Aus dem Herzen zeichnen

Aus dem Herzen zeichnen
Auf dem Weg zum Stall

Leben mit Tieren

Leben mit Tieren
am Gnadenhof Xaverhof

Nachts vorm Stall

Nachts vorm Stall
Im ersten Schnee

Freitag, 30. Dezember 2016

3. Impuls: "Unter schützenden Flügeln"

"Unter schützenden Flügeln"

"Unter schützenden Flügeln" nennt sich dieses Blechbild, welches zur Zeit mit einem Dutzend weiterer großer Blechbilder unter freiem Himmel in Münchshöfen bei Kollnburg zu sehen ist. Die Installation in Zusammenarbeit mit dem Verein Pilgerweg St.Wolfgang und der Gemeinde Kollnburg ist das fünfte Winter-Projekt in Folge in verschiednen Dörfern der Region und heißt : "Im Gnadenlicht".

Der Impuls zu diesem Bild, in welchem von den Flügeln eines Engels und eines großen Raubvogels ein helles Licht ausgeht, stammt von Pilgerpfarrer Ernst-Martin Kittelmann:

Im Gnadenlicht unterwegs zu sein heißt auch, von schützenden Mächten geführt und getragen zu werden.

Donnerstag, 29. Dezember 2016

Universum gerettet

Universum in der Katzenbox
Das ist die schöne Taube mit Namen Universum. Sie hat eine Zeichnung wie das Universum. Einst aus Ullis Kathastrohen-Situation: Ulli musste ausziehen, der Taubenschlag, ohnehin nicht mehr zumutbar, wurde vom Besitzer des Anwesens vernagelt: "Ich will mit den Tauben nichts mehr zu tun haben!"(Besitzer). Ihr erinnert euch, dass wir die Tauben beim armseligen aber herzlichen Gnadenhof Xaverhof im Wohnwagen provisorisch stationiert haben. Sie fühlten sich dort wohl. Wenn Xaver die Wohnwagentür öffnete, flogen sie nicht raus, bis auf 10 (von 30) Tauben, die sich dann unentwegt vom Dach aus die neue Umgebung ansahen.  In Folge einer Zeitungs-Annonce konnten wir die Tauben, die noch nicht rausgeflogen waren, an einen guten Liebhaber-Platz vermitteln. Dort haben sie eine große Voliere.

 Briefauben, die schon mal geflogen sind, kehren im Normalfallimmer wieder an ihren Ursprungsort zuück. So auch  Universum und 5 weitere Tauben. Wir holten sie damals wieder raus aus Ullis unbewohnbaren Schlag und brachten sie in unseren Taubenschlag. Sie waren etliche Kilometer über Wälder und Felder geflogen. - Nun ließen wir sie zur Umgewöhnung längere Zeit drin, und alles klappte prima bei den folgenden Ausflügen. 

Bis vor einigen Tagen Universum nicht mehr kam. Ein Habicht? Der sucht zur Zeit von den Bäumen aus blitzschnell seine Nahrung zu erjagen! Heute Abend kuckte ich dann doch lieber nochmal in Ullis inzwischen halb abgerissenen, verbrettertem, unbewohntem Anwesen nach. Tatsächlich! Universum hatte sich irgendwie zwischen den Bretter-Ritzen hindurch gezwängt und wartete. Es ist dunkel. Eilig rüste ich mich aus (Leiter, Zange, Katzenkiste) und fahre zu Xaver. Uns gegenseitig Mut zusprechend brechen wir das Sicherheits-Schloss auf und dringen ein. Ist erlaubt, es geht um Tierschutz. Denn der Besitzer ist zur Zeit außer Landes.
Geduldig arbeitet Xaver am Öffnen des Tauben-Gefängnisses

Xaver hat Universum in Sicherheit

Zur 2. Heimat zurückbringen...

die Holztreppe rauf...

Das ist ein Begrüßungs-Gegurre von allen Seiten!

Verlorene Universum wieder gefunden!

Montag, 26. Dezember 2016

Pünktchen muss pünktlich ins Bett! (Zitat Gelia)

Foto: Konrad

Waisenkind Pünktchen ist inzwischen schon ein stattliches Hühnchen geworden. Ihr Federkleid ist rötlich hellbraun mit den schwarzen und weißen Punkten von ihrer Mutter. Seit ich Ersatz-Glucke bin, weicht Pünktchen pünktlich um 10 Minuten nach 16 Uhr nicht mehr von mir und piepst: "Dori, bring mich jetzt ins Bett!!!!"

Samstag, 24. Dezember 2016

Aus dem Lukas-Evangelium (Luk.2, 8-20)

 8 Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde.
9 Und der Engel des Herrn trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr.
10 Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird;
11 denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids.
12 Und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen.
13 Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen:
14 Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens.
15 Und als die Engel von ihnen gen Himmel fuhren, sprachen die Hirten untereinander: Lasst uns nun gehen nach Bethlehem und die Geschichte sehen, die da geschehen ist, die uns der Herr kundgetan hat.
16 Und sie kamen eilend und fanden beide, Maria und Josef, dazu das Kind in der Krippe liegen.
17 Als sie es aber gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus, das zu ihnen von diesem Kinde gesagt war.
18 Und alle, vor die es kam, wunderten sich über das, was ihnen die Hirten gesagt hatten.
19 Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen.
20 Und die Hirten kehrten wieder um, priesen und lobten Gott für alles, was sie gehört und gesehen hatten, wie denn zu ihnen gesagt war.

Die Schafe kommen zum Stall, Dori mit Huhn Pünktchen auf dem Kopf, kleiner Engel auf dem Stalldach

Freitag, 23. Dezember 2016

Mittwoch, 21. Dezember 2016

Engel fliegen und schmücken grüne Zweige


Mit Angelika in der Christuskirche Viechtach. Engel dürfen nicht zimperlich sein! Foto: Adelheid
Alljährich vor Weihnachten schaffe ich im Zuge meiner Arbeit als Messnerin in unserer kleinen (denkmalgeschützten) Holzkirche prächtige Tannen-Äste, einen großen Tannenbaum und viele helle Sterne aus Stroh für die Weihnachtsgottesdienste herbei. Da dürfen Engel nicht zimperlich sein! Sie müssen mit Waldarbeitern und  Kirchenleuten verhandeln und schauen, dass alles zuletzt ein gutes Ergebnis zum Staunen über das Weihnachts-Wunder bringt. Hier fliege ich mit Angelika umher, um lichte Sterne ins Tannengrün zu werfen, ein Altar-Bild zu machen von der Nacht, in der das Kind geboren wurde.

Der Tannenhimmel füllt sich mit vielen Sternen. Adelheid hilft mit. Lady darf auch in die Kirche.
Monika schmückt den großen Sternen-Tannenbaum

Montag, 19. Dezember 2016

Mit den Schafen in die 4.Adventswoche

 Angekommen: Begrüßung der Schafe. Ein Mongolisches Wort sagt: "Als der Himmel die Zeit erschuf, hat er genügend davon erschaffen."

Hallo, Scho Seppe!

Bevor ich den Stall für die Nacht bereite, werfe ich den Tieren einen Haufen Heu vor den Eingang zur Weide. Wir haben - das ist mein Winterwunder - genügend Heu im Sommer herbeischaffen können, um die 14 Schafe und das Pony mit ausreichend Bioheu versorgen zu können. Im Vordergrund seht ihr Jakobschaf Gobi (gefleckt, 4 Hörner!) und Franzhörnchen unser Walliser Schwarznasenschaf, (gedrehte Hörner - diese Rasse ist sehr gutmütig, behäbig, kann steile Hänge hinaufgehen!)

Warten auf Einlass

"Es treibt der Wind im Winterwalde die Flockenherde wie ein Hirt, und manche Tanne ahnt wie balde sie fromm und lichterheilig wird. Und lauscht hinaus..." ( Rainer Maria Rilke)
Der Stall ist bereit für die Nacht. Die Schafe kommen heim. Dori lacht.

Xaver vor der Jurte

Samstag, 17. Dezember 2016

"Advent im Hochgebirge" - eine Blechgeschichte

Die Blechszene "Advent im Hochgebirge" ist  zur Zeit im katholischen Pfarrhof Viechtach aufgestellt.
"Advent im Hochgebirge" heißt diese Blechszene, die seit dem 1.Advent bei der St.Augustinuskirche in Viechtach steht Aufgebaut hat sie Dietmar Müller in Zusammenhang mit dem Caritativen Adventsmarkt. Stadtpfarrer Dr.Werner Konrad schlug vor, die Adventsdekorationen  - so auch diese Geschichte aus Blech - noch eine geraume Zeit vor Ort zu belassen.

Bei der Geschichte "Advent im Hochgebirge" geht es um den Schäfer Benedikt, der alljährlich in der Adventszeit in Begleitung sienes Hundes Leo und seines intelligenten Schafbocks Knorx die verlorenen und vergessenen Schafe anderer Herden in den verschneiten Bergen Islands sucht und nach beschwerlicher Odysse ins Tal hinunter bringt. Die Erzählung ist von Gunnar Gunnarson und ist erschienen im Reclam Verlag. Als Weihnachtsgeschenk sehr zu empfehlen!

Die Blechszene "Advent im Hochgebirge" war bei meinem Kunstprojekt "7 Geschichten in 7 Dörfern" im Winter  2014/15 im Dorf Wiesing ausgestellt.

Donnerstag, 15. Dezember 2016

Krippe im Glasdorf Arnbruck bei den Glückspferden aufgebaut

Pilgerhelferin Adelheid,  Dori, Pilgerhelfer  Xaver , Hildegard Weiler (1. Vorsitzende des Vereins Pilgerweg St.Wolfgang), Friedel (Bauleiter).
Foto: Pilgerpfarrer Ernst-Martin Kittelmann

Ein trüber Tag beim Aufbau im GLASDORF ARNBRUCK. Später soll die Krippe beleuchtet werden.
Adelheid ordnet an, dass die Josefsfigur nochmal abmontiert und etwas nach links geneigt werden soll, um den richtigen Blickwinkel zur Krippe zu haben.

Pressefoto von Autor Hans Weiß, Arnbruck. Der Bericht ist am 17.Dezember erschienen. Vielen Dank! 
Im Hintergrund sieht man die Herzenspilgerin. Im Vordergrund die Reiterszene: "Im Mittelalter unterwegs".
Über Xaver  sieht man den Heiligen Wolfgang als Pilger zu Pferde gefolgt vom Wolf (Kopf abgeschnitten neben Friedels Arm).
 Ein geniales Foto!!

Pressebericht von Hans Weiß:

  Eine Krippe bei den Glückspferden im Weinfurtner Glasdorf
Die Glücksboten in der Blech-Installation am Wolfgangsweg um die Krippe ergänzt
Arnbruck. „Die Adventszeit ist – wie die Passionszeit – eigentlich eine Fastenzeit. Während wir in der Passionszeit den Kreuzweg gehen, könnte man den Weg in der Adventszeit als den Königsweg bezeichnen“, sagte die Viechtacher Künstlerin Dorothea Stuffer, die mit ihrer Vorstandschaft vom Verein „Pilgerweg St. Wolfgang“ die im Garten des Weinfurtner Glasdorfes ausgesetzten lebensgroßen Blechfiguren um eine Krippe ergänzte.
In dieser Installation von gut drei Dutzend Figuren warten die heiligen drei Könige nicht, bis der Messias zu ihnen in ihr Land kommt, sondern machen sich von sich aus auf den Weg zu Christus. Stuffer: „Bei den Glückspferden sehen wir, wie alle Pferde und Reiter auf eine Mitte zugehen. Diese Mitte bildet nun die Krippenszene. Denn der St. Wolfgangs-Pilgerweg ist ein Weg zur Mitte. Christus, der Wohltäter des Herzens, ist das Ziel. Die Glücksbotin mit den leuchtenden Herzen bildete bisher die Mitte der Blech-Installation. Nun wird durch die Krippenszene Christus als Herzens-Mitte sichtbar.“ Die Szene ist voller Sanftheit, Ruhe und Frieden, eingebettet in eine Traumwolke. Die Krippe als die große Wohltat für alle Kreaturen; auch die Katze kann unter dem Schutz der Krippe ruhig schlafen. Die Krippe ist das Ziel aller Glücksboten. – hw
Bild: Am vergangenen Mittwoch kamen auch die 1. Vorsitzende Hildegard Weiler, 2. Vorsitzende Dorothea Stuffer, Elke Weber, Friedel Dreischmeier und Xaver Hagengruber (von links). Foto: Weiß

 "Für mich ist Adventszeit= innere-Freude-find-Zeit." (Gelia)

Montag, 12. Dezember 2016

Der Weg zur Krippe - ein Ergebnis in Blech

Diese Krippenszene ist meine neueste Creation

Der Herstellungvorgang dieser Figurengruppe war ein längerer Prozess von "Dramatisch" bis  zu dieser durch und durch friedvollen Darstellung. Es ist eine Auftragsarbeit, also aufgetragen von Xaver und Friedel für das Zentrum der "Glückspferde" im Glasdorf Weinfurtner. "Die Pferde gehen dann alle zur Krippe" - so die durchaus sinvolle und richtige Vorstellung von Xaver, um deren Realisierung Friedel sich sehr engagierte, sodass ich - zum Glück! - nicht mehr NEIN sagen konnte. So entstand mitten im Getriebe vieler Verpflichtungen und sogenannter "Notfälle" -  ("Dori, kannst du bitte...!") - eine Blecharbeit, die mittendrin mein ganzes Herz in Anspruch nehmen sollte nach dem lateinischen Spruch: "Ars totum hominem requirit" (=Die Kunst erfordert den ganzen Menschen).

Gesicht Josef

Gesicht Maria

"Schlaf in himmlischer Ruh."
Diese "dramatische Darstellung" habe ich - nach wichtigen Betrachtungsgesprächen mit Friedel und Xaver - überarbetet und damit auch in meinem Inneren vom Drama zum Frieden den Weg gefunden.
Berechtigter Kummer in den Gesichtern, Grabes-Stimmung in den Windeln...

"Es soll aber eine Holzkrippe sein!" waren Xaver und Friedel sich einig. Ergo: Ich zaubere eine Traumwolke....
Frieden auf Erden

Freitag, 9. Dezember 2016

2. Impuls zu den Gnadenlicht-Bildern in Münchshöfen: Der heilige Wolfgang




 
Titel des Bildes: Der Hl Wolfgang - eine Leuchte Gottes in dunkler Zeit 


Impuls - verfasst von Pfarrer Ernst-Martin Kittelmann:

Bewahren und beschützen, das Licht des Gnade zum Leuchten bringen und zu den Menschen im Finstern bringen, das sind auch heute noch bischöfliche Aufgaben für alle Christen.

Mittwoch, 7. Dezember 2016

Die Tiere begrüßen Hajo Bach

Das scheint ein freundlicher Besucher zu sein, der Dorotheas kleine Schafherde hier besucht und fotografiert!
 
In der schönen Dezembersonne - auch ein "Gnadenlicht" - -  "unvernünftig", weil kein Geld rausspringt, nur Herzensglück.
 
Hayo Bach schreibt: 
 
"Heute um die Mittagszeit fuhr ich bei Xaver vorbei, habe niemanden antreffen können.
Das Wetter war so schön, da hab ich einige nette Bilder von den Tieren gemacht."
 
Danke, Hajo, für Deinen lieben Besuch am Xaverhof, für Deine Freundschaft zum Wolfgangspilger-Verein, für Deine Idee und den Plan "Pilgercamp Xaverhof", danke für tolle Pilger-Events und für jede Begegnung! Schön ist immer Deine herzens-tiefe und ehrliche Freundlichkeit zu Xaver und den Tieren!

Dienstag, 6. Dezember 2016

1.Impuls zu den Gnadenlicht-Blechgeschichten in Münchshöfen

"Im Gnadenlicht"


Tiefes Verstehen, ein warmer Händedruck, liebende Zuwendung;

Und alles demütig annehmen und geschehen lassen!




Verfasst von Pfarrer Ernst-Martin Kittelmann

Montag, 5. Dezember 2016

2. Advent

auf 900 Metern Höhe mit Inuit Sylvia, Hundefreundin Lady, Kaffe, Tee, Stollen, Hundewurst und zwei Kerzen im sanften Höhen-Sonnenlicht. Nordic Walking - - Wintersport!

Sonntag, 4. Dezember 2016

Was ist denn eigentlich dieses GNADENLICHT?


Alle reden zur Zeit vom Gnadenlicht: Dori-Kunstprojekt am Wolfgangsweg in Münchshöfen.

Was ist denn eigentlich dieses Gnadenlicht? Lassen wir Pfarrer Micha Boreschmann zu Wort kommen. Er hat bei der Andacht am 30.November droben in Münchshöfen eine nachhaltige Predigt gehalten, eine Predigt, die mich so gut verstehen lässt, was ich da eigentlich für ein Thema gewählt habe. Menschen, die was Richtiges zu meinen Bildern sagen, schenken mir meine Bilder, die ich sonst verlieren würde.


Zahlreiche Besucher haben sich zu dem Gottesdienst eingefunden, den Pater Joseph (vorne in Schwarz, Rücken) und dessen evangelischer Amtsbruder Pfarrer Micha Boerschmann (in Grün) vor der kleinen Dorfkapelle in Münchshöfen gemeinsam gefeiert haben.



Aus meinem Bericht für die Kötztinger Zeitung:

Pfarrer Micha Boerschmann beschrieb in einer bildreichen Ansprache das „Gnadenlicht“, welches ein ganz anderes Licht sei, als das „natürliche Licht“. Wer will schon in seinem Wohnzimmer eine 1000-Watt-Lampe haben, oder will, dass alle Aspekte, auch die dunklen, seines Lebens mit scharfen
Scheinwerfern für alle sichtbar ausgeleuchtet werden? Das Gnadenlicht des Herrn, von dem auch Martin Luther spricht, sei ein ganz anderes Licht, welches die Seele in Liebe anblickt und sie so annimmt, wie sie ist, ohne Leistung, und von innen her zur Liebe erleuchtet. Das Gnadenlicht sei keineswegs ein schummeriges Licht oder eine rosarote Brille, wodurch die Dinge mit ihren Fehlern zugedeckt oder verfälscht werden, sondern vielmehr ein Licht, welches die Seele ohne Be- und Verurteilung einfach nur gnädig, gütig, nach menschlichem Ermessen „unnatürlich“, "unrealischtisch", "unvernünftig" anschaue. (Ausschnitt Text Dori für Kötztinger Zeitung)

Die Autorin Marion Wittenzellner formuliet in ihrem Bericht im VBB:

Das "Gnadenlicht" soll nach dem Willen von Dorothea Stufferheuer zur Advents- und Weihnachtszeit von Münchshöfen aus den Menschen auf der ganzen Welt leuchten und ihre Herzen erhellen. Symbolisiert wird dieser heilsbringende göttliche Friedenschimmer durch eine 13-teilige Blechgeschichten-Serie, die die Viechtacher Künstlerin zusammen mit einem großen internationalem Helferteam auf dem Dorfanger neben der Ortskapelle direkt an der "Wolfgangsweg"-Hauptroute Viechtach - St. Wolfgang in Österreich aufgebaut hat. (Marion Wittenzellner, VBB)

Text-Ausschnitt zu Pfr. Micha Boerschmanns Ansprache aus dem Bericht von Marion Wittenzellner:

Es gibt nichts Besseres gegen die Angst der Nacht als ein kleines Licht, befand Pfarrer Micha Boerschmann. Dennoch bedeute Licht und Helligkeit nicht immer nur Gnade, sondern könne sogar Bedrohung und Folter sein. Auch könne unerwünschtes "Licht ins Dunkel" gebracht werden oder etwas ungewollt ins grelle Scheinwerferlicht rücken. Deshalb unterscheide der Reformator Martin Luther das "Gnadenlicht" vom "natürlichen Licht der Vernunft". Letzteres könne oft genug gar teuflisch und gnadenlos sein und gehöre ebenso wie die Düsternis in unsere menschliche Welt der Fehler und des Scheiterns.  Das natürliche Licht betrachte die Seele nach Vernunft, nach Willen und nach Sinn. Wenn man aber im Licht der Gnade gesehen werden wolle, dann müsse man dieses natürliche Licht oft ausschalten. Denn "Gnadenlicht" bedeute, dass einem etwas Gnädiges widerfährt, dass man von außen gesehen wird mit dem Blick der Liebe, der sage: "ich liebe dich wie du bist und mit dem, was du tust."
Das Gnadenlicht sei der Schein des Evangeliums, in dem wir als das Bild gesehen würden, welches Gott von uns hat; es sei das Licht, das in den Knacks von unseren perfekten Vorstellungen hineinleuchtet. "Denn die Liebe Gottes ist unvernünftig und sinnlos und willenlos - einfach nur Gnade! Könnt' ich das doch auch!" wünschte sich Boerschmann am Ende seiner Rede.
Marion Wittenzellner schreibt: Münchshöfen habe Glück gehabt, mit dieser Kunstinstallation das Kommen Christi feuern zu dürfen, betonte Pater Joseph. Er erinnerte daran, wie sehnsüchtig das Volk Israel auf einen Messias gewartet habe . Ohne Jesus wandelten wir auch heute noch in Finsternis, doch das "Gnadenlicht" sei ein Zeichen dafür, dass wir in Gottes Sohn Wahrheit, Liebe und Hoffnung finden. All die dargestellten Figuren würden uns dabei unterstützend führen und begleiten, denn sie hätten schon zu Lebzeiten ein Vorbild gegeben. Und selbst wer sein Dasein in noch so tiefer Finsternis friste, müsse doch keine Angst haben, weil dieses Licht ihm hell leuchte. 
Weldu (Erithrea), Xaver, Pilger Rudi und Bürgermeisterin Josefa Schmid hören der Predigt zu.
Ausklingendes Schwedenfeuer, Foto: Pilger Rudi Simeth

Freitag, 2. Dezember 2016

Impressionen zur Andacht "Im Gnadenlicht"

Die Andacht zum Gnadenlicht hat begonnen.
 Impressionen rund um die  Andacht "Im Gnadenlicht" auf 850 Metern Höhe:

 Die Schwedenfeuer und Feuerschalen leuchten und sprühen im Winterwind ihre Funken in den Himmel und über die "Walrossrücken" (Volker Sierig)  der Gebirgszüge. Gute Gedanken werden ausgesprochen und fliegen über den Wald in die Häuser der Wartenden.

Ich lasse hier und heute den Pilger Rudi Simeth sprechen. Er ist vor 3 Jahren in einer wochenlangen großen Pilgertour dem (noch zu bauendem) Wolfgangsweg von der Wolfgangskapelle bis St.Wolfgang in Österreich  gegangen und hat somit zu seiner Realisierung beigetragen. Er kam von Weiding in der Oberpfalz extra zur Andacht angereist.
 Wenige Tage vorher war er noch mit seiner Gerda in Neuseeland im Frühling.

Rudi pilgerte vor der Andacht ein Stück am Wolfgangweg: Er ging bei eisiger Kälte und starkem Wind über den Pröllergipfel und über die Käsplatten, ganz authentisch im Pilger-Rudi-Stil. Dabei hat er auch fotografiert, und einige Fotos in einer musikalisch unterlegten Diashow zusammengestellt.

Diese Diashow von Pilger Rudi mit Musik ist erlebenswert. Das sollten viele sehen und erleben dürfen! Den Link anklicken, dann beim Pfeil klicken, vorher die Lautsprecher anmachen  - und los geht die mystische Wanderung:

 30.11.16_Münchshöfen-Pröller
http://www.waldaugen.de/alle-alben/!/oa/7381102/





Pilger Rudi sagt:

 Liebe Pilgerschwester Dori,

die überaus herzliche und freudige Begrüßung und die Andacht gestern hat mir unheimlich gut getan.
Deshalb möchte ich dir und allen Pilgerhelferinnen und -Helfern dieses musikalische Bilderalbum  meiner gestrigen Erinnerungswanderung an meinem "Pilgerweg des Lebens" an den Wolfgangsee und wieder heim im Herbst 2014 widmen:

30.11.16_Münchshöfen-Pröller
http://www.waldaugen.de/alle-alben/!/oa/7381102/

Es ist so wunderbar, dass dieser Pilger-Weg besonders auch durch die herzlichen menschlichen Begegnungen über alle Zeiten spirituell weiterlebt.
Die Bilder sind mit der wunderschönen Melodie "Angel Flight" hinterlegt. Mit diesem krönenden Abschluss der Andacht und den wohltuenden Worten und Gedanken vor allem auch von Pfarrer Boerschmann ist auch mein Flug des Lebens nach Neuseeland und wieder heim in den wunderschönen Bayerischen Wald spirituell -beinahe- zu Ende gegangen.

Meine Seele war nach diesem Flug und turbulenten Ereignissen danach noch irgendwo über den Wolken "hängengeblieben". Ich fühlte mich nicht mehr dort auf diesen wunderschönen Inseln auf der anderen Seite der Weltkugel und auch noch nicht hier. Irgendwie in einem luftleeren Raum ohne Boden unter den Füssen.

Ein herzliches Vergelt´s Gott. Ihr habt mir ein großes Stück weit geholfen, die Seelen-Landung hier bei uns im Wold wieder gut hinzubekommen.

Eine besinnliche Adventszeit wünscht

Pilgerbruder Rudi 



Bürgermeisterin der Gemeinde Kollnburg und Auftraggeberin des Kunstprojekts in Münchshöfen Josefa Schmid vor der Kapelle in Münchshöfen. Xaver: "Wie ein Engel mit Jesus und der Kapelle!"