Freitag, 30. Mai 2014

Die Glücksboten kommen!

"Pilgern im Mai und die Glücksboten" - Ein Gemälde in Wachsbatik-Öl-Technik

Ein Mai-Tag im Bayerischen Voralpenland. Ein altes Dorf, belebt von einigen Menschen und Tieren, bekommt Besuch: Die Glücksboten kommen! Was teilen sie mit?

"Frieden, Glück und Wohlstand diesem Lande! Der HERR wird euch besuchen, und ihr werdet nicht mehr weinen noch traurig sein. Er wird euch heilen. Alle eure Verlorenen wird er wiederbringen, und sie werden sicher wohnen. Alles wird euch zweifach erstattet werden. Harret aus, der HERR kommt bald! Er hat euer Flehen und Rufen gehört und wird euch fortan nicht mehr verlassen. Ihr braucht nicht zu kämpfen noch zu streiten, denn er selbst wird alles glücklich und segensreich regeln. Bewahrt eure Krone, die da heißt Hoffnung, Glaube, Liebe, Vertrauen. Fürchtet euch nicht! Ebnet ihm den Weg! Glück zu! Glück zu!

Im Vordergrund sehen wir zwischen Erdhügeln und Grün ein paar Schafe, Hühner, einen liegenden weißen Hund, einen Hasen in der Höhle, ein Pony, einen Esel. All diese Tiere sind ganz ruhig und gelassen, während die teils durchaus wilden Reiter völlig un-perspektivisch - das heißt unerwartet - in die Szene eindringen.

Ein kleines Lagerfeuer in der Mitte des Vordergrundes symbolisiert den Glauben, die Hoffnung, die Liebe, welche immer durch Nachlegen einiger Holzscheite erhalten bleiben sollen.
Links unten im Bild befindet sich ein Hirte, der die Szene beobachtet und somit Augen-Zeuge ist. Seine Augen sind hell und wach, also hellwach: Hirte

Recht im oberen Teil des Vordergrundes nähern sich zwei Pilger mit Hund. Sie gehen gerade in das Dorf. Vor ihnen ist eine Leiter, die wahrscheinlich zum Übernachtungsplatz - wohl ein Heulager - führt: Pilger

Die Reiter kommen aus verschiedenen Richtungen. Bei ihrer Darstellung habe ich mich nicht an eine geregelte Raumperpektive gehalten. Dadurch wirkt die ganze Szene irgendwie wild durcheinander und sehr dynamisch. Der Betrachter springt mit dem Auge ständig in verschiedene Bild-Ebenen und erlebt so die Dynamik der Glücksreiter. Rein formal hat mir das beim Malen ganz schön zu schaffen gemacht, und ich musste einiges ausprobieren und verwerfen, bis ich zu einem Ergebnis gekommen bin, von dem ich sagen kann: Es gefällt mir. Dieses "Es gefällt mir" ist übrigens - laut Professor Butz von der Akademie der Bildenden Künste in München - das einzige Kriterium, welches dem Künstler den Weg weist.

Die Glücksboten kümmern sich nicht um eine geregelte Perspektive

Hier noch einige Details zum Anklicken:

Reiterfigur "Bayern"

Die Glücksbotin auf weißen Pferd, gekleidet in hellblau/Dunkelblau -- sie führt drei Pferde mit sich! Hinter, beziehungsweise über der Glücksbotin ist ein Wolf angedeutet. Er könnte ein Hinweis darauf sein, dass die Pilger Wolfgangspilger sind, und der Alpenzug zu St.Wolfgang/Österreich gehört. HIER

Reiterfigur "Der Aramäer". Er heißt Aramäer, weil ich gerade, als ich ihn fertig gestellt hatte, einiges über die schwere Geschichte Armeniens gehört hatte und dazu auch die wunderschöne Musik der Armenier. HIER

Fliegender Glücksbote, verbunden mit blauem Schaf. Er befindet sich vor einer alten Mauer. Diese Mauer steht für Armut und Zerbrochenheit. HIER

Mittwoch, 28. Mai 2014

Frisch geschlüpft!

Wir haben doppelten Familienzuwachs im Taubenschlag bekommen! Bereits am Sonntag entdeckte ich ein frisch geschlüpftes Taubenkind (das linke im Bild) und daneben ein noch geschlossenes Ei. Ich wollte es am Montag fotografieren, aber es war nicht möglich, denn Sonne (=Vater) und Nacht (=Mutter) brüteten abwechselnd ohne Pause wie die Weltmeister und ließen ihr noch geschlossenens Ei mit dem daneben sitzenden Taubenkind keine Sekunde allein, auch nicht, wenn Fütterzeit war - eher ungewohnt. Ich denke, sie waren sich darüber klar, dass das zweite Ei ihre volle Unterstützung brauchte. Und nun das kleine Doppelwunder! So winzig, schutzlos, federlos mit Riesenaugen, so unfertig und verletzbar sitzen die beiden ganz still in ihrem einfachen Nest! Seht ihr im rechten Ei die kleine Nabelschnur? Kaum vorstellbar, dass - wenn alles seinen geregelten Gang geht - in 20 Tagen richtige große Tauben aus ihnen geworden sein werden.

Die Kleine Nacht ist mittlerweile gar nicht mehr klein und schon eine richtige Taube geworden. Lassen wir uns überraschen, welche Farben diesmal herauskommen!

Bei der letzten Brut war das zweite Ei unbefruchtet.

Nacht brütet (Montag, 26. Mai)
Sonne brütet (Montag, 26. Mai)

Nacht und Kleine Nacht vor etwa 10 Tagen


Montag, 26. Mai 2014

Xaver und Peterl


Soeben hat Xaver beim Mist-Abladen den Peterl entdeckt. Die beiden sind ein Herz und eine Seele und sind sich einig, dass das Leben am Xaverhof nicht immer 100% exakt geordnet läuft, zumindest nicht geordnet nach gängigen Vorstellungen. Dennoch kennt Peterl die relativ geregelten Fütterzeiten und Abläufe sowie Pumas Routine-Gewohnheiten und kann sich so optimal organisieren. Der Xaverhof hat eine innere Ordnung, die sehr stark ist und auch Ruhe und Kraft gibt dem, der sich darauf einlässt.

Samstag, 24. Mai 2014

Schafe scheren - Mai 2014

Hier seht ihr, wie Pauli gerade geschoren wird.  Unser Schafscherer arbeitet direkt am Boden. Er legt Pauli in verschiedene Positionen, so kann Pauli stressfrei erleben, wie er von dem kräftigen Winter-Wollpelz binnen weniger Minuten befreit wird.
Zum Schafe scheren gehört natürlich auch die Klauenpflege und Parasiten-Kontrolle.
Ergebnis/Beurteilung: Alle Schafe sind in ausgezeichnetem Zustand.


Der Schervorgang beginnt in sitzender Position vom Kopf her. Hier: Franzhörnchen

Hier seht Ihr, wie der Schafscherer Franzhörnchen auch am Schwanz von ihrem Wollfilz geschickt und ohne sie mit dem scharfen Messer zu verletzen, befreit:

VIDEO HIER


Xaver passt inzwischen auf die noch nicht geschorenen  Schafe auf, die im Stall darauf warten, als nächstes an die Reihe zu kommen.

Hier ist Klee unterm Messer.

Sie hat eine schöne graue Wolle.

Die Wolle der anderen Schafe gebe ich dem Schafscherer mit.

Frisch geschoren springt Kyrilla zu Angy auf die Weide

Puma und Timmi warten inzwischen in stiller Eintracht, bis die Schafschur vorbei ist. Es macht ihnen gar nichts aus, dass die ganze Prozedur durchaus laut und lustig ist.

Endlich ist alles gut überstanden, und die Schafe grasen zufrieden und erleichtert auf der Weide.



Freitag, 23. Mai 2014

Das Tor

Es hat ausgetrieben und Blätter bekommen. Es ist eine Eiche, unser Tor zum Lieblingswaldstück - ein Weg er besonderen Nachhaltigkeit, den wir täglich mit Timmi gehen.

 Noch vor einigen Wochen: Inuit Sylvia und das Wald-Tor
Sylvia und Timmi auf dem Lieblings-Wegstück

"Straße trifft Herz"- nachbarschaftliches Straßenfest in der Kreuzbergstraße

Aufbau gelungen - die Hüpfburg steht   Feiern, lachen, zusammen sein - das erlebten auch dieses Jahr die Anwohner, Fans und Freunde der Kre...