Leben mit Tieren

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Nachts vorm Stall

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Im ersten Schnee

Mittwoch, 13. September 2017

"Vom Osser" - eine Wolfsfamilie zieht in mein Gemälde ein

Wolfsfamilie - nach einer wahren Begebenheit
 Diese Wolfsfamilie gehört zum Gemälde "Vom Osser". Der 1293 Meter hohe Berg Großer Osser ist ein Grenzberg zwischen Bayerwald und Böhmerwald. Auf tschechisch heißt er "Velky Ostry". Es gibt daneben noch denauch sehr schönen "Kleinen Osser".

Im Grenzland Bayerischer Wald/Böhmerwald ist der Wolf wieder eingezogen. Aktuell wurde nun eine Wolfsfamilie mit einigen Welpen per 24-Stunden-Kamera gesichtet. Die Wolfsmutter - so vielweiß manschon länger - kommt aus Polen, der Wollfvater aus Italien. Sie leben in der Waldwildnis im Grenzkammgebiet. Es ist eine "Zoologische Sensation", dass nun, nach  150 Jahren wieder eine Wolfsfamilie im Naturpark ihre Heimat hat. Wolf, Luchs, Wildkatze und sogar manchmal der Elch sind zurück gekommen - ein Geschenk, so kann man sagen, gibt es doch diese Konstellation von Wildtieren nur noch in dem berühmten Bialowiza-Urwald in Polen. Die Bauern allerdings, die im Freien ihre jungen  Kühe und Schafe halten, sehen in der Rückkehr des Wolfs ein Problem. Bevor der Wolf wieder zum gehassten Feind wird, ist nun viel Dialog, Organisation  und Aufklärung angesagt, damit vielleicht doch ein friedliches Zusammenleben im neuen Wolfsland möglich wird.

Das Bild "Vom Osser" haben Hans Friedel und Wolfgang Lichtenegger für meine Präsentation im VIT-Journal ausgewählt. Es soll von Dieter Neumann, dem Fotografen, noch fotografiert werden. Ich hatte den beiden Künstlern Hans und Wolfgang zu meinen Bildern erzählt, dass ich durchaus manchmal beherzt in alte Bilder eingreife und dann Details um-male, die danach verlangen, umgearbeitet zu werden.

Kurzentschlossen ergriff mich gestern Abend die Idee, zwei Pferde des Gemäldes "Die Pferdefreunde" in die aktuellen Wölfe umzumalen. Den Bildtitel "Vom Osser" hat auf meinen Wunsch der Hans Friedel im Gespräch am Freitag gefunden.

"Vom Osser" Gemälde in Öl-Wachs-Acryltechnik, oben die Gebirgslinie OSSER
Vollansicht des Gemäldes mit Malerin (orange) und weißem Hund "Timmi". Die ersten Variationen im Bild passierten ab 2004!
Aus einem Bericht in der VBB habe ich meine neuen Infos über die Wolfsfamilie gefunden, Zeitung vom 17. August gefunden von Xaver. Wir haben unsere Schafe gut eingezäunt und sie sind außerdem Tag und Nacht von Xaver, Hähnen und Kater Puma bewacht.

Kommentare:

  1. *wow* ist das ein schönes Bild und mit dem Wolf passt es zusammen!
    Das Problem haben wir seit letztes Jahr massiv sie reissen bei uns viele Schafe und Kühe ... Moment ist es sehr viel sogar über einen 2 Meter hohen Zaun sind sie rüber gesprungen diese Woche und haben etliche Schafe getötet. Ich verstehe das so wieso nicht sie töten fressen aber fast nichts, beissen nur dass das Schaf nur schwer verwundet ist. Nicht nur eins gleich mehrere...
    Schade das Verhalten vom Wolf und ich bin hin und her gerissen wenn sie Wildtiere würden nehmen wäre das besser für die Schäfer und Bauern.
    Es war auch shcon dass immer wieder Wölfe dem Mensch wie spielende Kinder ran und verfolgt haben in Siedlungen.
    Sie probieren Lösungen zu finden aber ich glaub da gibt es keine und abschiessen mag ich auch nicht lassen das wäre anders wenn tollwut wäre an dem Tier. Die Wölfe wollen leben aber auch die Schafe und Kühe.
    Was wäre wenn bei dir der Wolf känme und 4 Schafe tot beissen würde?
    Lieben Gruss Elke

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    1. Liebe Elke, Du hast die Problematik voll benannt!

      Man muss auch die Bauern beziehungsweise auch die Situation der Damm-Schafe bedenken, und die Schafe sind ja so unschuldig, und der Wolf auch. Es gibt Projekte, die einen Schutz für Schafe möglich machen, zum Beispiel durch Hunde. Wölfe mögen keine Hunde, keine Esel, meiden den Menschen. Das Problem ist vor allen Dingen bei unbewachten Schafen, selbst wenn sie eingezäunt sind. Sie haben halt den Job, zum Beispiel den Damm zu mähen und sind dafür sehr gut geeignet, auch vom Fußtritt her. Das hat mir der Tierarzt gesagt, als er Alt-Schaf Angy wegen starker Atrose in den Klauen mit Schmerzmitteln behandelte. Schafe haben nämlich in der Klaue ein Gelenk!

      In Italien in den Alpen haben die alten Schäfer spezielle Schäferhunde, das ist eine bestimmte Rasse, weiß und groß und schön und lieb, die bleiben Tag und Nacht ohne Anleitung des Menschen bei der Herde! Sie wechseln sich vollkommen selbständig in der Wache ab!

      Schafe sind halt Haustiere und brauchen den Schutz des Menschen vor jeglicher Art von Naturgewalten. Meine Freundin Karin hat sogar eine Art Doktorarbeit über die Wolfsproblematik geschrieben, wo es um die wirkungsvolle Hilfe durch Hunde geht,.

      Danke nochmal für Deinen wichtigen Beitrag, liebe Elke!

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  2. die Info dass einer von Polen und einer von Italien ist wusste ich gar nicht, so weit gewandert. Das Bild ist wunderschön, und ich hoffe dass Wölfe und Bauern zurecht kommen

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    1. JA!! Ich habe sofort an die Wanderwölfe-Doku im Fernsehen (TERRA X)gedacht, auf die Du mich im Frühjahr aufmerksam gemacht hattest!!

      Ja, für die Bauern und ihre Jungtiere und die Wölfe müssen sinnvolle Lösungen gefunden und entwickelt werden. Im Artikel steht, dass das Märchen ein "happy end" haben kann!

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  3. Ich mag Wölfe und hoffe auf eine gute Lösung.

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    1. Danke, liebe Gelia, mit geht es ebenso!

      Das Gemälde ist vor knapp einer Woche von den Redakteuren des VIT-Journals ausgewählt worden. Gestern kam Fotograf Dieter Neumann und fotografierte es - ich hatte die Wölfe frisch eingefügt, aus Pferden umgewandelt zu ihrer "wahren Gestalt" - Dieter konnte - ich freue mich - auf mein Fragen hin keine "künstlich nachträgliche" Hinzufügung feststellen. So soll's ja auch sein.
      Wolfsgrüße an den Kaitersberg!

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  4. Dorie, PRACHTIG  jou wolven schilderij er is veel op te zien.
    het ziet vredig en mooi uit!
    De wolf ,de meeste mensen  hebben angst voor hun schaapskudde
    en andere dieren
    maar je hebt dag en nacht bewaking door Xavier, en kat Puma.
    lieve groet
    Christiene.

    Dorie, WONDERFUL your wolves painting there is a lot to see.
    it looks peaceful and beautiful!
    The wolf, most people are afraid of their sheep shovel
    and other animals
    but you have day and night surveillance by Xavier, and Cat Puma.
    with kind regards
    Christiene.

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    1. Dorie, WUNDERBAR Ihre Wölfe, in der Malerei gibt es viel zu sehen.Sie sieht friedlich und schön aus! Der Wolf, die meisten Menschen haben Angst um ihre Schafe und um andere Tiere, aber Sie haben Tag und Nacht Überwachung von Xavier und Katze Puma mit freundlichen Grüßen Christiene.

      Liebe Christiene, Dein Kommentar freut mich sehr! Du hast Recht, es ist ein Frieden zwischen Mensch und Haustieren und Wolf möglich, das wollte ich auch im Gemälde darstellen. Ich werde Dein Kompliment an Kater Puma und Xaver weitergeben !! :)))

      Viele Grüße, schön, Dich wieder zu sehen,
      Dori aus dem Wald

      Dear Christiene, your comment is a great joy for me! You are right, it is possible to make peace between humans and wolves, this I wanted to show in my painting. I will give your nice compliments to Xavier and cat Puma! :)))

      Many greetings, happy to see you again,
      from Dori from the Forest

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  5. Antworten
    1. Danke !!!! Wir hatten doch kürzlich das Bild betrachtet - nun wurde es für meinen Künstlerbericht im VIT-Journal ausgewählt. Da flog die Wolfsidee daher, und flugs zog die kleine Wolfsfamilie ins Bild ein - und damit wird das Bild erst vollständig!

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  6. Meine liebe Dori,

    wie schön, dass Du Dich künstlerisch den Wölfen annimmst. Die Rückkehr der Wölfe ist ein ganz heißes, politisches und durchwegs brisantes Thema. In Kürze :
    Aktuell gibt es bis auf einige wenige Leihzäune zum Schutz der Haustiere (Rinder, Schafe etc.) keine Unterstützung vom Staat. Und auch keinen "Schadensersatz" für gerissene Tiere. Das ist alles am Laufen und wird noch entwickelt, allerdings vieeeel zu langsam (weil Umwelt- und Landwirtschaftsministerium sich nicht einig sind). Minister Brunner schreit ja jetzt schon nach Abschüssen, bevor die erste zaghafte Wolfspfote überhaupt gesetzt wurde....
    Es wird Hilfe kommen, allerdings sind bis dahin vermutlich viele betroffene Nutztierhalter schon erzürnt. Und auch Ängste der Bürger müssen genommen werden, indem man aufklärt aufklärt aufklärt. Ja, man kann sicherlich noch im Wald spazieren gehen! Wo Wölfe vorkommen, gibt es sicherheitshalber gewisse Regeln zu beachten, falls man auf sie trifft.

    Zum Kommentar von Elke:
    Der geschilderte Fall mit den gerissenen Schafen ist ein ganz typisches biologisches Phänomen, was sowohl beim Marder im Hühnerstall, als auch bei Bären beim Lachsfischen (wenn unzählige Lachse zum Ablaichen die Flüsse aufsteigen) festzustellen ist: "Beuteschlagreflex" - die für ein Wildtier unnatürlich hohe Anzahl auf engstem Raum löst permanent den Tötungsreflex aus. Dafür können die Tiere nichts. Dieser Reflex hat sich aus der Jahrtausende währenden Nahrungsknappheit entwickelt, in dem die Tiere nie wussten, wann das nächste Beutetier wieder zu fangen ist....
    Elkes Kommentar ist sehr menschlich dargestellt. Der ideelle Verlust und die dadurch entstandene Betroffenheit der Schafhalter ist verständlich. Umso wichtiger ist es, die Tiere sehr gut vor den Wölfen zu schützen. Da Wölfe in der Regel nicht über Zäune springen sondern sich unten durch graben, müsste das Zaunsystem dringend überarbeitet werden. Wo wohnt Elke denn? Dann kann man ihr vielleicht einen Fachmann empfehlen..

    So, da gäb es noch ganz vieles zu erzählen, aber die Karin muss jetzt fürs Wochenende weg....

    In aller Liebe und Verbundenheit!!!

    Dipl.-Forsting. (FH) Karin Hodl

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    1. DANKE LIEBE KARIN für diese gute Information und für die Erlaubnis, ihn unter "Kommentare" zu stellen!! Habe dadurch wichtiges Neues gelernt, zum Beispiel die Sache mit dem "Tötungsreflex".

      P-S-:Elke ist eine wunderbare Vogel- u.a.- Fotografin und kommt von der Nordseeküste, wo sie täglich rumradelt und wattet und beobachtet.

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