Irgendwo in Schweden

Irgendwo in Schweden
Dori und Scho Seppe

Sonntag, 4. Mai 2014

Löwe

Löwe ist ein kräftiger wilder Kater, der NICHT am Xaverhof wohnt
Das ist Löwe. Bisher konnte ich ihn nie länger als eine fünftel Sekunde sehen. Er ist da - und schon wieder verschwunden. Wir beobachten seine verborgene Anwesenheit schon länger. Auf jeden Fall schon viel länger als den Puma, der ja vom letzten Sommer bis bis zum Januar als grauer Schatten mehr oder weniger unsichtbar herumstreunte.

Vermutlich hat Löwe ein großes Revier, denn er ist nicht immer da.

Ich wollte wie gewöhnlich den Peterl auf dem Audi hinten in der Scheune füttern und rufe ihn leise, während Puma vorn im Cinquecento frisst. Das ist unser neues gut funktionierendes Mahlzeiten-Ritual für unsere zwei noch nicht befreundete Kater. Doch Peterl kommt gar nicht. Ich schaue immer wieder nach - niemand. Doch! Ah, denke ich, da ist ja der Peterl! -  und eile nochmals zum Audi. Da erschrickt ---- Löwe und begibt sich weiter nach innen. Ich habe den Foto dabei und fotografiere ihn. Nun kann ich in Ruhe die Fotos studieren und nachsehen, wie Löwe genau aussieht. Er ist auf jeden Fall sehr kräftig, hat ein schönes glänzendes gelbes Fell und ist gut genährt.

Löwe hat ein seidiges gelbliches Fell und ist gut genährt

Ich habe allerdings aus Ruhegründen nicht vor, ihn unserer Kater-Gruppe gezielt hinzu zu fügen. Als ich gerade fotografiere, kommt Puma mir nach. Er erkennt Löwe und wirkt eingeschüchtert. Später beobachte ich nochmal draußen eine Szene, wo Puma rückwärts gehen muss.

Puma duckt sich, als er Löwe sitzen sieht (2 Leuchtaugen oben Mitte)

Löwe trollt sich, als ich versuche, mich an ihn heran zu pirschen
Löwe ist menschenscheu und geht weg, als ich ihm nachgehe.

Kommentare:

  1. Faszinierend! Doch die regelmäßige Fütterung von Puma und Peter wird Löwe sehr bald ebenso regelmäßig anziehen. Und wenn sich jetzt schon der starke Puma duckt, wie wird dann Peterl satt? O Dori, so ein Paradies bringt auch ganz Unparadiesisches = Natürliches mit sich. Bin gespannt, wie's weiter geht.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Du hast ja so Recht, liebste Carola: Manchmal kann die Natur, also das Natürliche, wie z.B.Revierstreitigkeiten bei Katzen alles andere als paradiesisch sein. Da ist es nun in gewissen Fällen die Aufgabe für mich als "MIttler(in)" Mensch, eine von der Idee des paradiesischen Friedens geprägte Lösung zu finden. Dazu brauche ich nicht nur Wissen, sondern auch Intuition, Beobachtungsgabe, Glück und die Hilfe von guten Beratern.

      In meinem Katzenbuch steht, dass zwei Kater, die sich nicht gut vertragen, zusammenhalten lernen, wenn sie gegen einen Eindringling kämpfen. In der folgenden Nacht war Puma nicht wie gewohnt im Xaverhaus, sondern outdoor. Peter war am nächsten Tag VOLL müde - Löwe war nicht da. Ergo: Wer weiß, was das für eine Kater-Party war :) !!

      Auch habe ich Informationen, dass Löwe wohl kein Problem ist, da er schon sehr lange ab und zu hier ist und außerdem nicht auf den Menschen fixiert ist. Ich nehme an, er kommt und geht wie sonst auch. Ich hatte erst auch die Befürchtung eines neuen Revierkampf-Mitglieds, bin aber nun wieder gelassener und zuversichtlicher, dass alles doch noch gut wird/bleibt. Xaver will groß einladen, wenn sich die Kater vertragen.... :)

      Löschen
  2. ich bin gespannt wie die beiden Kater weiterhin mit Löwe umgehen. Hoffentlich gibt es keine Probleme.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Stimmt: Mir geht es auch so: ein Zustand zwischen Spannung und Hoffnung. Das wird den Katern auch so gehen. Ich hab in meinem Katzenbuch gelesen, dass Langeweile Katzen GAR NICHT mögen! Nun: DIE haben sie nun gewiss nicht! :)))

      Löschen
  3. guter Name für dieses Tier.
    Nun braucht Peterl auch einen Raubtiernamen, oder ist er schon zu menschlich?

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Das ist süß, was du sagst, süße liebe Gelia! Peter ist halt adelig geboren: Peter VOM Xaverhof, Puma und Löwe hingegen sind erst adelig gesprochen: Puma und Löwe ZUM Xaverhof :))))

      Löschen
  4. Jetzt hört aber auf mit 'von' und 'zu'! Wie soll ich das meinem so ganz unadeligen, aber so lieben, streichelbedürftigen Mischa erklären, der mir fast täglich die Füße wärmt und brav vom Tellerchen in der Küche frisst, statt auf ausrangierten Audis und Cinquecentos zu dinieren? Dabei würde er rein optisch ganz hervorragend in die illustre Xaver'sche Katzengesellschaft passen, gell, Dori? ;-) Doch bringen wir die vier Raubtiere lieber nicht zusammen, sonst hätten die Tierärzte zu tun ...

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danke, ich habe so entspannt und erfreut laut gelacht, als ich gerade diesen Beitrag totmüde kurz vor Mitternacht lese, Caro-La, Beschützerin so vieler Kreaturen, zwei, und vierbeinig.

      Löschen