine Kuh und eine Ziege sind ganz rechts im Bild im Einzugsbereich der Schafhirtin "visionär" angedeutet.


Die Schafhirtin befindet sich mit ihrer Haustier-Gruppe unterhalb des hell erleuchteten Kapelleneingangs. Das warme Goldgelb und das frische leuchtende Grün vermitteln Frühling, österliche oder vor-österliche Gefühle.

Der linke Gemälde-Teil mit dem frei liegenden Berg Osser ist mehr in grau-ocker-oliv-Tönen gehalten und erzeugt herbstliche, vor-weihnachtliche Vorstellungen.

Ich liebe dieses Gemälde sehr, da es zwei Jahreszeiten enthält und sehr viel Frieden ausstrahlt.


video


Samstag, 8. Februar 2014

Haidhofheu

Woher haben wir unser gutes Heu?

Wir haben Heu von Wiesen, die nicht gedüngt werden. Teilweise machen wir unser Heu selber, das ist immer eine große Sache - wie für alle, die ihr Heu selber machen.

Wir haben aber auch Heu von Xavers Patenonkel.
In einem soeben hochgeladenen Video "Haidhofheu" zeige ich Euch einen typischen Ablauf, was passiert, bis wieder ein neuer Ballen "Haidhofheu" in der Xaverhof-Scheune ist.

Das Video habe ich im vergangenen November aufgenommen. Es zeigt, dass die wahre Kraft inmitten verschiedener Pannen oder Schwierigkeiten in der Gelassenheit liegt, dass Kleinigkeiten das Leben größer machen, und "dass am Xaverhof die Zeit stehen geblieben ist" (Zitat Onkel).

Hier das Video - lasst die Zeit stehen bleiben....

Donnerstag, 6. Februar 2014

Am Pilgerweg entstehen manchmal unübliche Freundschaften



Am Pilgerweg entstehen manchmal unübliche Freundschaften. Ein gemeinsames Wegstück macht uns vertraut mit Leuten, die ganz anders sind als wir. Aber wir merken bald, dass unsere Vor-Urteile oft falsch waren, und dass wir doch viel gemeinsam haben und uns ergänzen. 

Vor der Pilgerhütte wartet man gemeinsam auf Einlass und beobachtet andere Pilger.


In der Pilgerhütte drin gehen wir aber doch erstmal lieber auf Distanz

Aber dann rückt man doch näher zusammen....

Am nächsten Morgen vor der Pilgerhütte ist man sich schon bestens vertraut...


Nur ruhig Blut, die werden schon verstehen, dass mich nichts wirklich von meiner Pilger-Ruhe abbringen kann...


Im Strohlager wieder eine neue Begegnung.... man lauert hinter dem Schubkarren und sucht dennoch die Nähe.....

Es gibt auch ganz harmlose Begleiter am Weg, die einem absolut nichts weg essen, weil sie einen ganz anderen Geschmack haben...



Und wenn ich ganz erschöpft bin und nicht mehr weiter gehen kann, kommt gewiss ein Schutzengel...



  Übrigens: Niemals vergessen: Schwarze Schafe können wunderbare Freunde sein!



Mittwoch, 5. Februar 2014

Damals in der Arche Noah

Den langen Winter geduldig im Taubenschlag abwarten. Draußen wartet der hungrige Habicht...
Es war ein großer Dauer-Regen übers Land gekommen. 40 Tage und 40 Nächte lang regnete es ununterbrochen Starkregen, und das ganze Land war im Hochwasser untergegangen.

Auf dem Wasser schwamm die Arche mit Noah, seinen Leuten und den Tieren. Als es aufhörte zu regenen, lief die Arche auf einer minimal über dem Wasser herausragenden Spitze des Berges Ararat auf - dort fanden übrigens moderne Archäologen uralte Holzbohlen - Überreste der Arche? "Am siebzehnten Tage des siebten Monats ließ sich die Arche nieder auf das Gebirge Ararat." (1. Mose 8, 4)

Es ist eine Geschichte des Wartens. Geduld war gefragt, auf engstem Raum auf Rettung wartend.

Frau Noah mit ihren Tauben in der Dunkelheit in der schützenden Arche
 Die alte Geschichte der Sintflut mit der Arche Noah und dem langen Warten (Geduld!), bis die Wasser endlich wieder das Land allmählich und langsamst freigaben: "Am ersten Tag des zehnten Monats sahen die Spitzen der Berge hervor." (1. Mose 8,5b).

Eine gute Metapher für verschiedene Lebens-Situationen, in denen kein Land in Sicht ist, alles untergegangen ist in den Fluten, aber das Schiff trägt. Warten können!




Vier Brieftauben unserer kleinen Rettungs-Arche

"Aber Gott gedachte Noah..." (Text-Mitte! 1. Mose 8, 1))

Und dann schickte Noah durchs offene Fensterchen seiner Arche zuerst einen Raben, der flatterte nur hin und her und kehrte bald wieder in die Arche, dann eine Taube, die kam wieder, dann eine weitere Taube, die brachte einen Ölzweig im Schnabel mit - Beweis für Land in der Nähe, Symbol der fernen aber realen Hoffnung - und die dritte Taube kam nicht mehr zurück, sie landete und blieb dort....





Montag, 3. Februar 2014

"Von Michaelistag bis Lichtmess" ein Ölbild der dunklen Jahreszeit


Wir befinden uns hier in einem sehr sanften Winter. Die Erde ist von einer eher warm wirkenden Rauhreif- oder Schneedecke bedeckt, auf der ein Hund, ein Lamm, ein Hase und eine kleine Erdkröte still sitzen, stehen oder ruhen. Die Erdkröte bringe ich seit letztem Januar gerne in meine Bilder und Zeichnungen, da wir damals eine solche bei extremer Kälte aus dem entleerten Xaver-Brunnen gerettet und in eine Baumwurzel-Erdhöhle gebracht haben. Der Hase ist ein Symbol für Hoffnung, Fruchtbarkeit  und Auferstehung, ist aber auch als Angst-Häschen bekannt. Oder er ist einfach nur HASE.

Hase und Erdkröte

Im Gemälde ist Stille und Frieden. Der Himmel ist vielversprechend und warm über den teilweise schneebedeckten Bergen, Bayerwaldberge, Altschnee,  denn der Tannenbaum ist grün, richtig grün, fast sommerlich grün.

Die offene Hütte, von warmen Licht erfüllt, ist fast wie eine schwimmende Arche, aus Holz, oben drin wohnen Tauben.

Links im Bild sitzt in einer Höhle vor einem Schneeflocken-Sternen-Hintergrund eine Frau, die gar nichts Besonderes macht - aber gerade dadurch eine Art kosmische Weite in der engen Höhle erfährt. Hier ist auch eine Variation des Themas der bewohnten Höhle von Hase und Erdkröte zu spüren. Auch beim erleuchteten Stall, die "Arche", klingt das Thema der beschützenden winterlichen Behausung an. Alle hier dargestellten Behausungen sind offen, wirken aber trotzdem nicht kalt.

In der Höhle mit Sternen und Schneeflocken

Dieses Ölgemälde habe ich etwa vor einem Jahr begonnen, im Februar. Während des Sommers stellte ich im Laufe der Zeit fest, das es überarbeitet werden sollte, und am Michaelistag, das ist der 29. September, konnte ich das Bild mutig überarbeiten und zu seiner für mich "wahren Form" bringen.


 Der Michaelistag ist am 29. September (Tag des Erzengels Michael und aller Engel) und befindet sich am gefühlten Eingang in die "dunkle Jahreszeit". Die Tag- und Nachtgleiche ist zugunsten der Dunkelheit überschritten, und wir suchen ganz besonders den Schutz der Engel.
An Lichtmess - "Mariae Lichtmess", 2. Februar - ist der Tag abends genau um eine ganze Stunde länger geworden. Die Xavermutter zitierte gerne um diese Zeit im Jahr den alten Volks-Spruch:
"An Weihnacht um ein Hahnenschritt - an Neujahr um ein Hirschensprung - Dreikönig um ein Viertelstund und an Lichtmess um ein ganze Stund'"....

Sonntag, 2. Februar 2014

Sophie streichelt Puma - Szene auf einem Heuballen

Puma nähert sich

Puma schaut, wie Dori fotografiert

Puma ist ganz nah - nach 6 Monaten scheuer Einsamkeit in der rauhen Wildnis um den Hof herum