Sonntag, 15. Februar 2026

Ein Buch für Milda zum 95. Geburtstag in Vorberetung

Vögel um und im Tanenbaum
Meine liebe Schwiegermutter Milda wird in diesem Jahr 95 Jahre alt. Ihre größte Freude ist es immer, wenn sie aus dem Schatz ihres Gedächtnisses Gedichte, Sprüche oder weise Sätze und Sprüche vorträgt. Ich höre da immer gespannt und sehr gerne zu. Sie betont alles sehr kunstvoll und man kann richtig miterleben, was in den Gedichten erzählt wird. 

Eines Tages sagte ich zu Milda: "Wir könnten von deinen gesammelte Werken ein ganzes Buch erstellen!" Milda war begeistert. Nun habe ich mich ans Werk gemacht. Wenn sie ein Gedicht vorträgt, greife ich flugs zu Stift und Papier und schreibe mit. 

Nun geht es darum, alles noch in Form zu bringen. Mein PC-Mann wird die von mir angefertigten Zeichnungen mit den entsprechenden Texten versehen und zu einem Heft zusammenstellen. 

Das Gedicht "Haus am Meer" erzählt von einer Dame, die ein wunderschönes Haus mit einem Rosengarten bewohnt, wo sie das Leben als große Feier erlebt, mit ihrem Engel spricht, der über dem Haus wacht, wo Kinder und Enkelkinder sie besuchen, sie in Briefen Freundschaften pflegt und sie Gott von Herzen dankt. 

Sie tritt morgens vor die Tür 

Schreib deine Lieben in dein Herz 

Modell Scho Seppe zeichne ich immer gern 


 Mildas Mutter Idas Abendgebet 
Harre meine Seele, harre des Herrn.

Alles ihm befehle, hilft er doch so gern.

Wenn alles bricht, Gott verlässt uns nicht.

Größer als der Helfer ist die Not ja nicht.

Ewiger Retter, Helfer in der Not,

Rett auch unsre Seele, du treuer Gott. 

 Dieses Gedicht hat Mutter Ida ihren Kindern abends immer vorgebetet. Die sechs Kinder, von denen Milda die Jüngste war,  spielten Versteck im Garten. Wenn die Abendglocken läuteten, rief Ida die Kinder zu sich zur Bank vor dem Haus und sang mit ihnen Lieder. Da rief die Nachbarin aus dem Fenster: Ach, singt doch noch ein bisschen mehr!" 

 


Putte 1

Putte 2

Putte 3 
Dies 3 Putten gehören zu einem Blatt, wo Mildas Gedanken zum Glauben aufgeschrieben werden. Hier drei Beispiele:

🧡 "Wenn ich nicht so einen festen Glauben hätte, hätte ich schon längst aufgehört zu beten." 

 🧡 Seniorenheim-Pfarrer Mader sagte zu ihr: "Frau Stuffer, wir katholischen und evangelischen Brüder und Schwestern gehören doch zusammen!"

 🧡 "Was das Sterben anbetrifft: Ich drängel mich nicht vor!"

 

Die Rosenkranzwinderin mit Weidetieren, die Glocken umhängen haben 

Auf dieses Blatt kommt eines der Lieblingslieder von Milda, hier Strophe 1:  

 Bis hierher hat mich Gott gebracht
durch Seine große Güte,
bis hierher hat Er Tag und Nacht
bewahrt Herz und Gemüte,
bis hierher hat Er mich geleit',
bis hierher hat Er mich erfreut,
bis hierher mir geholfen.

Buch-Titelblatt links oben 

Titelblatt "Aus Mildas Schatzkistlein"  

Tauben zeichne ich liebend gerne

Licht-Taube fliegt herunter 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Drei Putten 

Hahn, Glucke mit 2 Küken

Hirt mit Jakobschaf und Buch mit Schreibfeder 

 
Rehe, Baum, Hase, Igel, Grab, Wanderer, 2 Schafe, Eichhörnchen 
Vor zwei Tagen gab es im Seniorenheim eine Feier mit Akkordeon. Milda war sehr berührt und sang mir folgendes Lied vor, für welches ich obige Zeichnung angefertigt habe. Die beiden Schafe weisen auf meine teils verlorene Heimat Xaverhof hin. 

 In meine Heimat kam ich wieder,

es ist die alte Heimat noch.

Dieselbe Lust, dieselben frohen Lieder

und alles ist ein andres doch.

Die Wälder rauschen so wie einst vor Jahren.

Im Walde springt wie einst das Reh.

Doch eine Stimme hört ich sagen:

Flieh, flieh und kehr nicht mehr zurück.

Die du geliebt, sind längst gestorben

Die du geliebt, sind längst bei Gott.

 

Dienstag, 10. Februar 2026

Hinauf zur Wolfgangkapelle: Blechtiere unterwegs

Auf dem Kreuzweg zur Wolfgangskapelle 

begegnet uns eine Herde Blechtiere 

 



Entspannt stehen oder sitzen die Tiere im Hochwald 

Der Ziegenhirt 

Pferde, Alpakas, Schafe friedlich zusammen 

Zwei Winter unbeschadet in freier Natur 

Kletterschaf über Stock und Stein 

Kreuzwegstation 

Der Erzengel Michael wacht über die Szene und übers Land 

Begegnung 

Freitag, 6. Februar 2026

Das letzte Schneefeld

Stille Szenen verschieben und überlagern sich - "Das letzte Schneefeld"  (Ölfarben auf Bienewachsgrund-Katztechnik, 75/60cm

 Dieses Gemälde hat eine jahrelange Geschichte und hat schon etliche Malvorgänge erlebt.  Nun ist es mir zufällig wieder mal über den Weg gelaufen - und da ist es passiert, was ich nicht oft mache: ich habe es zerschnitten! Es gibt einen Grund. Es ist auf relativ dünne Pappe gemalt, die sich wegen der Schwere der vielen Farben und der Bienenwachs-Technik bog und sich nie wirklich eben im Rahmen halten konnte. Ein immerwährender Störfaktor! Auf Holzplatte aufkleben? Dazu hatte ich in diesem Moment keine Zeit. Mein Blick war scharf auf die Mittelszene gerichtet und die Schere war auch scharf. Ich konzentriere mich auf die zentrale Aussage und arbeite mit Pinsel und Farbe noch ein wenig gezielt an den Details.  

* Eine Althirtin, auf einem Hocker sitzend  mit ihren drei Schafen - zu ihren Füßen kommen Tulpen und Osterglocken aus der Schneedecke - 

* eine junge Bäuerin, die eine Kuh zeitelt (=melkt)  

* Eine Malerin mit Staffelei vor einem Tippiezelt 

* Offene Feuerstelle, Hund, kleiner Holzschlitten 2 Hühner 

All diese Details hat es wirklich in meinem Leben und Erleben schon gegeben, sind also autobiografisch aus verschiedenen Zeitepochen. Außer die junge Bäuerin, welche die Kuh zeitelt. Die habe ich mir nur vorgestellt. Vielleicht ist sie ein Blick in die Vergangenheit des Xaverhofs oder gar in die Zukunft?  

Die Althirtin mit ihren 3 Schafen 

Kuh zeiteln - außen und innen überlagern sich 

Die Malerin 

Hier nochmal das geschnittene Gesamtbild 

Vorher 

Schutzengel für Tauben, geschnittenes Detail 

2 Jakobschafe und blühende Bäume, geschnittenes Detail 


Mittwoch, 4. Februar 2026

Die Wildtier-Auswilderin - zwei Blechgeschichten



 Diese beiden Blechbilder sind vor drei Jahren auf dringenden Wunsch meiner 2024 verstorbenen Freundin + Adelheid + entstanden. Sie legte mir nahe, ich solle mich selber darstellen, wie ich einen Luchs und einen Wolf umarme. Ich dachte, das ist nichts für mich, ließ mich dann aber doch drauf ein. Heute gehören diese beiden Blechbilder zu meinen Favoriten und das Thema kommt sogar in mehreren Gemälden vor. 

Ich kenne drei Personen, Gelia und Karin, die schon Wildtiere ausgewildert haben. Bei Gelia war es ein verletzter Igel, den sie nach liebevoller Wiederherstellung in die Natur zurück geschickt hat und bei Karin waren es zwei Fuchsbabies. Karin hat einen Nachbarn, der ist Jäger, der ist immer megastolz auf seine erlegten Füchse und Karin bricht das Herz, wenn sie das sehen muss.  Corinna päppelt Vögel auf und entlässt sie später wieder in die Freiheit. 

 Die dargestellte Wildtier-Auswilderin nimmt gerade Abschied und hofft, dass ihre Anvertrauten eine glückliche Zukunft erleben dürfen...


Wir gehören 

doch zusammen....

 

Sonntag, 1. Februar 2026

Der Vogelfranz - eine Blechgeschichte

Am 29. März 2023 erstellte ich dieses Foto von einer etwas unter lebensgroßen Franziskusfigur, Blecharbeit

 Die Figur war im Sommer 2023 Teil einer größeren Doriblech-Ausstellung in einem alten Kloster. Für diesen Zweck hatte mein Künstlerfreund Frank sie  farblich aufgefrischt. Danach stand sie lange Zeit wieder im Stufferkeller zwischen anderen Blecharbeiten. Irgendwann zog ich sie hervor, denn ich wollte sie neu "dorifizieren".

Gesicht übermalen

 Er öffnet seine Augen

"Die Vogelpredigt"- Blechgeschichte 

 Die Legende erzählt, dass der heilige Fanziskus einst den Vögeln predigte. Sie flogen herzu und setzten sich ruhig zu seinen Füßen und lauschten aufmerksam seinen Worten. Er sagte ihnen, sie seien wunderbar ausgestattet mit einem herrlichen Federkleid, Flügeln und guten Stimmen und sie sollen stets ihren Schöpfer loben und preisen. 

 Gespräch zum Thema:

H. fragt: Wie macht man denn das, dass die Vögel so zutraulich herfliegen?

R. antwortet: : So etwas kann man nicht MACHEN. Das ist Gnade. 


Sie saß noch lang bis in die Nacht und dachte über die Predigt nach.

 

Donnerstag, 29. Januar 2026

Streichelzoo und Winterfreuden: Im Schnee wird's mollig warm

Kuschelkurs im Schnee mit Wolle 
 Es ist in der Tat so: wenn es sanft und kontinuierlich über einige Stunden geschneit hat, die Schneeberge der Räum-Aktion sich aufgetürmt haben und die Tiere das mit Sonnenenergie aufgeladene Heu friedlich und mit Genuss verzehren, dann wird ein Schneewinter gefühlt mollig warm.

 Im Vergleich Regensturm: Das wäre kalt! 

Der Schnee ist ein - Xaver würde sagen "Goldsegen", da er das Wasser nur allmählich in die Erde abgibt und somit das Grundwasser nährt. 

Anbei noch einige Impressionen der letzten Tage:

 

Vertrauen im Samenland 


Keine Angst vor großen Tieren!

Mit Kleinkind auf dem Arm ohne Handschuhe bei -7 Grad Eis hacken. Pony schaut begeistert zu. Das ist winterhart und stark!  

Traumherde 5 Schafe 

Kürzlich war der Hufschmied da und sagte, was er so noch nie gesagt hat:  "Scho Seppe ist in einem hervorragend gutem Zustand!"

Ein Buch für Milda zum 95. Geburtstag in Vorberetung

Vögel um und im Tanenbaum Meine liebe Schwiegermutter Milda wird in diesem Jahr 95 Jahre alt. Ihre größte Freude ist es immer, wenn sie aus ...