Freitag, 14. Februar 2020

Ein Blumenstrauß für Snoopy

Mit Sylvia und Snoopy Dahlien

Wie gerne, lieber Snoopy, großer Freund und großer Bär, bist du mit Sylvia und mir,  deinen beiden Wahlwölfinnen und Rudelmitgliedern, spazieren gegangen und mit dem Auto gefahren - -  fast täglich hast du uns besucht, den weiten Weg auf Dich genommen, einfach abgehauen von zuhause, um mit uns den Tag zu verbringen. Du hast so vielen Freude gemacht, Kindern und Erwachsenen, mit jedem Hund bist du klar gekommen. Immer warst du der Frieden in Person.

Als Maskottchen der Stadt Viechtach bist du durch die Straßen gepilgert, immer verkehrs-sicher. Sogar die Polizei hat verstanden, dass sie dich da nicht stören dürfen mit irgendwelchen Leinen- oder Aufsichts-Vorschriften.

Dein letzter Besuch war diese Woche während des Sturmtiefs Sabine. Mitten in der Nacht machtest du Station beim Stufferhaus, hast dich abtrocknen lassen, dich neben den warmen Kaminofen gelegt, um - wir haben dir immer die Türe offen gelassen - um bald wieder weiter zu ziehen, ungeachtet des wilden Wetters. Du bist wohl dem Ruf der Wölfe gefolgt, die dich in deine Heimat bringen wollten. Am nächsten Morgen warst du wieder beim Stufferhaus nach einer langen stürmischen Nacht unterwegs, ich weiß nicht, wo. Bis zum Abend haben wir deine Gegenwart noch erlebt, dann brachte ich dich zu deiner Familie zurück. Sie wussten, dass du fast immer bei uns warst.

Mit dem Tierarzt war schon lange besprochen: Snoopy, aktuell 14 Jahre alt, Diagnose Krebs, darf gehen, wann er will und wohin er will - - - Snoopy weiß, was für ihn richtig ist.

Heute morgen bekam ich den Anruf, dass du mit dem großen weißen Wolf ins Land des immerwährenden Glücks geflogen bist.

Snoopy, gerne hätte ich mich noch von dir verabschiedet. Doch ich spüre, der Tag im Sturm vorgestern soll unser letzter Tag sein. Ich hätte mich zu sehr gegrämt, wenn ich dir hätte Auf Wiedersehen sagen müssen. Ich hätte nein zum Abschied gesagt.

Dieser Blumenstrauß, lieber Snoopy, der begleitet Dich nun. Keiner ist wie du!

Snoopy, wir vermissen Dich!

Sommertraum mit lieben Freunden

Mit Herz-Engeln - - - Foto: Adelheid
Geheimnisse - - Foto: Sylvia
Snoopy vor drei Wochen am Pilgerweg St.Wolfgang
                     Tschüs, Snoopy - -

Donnerstag, 13. Februar 2020

Alles Gute für Scholastika

Neugeborene Hirtin Dori 2006 mit Mutterschaf Klee und ihren beiden schwarzen Lämmchen
Unser braves wunderbares Schaf Scholastika wurde am 10.Februar, dem Namenstag "Scholastika", in der sogenannten "Pilgerhütte" im Jahr 2006 geboren. Es war ein schneereicher, sehr schneereicher Winter. Es waren meine ersten Lämmer, gleich 2 mal Zwillinge, und ich habe sie ganz alleine zusehend zur Welt gebracht. Denn der Besitzer der "Pilgerhütte" war einfach für immer weg. Ein Nachbar kam öfters rüber mit seinen Enkelkindern, die Lämmchen zu bestaunen. Die Enkelkinder sind heute tüchtige Erwachsene. Etwas später musste ich die Pilgerhütte samt den 6 Schafen und dem Bock "Donnerl" verlassen und landete über eine Zwischenstation beim Xaver, wo wir eine neue Hütte aus Fund-Stücken bastelten und den Gnadenhof Xaverhof ins Leben riefen. All das hat Scholastika miterlebt. Jetzt ist sie 14 Jahre alt geworden.

Meine Wunder-Lämmer von links nach rechts: Angy, Amadeus, Don Bosco und Scholastika
Scholastika heute: Sie mag nicht im Pulk fressen und geht an einen ruhigeren Platz, aber da wächst nichts.
Scholastika hat es nicht leicht gehabt, denn sie musste in den letzten Jahren ohne ihren Zwillingsbruder Don Bosco (gestorben+ vor ca 4 Jahren) und dann ohne ihre Mutter Klee (gestorben + 17.2.2019), weitermachen. Schafe können um ihre Genossen sehr trauern. Aber sie ist so tapfer und bescheiden wie ihr Bruder und ihre Mutter.

Mir fällt auf, dass sich Scholastika in letzter Zeit etwas absondert und nicht im Gedränge mitfrisst. Sie meidet einfach die Fress-Stress in der Gruppe. Bevor sie jedoch deshalb zu sehr an Gewicht verliert, isoliere ich sie seit heute für eine Stunde und lasse sie in Ruhe das notwendige Heu innen im Stall fressen, während die anderen Schafe - leicht protestierend - draußen bleiben.

Stella und Kyrilla

Franzhörnchen, mittendrin

Die besten Halme suchen
Scholastika frißt wieder gut und viel -  lieber allein
Scho Seppe und Jorinde, ganz vertieft
Unser selbstgezimmerter Schafstall im Flockenwirbel heute

Dienstag, 11. Februar 2020

Schädenbeseitiger ist doch ein toller Beruf - (Zitat Gelia)

Sabine spielt gerne Mikado!
Nachdem das Sturmtief "Sabine" mich nicht abhalten kann, den Schafen beizustehen und mir auf der Ranch die Lage vor Ort anzusehen, mache ich mich auf  auf den Weg von Viechtach nach Fernsdorf. Unterwegs liegen mehr als 10 große umgestürzte Fichten neben der fahrbahn, die aber schon zur Seite geräumt worden sind. Also: freie Bahn. Am Hof angekommen, stelle ich fest, das soweit alles okay ist, vor allen Dingen das Dach hat gehalten - nur die Westseite des Weidezaunes hat es abermals umgeweht - diesmal in die andere Richtung.

Der Weidezaun ist wichtig, vor allen Dingen schützt er unsere Tiere vor dem überdüngten Gras der umliegenden Nutzwiesen und vor dem "Bayerwaldwolf".

Mein Gedanke seit einigen Jahren: Wenn keine Helfer mehr da sind, bedeutet das das Aus des Gnadenhofes. Das heißt: Solange ich Hilfe bekomme, kann ich die Tiere weiter hier halten...
Die Tiere sind irritiert vom Lärm des Sturms und wagen sich nicht hinaus: "Doooooriiiiii Hilfeee"!!!!

Heute kommt spontan und wie ein Wunder Hilfe von zwei lieben Freunden, die zufällig ein paar Tage im Bayerwald verbringen. Ein Notruf genügt, und Sina und Björn sind vor Ort!

Die Westseite unseres Weidezaunes blickt in Richtung Dorf.

Die beiden sind durch ihre zahlreichen Alm-Aufenthalte im Weidezaun-Bauen mittlerweile nicht nur Experten, sondern auch erfahrene Schnelligkeits-Zaunbauer!

Für die Kühe auf der Hoch-Alm werden im Frühsommer die Weidezäune mit Holz-Stempen und Maschendraht aufgebaut, und im Herbst wieder abgebaut, denn Lawinen und andere Wettereinflüsse würden die Zäune vollkommen vernichten, erklärt Björn. Somit ist unser Loch im Weidezaun für Björn und Sina kein Problem, auch wenn das wetter stürmt und stören möchte. Mit einfachstem Werkzeug machen die beiden sich zielgerichtet und in Windes-Eile an die Arbeit.

Morsche Windfänger-Zaunteile entfernen, Zaun aufrichten

Holz-Stempen einschlagen

Maschendraht festziehen und mit Haken fixieren
Spaß haben und die Arbeit gerne machen
Unten auch stabilisieren
Xaver und Dori fertigen noch einige Stempen an
 Hirtin Dori wirkt eigentlich recht entspannt und von innen heraus heiter
Alex kommt zufällig auch noch dazu. Als es dunkel wird, ist der Schaden behoben.
Der Sturm hat sich gelegt, weitere Nachböen sind nochmal für morgen zu erwarten.

Montag, 10. Februar 2020

Abends vor dem Sturm


Xaver trägt einige alte Autoreifen auf das Blechdach unseres selbstgebastelten Schafstalls. Wir werden sehen, ob das Dach standhält - Surmtief Sabine ist für die spätere Nacht angemeldet. Die Schulen in ganz Bayern sind für morgen sicherheitshalber geschlossen. Bei schlechtem Wetter brauchen mich die Schafe/Tiere besonders. Schauen wir was kommt, und ob ich eine Sturmfahrt zum Xaverhof unternehmen kann. Gut, dass Xaver vor Ort ist, die Tiere sind nicht allein.

Sonntag, 9. Februar 2020

Renovierungsarbeiten am Engelweg

Bei der Marienfigur am Engelweg zum "JA der Maria" ist die Farbe zum Teil durch Sonneneinstrahlung verblasst.

Der Engelweg besteht seit einigen Jahren und verläuft auf einer Strecke von etwa 5 Kilometern zwischen Fernsdorf und Ayrhof. Eigentlich sollte er damals nur einen Winter lang stehen. Doch wegen zahlreicher und permanenter Interessen  - auch von weit her - soll er gerne noch erhalten bleiben, bis "die Tage wieder kürzer - länger - kürzer - länger - -  " werden.

Heute machte ich mich mit Sylvia bei strahlend blauem Himmel auf den Weg um nachzusehen, ob es Winter- oder Sturmschäden gegeben hat.
Erfreulich: Alle Engel und die zugeordneten Impulse sind nach wie vor in recht gutem Zustand. Entspannt kann ich daher pö a pö alle Engel für die kommende Saison - wo nötig - auffrischen. Wir haben heute gemütlich ein paar der Engelstationen ins Visier genommen.

Das Gelb erstrahlt in neuem Glanz.
Minimale Rost-Ausbesserungen im Flügelbereich
Wir nähern uns dem nächsten Engel
Impuls von Altpfarrer Ernst-Martin Kittelmann: Gibt es Schutzengel? Müßig, so zu fragen. fragen Sie lieber: Wann habe ich gestern oder heute den Schutz von Engeln erfahren."
Diesen Engel habe ich nach dem Vorbild einer russischen Ikone gemalt, ein Detail aus einer Christus-Ikone
Im Bus-Häuschen bei der Bundesstraße bei Fernsdorf gibt es 3 Engel mit 3 Impulsen.

Dieses Gesicht eines Engels ohne Flügel ist mit Ölkreide auf rostigem Grund gemalt. Das Rostige ist also beabsichtigt. Ich gehe lediglich mit einem Fixierspray drüber, um die Farbe zu stabilisieren.
Putte bei Schwarzgrub mit Hühnern

Impuls von Altpfarrer Ernst-Martin Kittelmann:

"Engel überwinden Raum und Zeit. Sie sind nicht gebunden an die Schwerkraft der Erde. Daher werden sie meist mit Flügeln dargestellt. Was zieht mich nieder? Was hält mich fest?"

Der letzte Kommentar von Gelia passt auch hier und motiviert: 

 "Schädenbeseitiger ist doch ein toller Beruf .... Ich wünsche Euch sehr, dass der nächste Sturm Euch nur ein Lächeln kostet."


 


Samstag, 8. Februar 2020

Sturmschäden beseitigen


Unser Weidezaun ist zum Teil umgekippt.
Das vergangene Sturmtief hat mit unserem Zaun "Streichhölzer" gespielt. Bei Wind und Wetter mache ich mich mit - wie immer - einfachsten Mitteln und einer Handvoll Frohsinn - sollen wir weinen? - mit Xaver ans Werk. Xaver - wenn bereit - ist immer ein richtig lustiger Kumpane und hilft gerne. Perfekt muss bei uns nichts sein, nur funktional.

Den Zaun mit Kraft wieder aufrichten und dann unterstützen

Bevor wir hier weitermachen, muss allerdings dringend eine Blechtafel oben am Stalldach wieder befestigt werden, die sich selbständig gemacht hat. Seht ihr, wie interessiert Donna und Stella zuschauen? Die Schafe hatten eine laute Nacht, alles hat gescheppert und gekracht. Die Schafe und Pony Scho Seppe  wissen, dass wir ihren Unterschlupf wieder sicher machen und haben keine Angst, wenn wir hämmernd ans Werk gehen.


Xaver richtet den (zum Glück nur kleinen) Sturmschaden am Blechdach. Xavers Schuhe zeigen seine Souveränität!
Stella und Donna schauen interessiert zu.
Es beginnt zu dämmern. Frieren ist jetzt nicht erlaubt! Wir müssen noch vor der einbrechenden Nacht die Stütz-Stempen für den Weidezaun zuspitzen!

Xaver sägt mit der stumpfen Säge, ich halte das Holz fest, und Kater Puma schaut vom Fensterbrett aus zu.

Stabilisierung erfolgreich! Ich könnte den schweren Schlegel nicht mal hochheben, für Xaver ein Spielzeug!
Ich finde noch mehr Zaunschäden. Hier Scho Seppes Vorweide

Da auch noch!
Der Reserve-Unterstand wurde auch vom Sturm abgedeckt, aber den belassen wir jetzt erstmal, ist nicht so wichtig.
Xaver schlägt beherzt die Stempen ein
Abends zuhause brauchte ich dann einen Ofen, einen Tee, ein Porridge und eine Wärmflasche. Am Montag soll nach kurzer Wetterberuhigung der nächste Sturm losgehen. Ob unser Werk standhält?

Blick in die Höhenlagen des Bayerischen Waldes

Freitag, 7. Februar 2020

Die Lichtmessfeier am Wetterstein

Der Woid-Engel - Blecharbeit

Am vergangenem Sonntag, dem 02.02.2020, war Lichtmess. Dieses Fest der Christenheit beruht auf einer sehr alten Tradition und wurde mit einer besinnlichen Feier am Wetterstein vor und in der Marienkapelle der Familie Kraus mittels eines ökumenischen Gottesdienstes gefeiert - -  ein Wunsch von der Kollnburger Bürgermeisterin Josefa Schmid in Zusammenarbeit mit dem Verein Pilgerweg St.Wolfgang.

Bürgermeisterin Josefa Schmid begrüßt die fast 30 Teilnehmer/innen des Lichtmess-Gottesdienstes bei der Krauskapelle am Wetterstein. 


Gruppenfoto - Von rechts nach links: Presseautor und Vereinsmitglied Thomas Richwien, Hildegard Weiler (1.Vorsitzende des Vereins Pilgerweg St.Wolfgang) ,Bürgermeisterin Josefa Schmid, Pater Joseph,  Pilgerhelfer Xaver Hagengruber, Monika Hilsenbeck mit dem Akkordeon, ichDori, (2.Vorsitzende des Pilgervereins), Karla Singer vom Vorstand des Vereins Pilgerweg St.Wolfgang, Kapellenbesitzerin Anna Kraus mit blauem Regenschirm und weitere Teilnehmer/innen. Einige Gäste befinden sich wegen des Regenwetters im Innenraum der Kapelle. 


Begrüßung mit Pater Joseph: "Wenn hier schon die Baumschutzengel sind, dann wollen wir doch wegen des Regenwetters dankbar sein, denn diesen lang anhaltenden Regen brauchen die Bäume und der Wald sehr dringend zum Leben."

Künstlerin Monika Hilsenbeck erzeugt eine besinnliche Pilgerstimmung mit ihrer Darstellung des Liedes: "Es ist für uns eine Zeit angekommen". Sie hat für den heutigen Lichtmess-Regentag extra die Verse so umgedichtet, dass die Pilger durch den "weichen Wiesengrund" wandern. SEHR wunderbar!

Monika Hilsenbeck singt mit Hingabe und Inbrunst
Darstellung des HERRN - Lesung aus dem Lukasevangelium, vorgetragen von Josefa Schmid

Lichtmesspredigt von Altpfarrer Ernst-Martin Kittelmann.  - HERR, bist Du nur ein Wanderer, der schnell vorbeigeht? Hilf uns doch! Nun, vielleicht trägt Jesus ja gerade unsere Belastungen und Kümmernisse weg... Simeon und Hanna warteten lange, bis sie dann doch noch in hohem Alter den Erlöser trafen, und so das Kind Jesus im Tempel in den Armen halten durften. Die Stundengebete in den Klöstern: Seit Jahrhunderten ein Harren und Warten in ungebrochener Hoffnung auf Gott - -- -
Ein paar Worte und Dank von MirDori: "Wenn die Idee ein-fällt, kann ich keinen Widerstand leisten und mache mich ans Werk. Dabei kann mich aber auch niemand mehr davon abhalten."
Ich zeige, wie sie auf der Straße kauernd mit einer einfachen Blechschere das Schwarzblech ausschneidet. 

Das alte Lied: "Wie schön leuchte der Morgenstern", vorgetragen von Josefa Schmid. Karla Singer, Monika Hilsenbeck und Thomas Richwien (nicht am Foto)
Hildegard Weiler hat zu jedem der 8 Baumschutzengel-Impulse, die Altpfarrer Ernst-Martin Kittelmann verfasst hat, eine Fürbitte hinzugefügt. SEHR wunderbar!
Freund Thomas Richwien, Mitglied vom Verein Pilgerweg St.Wolfgang trägt das Psalmgebet aus Psalm 86 vor. Er ist gleichzeitig Presse Autor. 
Fotos: Josefa Schmid / Dori

Video "Es ist für uns eine Zeit angekommen mit Monika Hilsenbeck in der "Mildwinter-Ausgabe", selbst spontan gedichtet:

KLICK HIER

"Straße trifft Herz"- nachbarschaftliches Straßenfest in der Kreuzbergstraße

Aufbau gelungen - die Hüpfburg steht   Feiern, lachen, zusammen sein - das erlebten auch dieses Jahr die Anwohner, Fans und Freunde der Kre...