Irgendwo in Schweden

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Dori und Scho Seppe

Dienstag, 14. Februar 2017

Elisabeth im Schnee

Elisabeth im Schnee mit einem Korb voll Rosen - Blecharbeit. Die Natur erzählt mit! Standort: Xaverhof

Ihr Leben

Kaum fünf Jahre alt, musste Elisabeth ihre Heimat Ungarn verlassen und wurde an den Hof ihres zukünftigen Ehemannes Ludwig nach Thüringen auf die Wartburg gebracht.

  Sie ist sechs Jahre alt, als ihre Mutter ermordet wird, neun Jahre, als ihr Verlobter Hermann stirbt, zehn Jahre, als ihr Schwiegervater im Wahnsinn zugrunde geht. Ihr neuer Verlobter, der junge Landgraf Ludwig, war im Kirchenbann.

 Mit 13 Jahren heiratet sie Landgraf Ludwig.

Ludwig zu Walther: „Wäre dieser Berg hier rotes Gold und mein eigen, so wollte ich lieber auf ihn verzichten als auf meine liebe Elisabeth. Lass die Leute reden! Ich sage, dass ich sie liebe und auf dieser Erde nichts Lieberes besitze!“ Wie glücklich wurde doch diese Ehe. 

Dem gesegneten Ehebund wurden 3 Kinder geschenkt. Mit 15 Jahren gebar Elisabeth 1222 ihr erstes Kind, Hermann, den späteren Landgrafen von Thüringen, 1224 Sophie, die spätere Herzogin von Brabant und Stammutter der Landgrafen von Hessen, und 1227 Gertrud, die spätere Äbtissin von Altenberg.

Die Legende vom Rosenwunder

Das Rosenwunder

In der Legende des Rosenwunders wird die Mildtätigkeit und Heiligkeit Elisabeths und ihre Zuwendung zu den Armen und zur Armut ausgeschmückt. Elisabeth geht eines Tages in die Stadt, um den Armen Brot zu geben. Ihre Schwiegermutter beobachtet sie und schickt Ludwig nach, um sie zurechtzuweisen. Sie würde noch den ganzen Hof arm machen wird, wenn er zulässt, dass sie alles verschenkt. Daraufhin geht er ihr nach und bittet sie, die Schürze zu öffnen und ihm zu zeigen, was sie da verborgen hält. Elisabeth öffnet die Schürze und zum Vorschein kommen lauter Rosen. Ludwig erkennt dadurch den Willen Gottes und liebt seine Frau Elisabeth nun noch mehr.



 Während Elisabeth ihr drittes Kind erwartete, erfuhr sie, dass Ludwig auf einem Kreuzzug ins Heilige Land mitgehen sollte. Mehrere Tage begleitete sie ihn auf dem Pferd, denn sie ahnte, dass sie ihn auf dieser Erde nicht mehr sehen würde. Und so kam es. Ludwig erkrankte in Italien und starb, noch bevor er in die Heimat zurückkehren konnte. Welch ein Schock für Elisabeth. Tief erschüttert rief sie aus: "Nun ist mir die Welt und alles, was ich in ihr liebte, tot." In Gegenwart des in die Heimat zurückgebrachten Leichnams des verstorbenen Gemahls kamen folgende Worte über Elisabeths Lippen: "Wenn ich ihn lebend wieder haben könnte um den Preis der ganzen Welt, ich nähme ihn und würde dann stetsfort mit ihm betteln gehen."
Sie war erst 19 Jahre alt und schon Witwe.


 Ihr Großmut zum Nächsten

Elisabeth liebte im Besonderen ihren Gemahl und ihre Kinder mit ganz großer verantwortungsbewusster Liebe, aber auch alle notleidenden Mitmenschen, denen sie liebevoll diente. Diese Liebe drängte sie dazu, als erste Frau in der Geschichte des Hochadels, sich bis zur Erschöpfung um die Armen und Kranken zu kümmern, weil sie in ihnen Christus selbst sah. Während der großen Hungersnot 1226 verteilte sie den gesamten Getreidevorrat an die Notleidenden. Täglich verpflegte sie 900 Arme.


Satz von Elisabeth:

 „Ich habe immer gesagt: Ihr sollt die Menschen fröhlich machen!“

 
Gesicht von Elisabeth, Figur 3, Standort Stufferhaus. Insgesamt habe ich drei Elisabeth-Figuren gefertigt, eine davon für Elisabeth Sigl.

Kommentare:

  1. da erfährt man eine mir ganz unbekannte wunderschöne Geschichte

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    1. Danke, Nachtmorgen-Engel! Zu dieser mönchischen Morgengebets-Stunde haben spprituelle Menschen eine gute Zeit, solch ausführliche Texte zu verinnerlichen, ist Klostersitte oder Höhlenbewohnersitte.

      Meine Grippe ist etwas schlechter - gefühlt, nach Fieber-Euphorie jetzt eher die Heul-Phase. Wir sehen uns hoffentlich trotzdem morgen, Projekt Lady bleibt (im Minimalstil).

      Ich hoffe für uns beide auf eine erholsame Nacht! Deine Höhlenbewohnerin mit Internett.

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  2. Diesmal hast Du mir meinen Kommentar vorausgenommen:"Die Natur erzählt mit".
    Da wird das Rosenwunder noch wunderbarer.

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    1. Sieben Uhr 51 scheint auch eine gute Zeit für spirituelle Menschen zu sein! Ich freue mich über Deine Gabe, Schnee in Texte intergrieren bzw. Schnee im Text mitlesen zu können. Du bist eine Valentinsrose!

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  3. wunderschön diese Geschichte von Elisabeth und ein schweres Schicksal das sie trug und doch so barmherzig!
    Sehr schön gemalt!
    Lieben Gruss Elke

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    1. Danke, liebe Elke! Ich feue mich sehr, dass die Geschichte der Elisabeth auch Dein Herz berührt! Auch wenn ich nicht so barmherzig sein kann wie Elisabeth, so ist es mir doch eine Ehre, sie malen zu dürfen!

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  4. Lieve Dorie.
    Een verhaal van Elisabeth ,hoe veel kan een mens hebben........
    Elisabeth met de rode rozen in de sneeuw,prachtige kunst!
    lieve groet
    Christiene.

    Dear Dorie.
    A story of Elisabeth,how much can a man ........
    Elisabeth with the red roses in the snow .prachtige art!
    with kind regards
    Christiene.

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    1. Liebe Dorie, die Geschichte von Elisabeth, wie viel kann ein Mensch ........ Elizabeth mit den roten Rosen im Schnee, schöne Kunst! Lieber Gruß Christus Alpine.

      Liebe Christiene, das hast Du sehr gut gesagt: WIE VIEL KANN EIN MENSCH! Ich bin froh, dass ich diese wunderbare Frau malen konnte, und der Schnee malte mit! Herzliche Grüße und eine Valentinsrose aus Elisabeths Korb für Dich, Deine Künstlerfreundin Dori

      Dear Christiene, this you said very well: "how much can a man ....." I am glad, that I could paint this wonderful woman, and the snow painted with me! Heartgreetings and a rose of Valentin from the basket of Elisabeth from your artfriend Dori

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  5. Echt super! Leg dich bitte hin, du brauchst wirklich schlaf und viel ruhe!
    LG Adelheid!

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    1. Danke für Deinen Nachtgruß! Du hast Recht, ich schließe jetz ab, muss mich gesundschlafen!

      LG Theodosia

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  6. Beautiful drawing of Elizabeth, colored so very nicely. I enjoyed reading the sad story of Elizabeth, widowed at 19 years old.

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    1. Thank you and lovely greetings to you, dear artfriend Faye!

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