Meine Schafe und ich

Meine Schafe und ich
In der Xaverhof-Einöde

Montag, 10. Dezember 2018

Der Wunder-Engel


Gesicht eines Engels, gemalt auf Blech mit wenigen Pinselstrichen
Das ist mein Wunder-Engel!

Dieses Gesicht habe ich life vor der Kamera des BR Sternstunden-Fernsehens gemalt, mit leicht zittriger Hand, wie bei der Führerschein-Prüfung, darf niemand merken!

Warum Wunder-Engel? Na, einen Engel vor laufender Kamera malen, und mit Handanlegung eines sehr tollen Moderators - das ist schon ein Wunder an sich!

Heute, beim Aufräumen des Malerzimmers nach dem TV-Besuch, habe ich den halbfertigen Engel mal an der Türkante aufgestellt, und  da merke ich: Es ist ein Wunder-Engel!

Beim Drehen der am 19. Dezember um 19 Uhr ausgestrahlten Sendung "Stationen" wurde ich gefragt, was für mich Engel bedeuten. Wenn ich jetzt den Schafstall ausmiste oder abspüle oder koche oder blogge, dann fallen mir viel intensivere Antwirten ein, als ich gesagt habe, meine ich. Aber vielleicht war es gut und richtig, dass ich "einfach" geblieben bin. Hoffentlich!

Was bedeuten für mich Engel?

Was bedeuten für mich Engel???

Sie kommen von Gott und helfen und sind einfach da. Sie kommen in zerbrochene Situationen, dahin, wo sonst fast niemand hingehen mag. Über denen, die im Schatten des Todes sitzen, scheint es hell, bis das Licht in ihren Herzen widerstrahlt.  Hoffnung den Hoffnungslosen. Kraft den Müden. Mut den Verzagten. Herzensfrieden den Unruhigen. Information den Unwissenden, Wegweisung den Verirrten, Gesellschaft den Einsamen. Freude den Traurigen und den Fröhlichen.

Irgendwann, ich hoffe bald - werde ich diesen Engel fertigmalen. ganz vorsichtig, damit ich das Wunder nicht störe....

Wunder-Engel mit Jakobschaf, Blech, grundiert, teils rostig

"Dorothea Stuffer bemalt mit Moderator Benedikt Schregle einen Engel in ihrem Atelier" - Foto: Thomas Hobelsberger, Viechtacher Anzeiger.

Samstag, 8. Dezember 2018

2. Drehtag BR TV Sternstunden am Hohen Bogen

Engel am Hohen Bogen
Heute früh gegen 9 Uhr kamen Xaver und ich zum 2. Drehtag beim Gasthaus Schönblick oben am Hohen Bogen (in Wolke eingehüllt) an. Das Filmteam hat oben in der Berghütte übernachtet und "SEHR gut geschlafen heute Nacht".

 Heute geht es darum, einige Blech-Engel hier oben aufzustellen. Xaver wird eine wichtige Rolle beim Montieren spielen. Ich werde dem Drehbuch folgend ein kurzes Gespräch über meine persönliche Beziehung zu Engeln mit Moderator Benedikt Schregle führen. Es geht übrigens so viel ich mitbekommen habe bei dieser Sendung auch um eine Spendenaktion von "Sternstunden" für ein Unfallkind. Passt zu Gnadenhof, passt zu Engeln, passt zu Impuls-Gebeten und zu Xaver!

Gleich wird gedreht, wie wir mit den Engeln in der Hand der Kamera entgegen gehen.
Filmen, wie ein Engel an einem Baum installiert wird. Ich finde, der Nebel ist ein guter Schnee-Ersatz für Adventstimmung.

Hier geht es um Xaver: Stempen einschlagen und Engel befestigen. Im Vordergrund die beiden wunderbaren Regisseurinnen, die auch für das Drehbuch verantwortlich sind.
Xaver in Aktion - Profi-Männer filmen!
Impuls anbringen: "Gibt es Schutzengel? Müßig, so zu fragen. fragen Sie lieber, wann habe ich gestern oder heute die Dienste von Engeln erfahren." (Altpfarrer Ernst-Martin Kittelmann)

Einöd-Adventskalender "8" HIER

Donnerstag, 6. Dezember 2018

Das Fernsehen kommt! Heute erster Drehtag!

Heute Morgen stehen vor meiner Garage-Blechwerkstatt drei spannende Autos. Sie kommen, die Filmemacher aus München!


Wenn alles steht, werde ich mit "Stationen"-Moderator Benedikt Schregle einen großen Blechengel ausschneiden. Alles vor laufender Kamera natürlich!
Sie treten ein, verteilen helle Lampen, bringen Mikrophone und riesige Kameras. In meinem ärmlichen "Hütterl" ziehen Engel ein! Konzentrierte, ruhige Anweisungen und Überlegungen, -  eine freundliche abgestimmte Zusammenarbeit, so wie ich sie mir zum Beispiel im Himmel vorstelle. 
Alles kann ich ja nicht fotografieren, ich bin schließlich zum Künstlern und Dialogisieren geplant. Das Team wird sich bald mit der gesamten Ausrüstung nach oben ins Malerzimmer begeben, wo es an die Bemalung des Engels geht - wieder zusammen in Aktion mit Benedikt Schregle. Sie filmen, wie Benedikt das Gewand der Engelfigur auf Rost in Rottönen koloriert, während ich das Gesicht versuche, hinzuzaubern. Mit wenigen Strichen soll es Autorität, Wohlwollen, Ruhe und Vertrauen ausstrahlen, wie ich selbst erzähle. Das schaffe ich nur, wenn mir ein Engel unsichtbar die leicht zitternde Hand hält!

"Das Engelgesicht strahlt Autorität, Ruhe und Vertrauen aus." erzähle ich Benedikt Schregle und der laufenden Kamera.
Nächste Station: Gnadenhof Xaverhof. Hier beginnt der Engelweg, der nun schon seit 2 Jahren die Besucher erfreut. Herzliche Begrüßung mit BR-Fernsehteam und Xaver und allen Tieren. Altpfarrer Ernst-Martin Kittelmann kommt auf Wunsch vor Ort. Danke! Er wird uns in den folgenden Stunden begleiten und unterstützen.

Begrüßung der Tiere. Kurz darauf werden auch sie gefilmt.

Benedikt Schregle stellt die Frage an Pfarrer Ernst-Martin Kittelmann: "Wie gehören Engel und Gnadenof eigentlich zusammen?"
Antwort des Altpfarrers: "Engel übermitteln die Gnade Gottes - nicht nur den Reichen - auch den Armen - und auch den Tieren."
Wir gehen ein Stück am Engelweg. Kamreas immer dabei!
Liftstation Hoher Bogen: Die Blechengel fahren (fliegen) mit dem Sessellift zum Gipfel, wo sie aufgestellt werden sollen. Auch ich werde mit Sessellift und Engel über aufregenden Höhen in mystischen Nebeln schweben, sowie Xaver, Pfarrer Kittelmann und Benedikt Schregle. 

Vorstudien des Kameramann
Sanft schwebend in die Nebel des Hohen Bogen

Nach dieser Drehszene hüllt sich der Hohe Bogen unaufhaltsam in eine Wolke ein und verbirgt sich in der Dämmerung. So wird es sein, dass wir morgen früh nochmal weiterdrehen: Aufstellen der Engelfiguren im Hochwald Hoher Bogen!

Ach ja!! Heute war ja Nikolaus!!!

Hinweis: Die fertig verarbeiteten Szenen werden am 19. Dezember im BR-Fernsehen um 19 Uhr in der Sendung "Stationen" zu sehen sein.

Für die Adventskalender "Einöde"-Freunde: 7  KLICK HIER

Mittwoch, 5. Dezember 2018

Bei schlechtem Wetter

Snoopy bellt...

Snoopy bellt, weil er bei diesem Regenwetter nass wird - außer er geht unter Dach, was wir am Gnadenhof Xaverhof zum Glück haben!

Altschaf Klee hat Sonder-Rechte und darf sich während der Stallarbeit im Heulager aufhalten, was ihr sehr gefällt.
Moni bringt von hinten einige Heupakete für Bereitschaft. Klee frißt brav.
Xaver bringt Wasser in den Stall.
Fast wie im Paradies: Moni, Snoopy, Puma und Klee
Gut versorgt
Für die Einöd-Adventskalender-Freunde:

Tag 5: KLICK HIER 

Tag 6: KLICK HIER

Sonntag, 2. Dezember 2018

Ein neuer großer Blech-Engel ist entstanden

Heute in meinem Malerzimmer: Verkündigungsengel vor dem Gemälde "Die Heuspende"
Manchmal passieren Kunstwerke. Sie wollen einfach entstehen, und ich habe keine Möglichkeit, mich dagegen zu wehren. Seit gestern wollte dieser Verkündigungsengel entstehen. Warum sollte ich was dagegen haben? Bei dieser Art von Arbeit bin ich einfach zuhause. "Kunst kommt nicht von Können, sondern von Müssen" - oder wie Gelia diesen Ausspruch eines Musikers umformuliert hat: "Kunst kommt von Nicht anders Können!"

Hier die Entstehungsgeschichte seit gestern Morgen:

Beim Frühstück kommt mir die starke Inspiration,einen Engel aus Blech zu gestalten. Eine russische Miniatur-Ikone , die ich gerade betrachte, lässt in meinem inneren Formen entstehen.  Der Engel soll auf einer Schriftrolle sagen: "Denn Euch ist heute der Heiland geboren." Das sagte der Verkündigungsengel zu den Hirten an Weihnachten. Ein Schaf hat sich nicht gefürchtet und ist laut Dori-Vision :) einfach zum Engel gegangen. Kugelschreiberzeichnung auf Briefumschlag -

Vormittags zeichne ich den Engel auf Blech und schneide ihn in der "Blechgarage" - es ist ziemlich kalt - aus.
Einige Teile der Zeichnung grundiere ich mit Rostschutzgrund-Farbe. So bleibt für mich die Figur besser vorstellbar, denn ich weiß ja noch nicht, wie alles wird. Die Farbe wird über Nacht trocken sein. Links der Erzengel Michael und ein paar Wolfgangswölfe, Blecharbeiten.

Heute Morgen "schwänzte" ich - mit Pfarrer's Segen! - den Gottesdienstbesuch und malte konzentriert. - Wir befinden uns nun im geheizten Malerzimmer. Ich beschließe, die nicht grundierten Teile rostig zu lassen und diese nur mit Ölmalkreiden zu kolorieren. Die grundierten Teile male ich mit Acrylfarben bunt an. Das Schaf wird ein Jakobschaf mit Hörnern sein.
Verkündigungsengel nach hochkonzentrierter Arbeit fertig gestellt, Detail
Und beim Aufstellen des Engels an verschiedenen Plätzen entstehen Geschichten:

In der "Blechgarage": Verkündigungsenegl, heiliger Wolfgang und Schafe
Verkündigungsenegel, Marienfigur mit Jesuskind und Hirsche.
Alter Bibeltext aus De Bibl auf Bairisch
1Dyrselbn befalh dyr Kaiser Augst ayn Volkszölung für s gantze Reich. 2Dös war de eerste überhaaupt, und daadl war dyr Kirein Landpflöger von Sürn. 3Daa gieng ayn Ieder in sein Haimetstat, däß yr si eintragn laasst. 4Aau dyr Joseff zog von Nazerett in Gälau auf Bettlham in Judau einhin, de Dafetnstat, weil er selbn aau ayn Dafeter war. 5Er gwill si dort eintragn laassn; und d Maria, sein schwangerne Verlobte, gieng aau mit. 6Wie s daadl ankaamend, war s bei dyr Maria so weit, 7und si gakriegt aynn Buebn, önn Eerstlingssun. Si gwicklt n mit Windln und glögt n in ayn Krippn einhin, weil in dyr Hörberg kain Plaz niemer war für ien.
8In derer Gögnet glagernd Hirtn eyn Ort hindan und hieltnd Nachtwach bei ienerner Herdd. 9Auf aynmaal stuendd ayn Trechteinengl vor ien, und dyr Rued von n Trechtein gumstraalt s. Daa farchtnd sö si närrisch; 10dyr Engl aber gschwiftt s: "Brauchtß enk nit ferchtn, denn i verkündd enk ayn groosse Freud, was für s gantze Volk bestimmt ist. 11Heint ist enk in dyr Dafetnstat dyr Heiland geborn, dyr Krist, dyr Herr. 12Und daa dran kenntß is: Ös gaatß ayn Kindl finddn, wo in Windln gwicklt ist und in ayner Krippn ligt." 13Und plitzlich war bei n Engl ayn groosss himmlischs Hör dyrbei, dös wo önn Herrgot pris:
14"Eer sei yn n Herrgot in dyr Hoeh und Frid de Menschn seiner Gnaad!"


Für Fans vom Einöd-Adventskalender 3.Tag: KLICK HIER

Und 4. Dezember KLICK HIER! 

Nachtrag: Da dieser Engel mit dem BR TV-Team demnächst am Hohen Bogen im Hochwald angebracht wird, hat Altpfarrer Ernst-Martin Kittelmann auf meine dringende Bitte einen wunderbaren Impuls dazu verfasst: 

Ob im Tal oder oben am Berg, draußen oder drinnen, bei Tag oder in tiefster Nacht - die Botschaft des Engels zieht sich wie ein heilsamer Klang durch die Welt. Sie verheißt Hoffnung und Frieden.

Adventskalender "Einöde": 2 Der Brandlhof

Der Brandlhof ist der erste Hof vom "Einödweg" rund um Kollnburg
Den 1.Advent in der Serie "Advent in der Einöde" lässt uns den ersten Hof am Einöd-Rundweg unterhalb von Kollnburg nach Rechertsried betrachten:

Der Brandlhof der Familie Probst. Sie hält hier einige Stück Vieh und auch einige Stallhasen. Derzeit wird das Wohnhaus umgebaut.

Oberhalb des Anwesens steht neben der Straße ein gut erhaltenes, liebevoll hergerichtetes Wegkreuz: "Zur Erinnerung an Alios Schlecht, 1917". Er fiel im ersten Weltkrieg, ein Probst heiratete seine Tochter.

Impuls zur Votivtafel: DER ESELREITER "Auch wenn ich ihn noch nicht sehe, ist er unterwegs und kommt."





Samstag, 1. Dezember 2018

Adventskalender "Einöde" : 1 Das Bielmeier-Alfred-Anwesen

Foto und Bericht von Marion Wittenzellner, Viechtacher Bayerwald Bote

Zum beginnenden Advent heute am 1.Dezember möchte ich Euch hier und heute die Berging-Kapelle am Bielmeier-Anwesen in hoher Lage an der Straße nach Kollnburg unterhalb von Münchshöfen vorstellen. Gegenüber dieser wunderschönen Marienkapelle läuft überigens der Einödweg (rote 14) hinunter am Pröller-Nordhang durch den Wald bis Hinterviechtach. Von dort geht's über Öd zurück nach Kollnburg.

Das Anwesen vom "Bielmeier Alfred" ist ein Milchviehbetrieb. Das Milchauto kommt jeden 2.Tag. Im Stall befinden sich 14 Mutterkühe und etliche Nachzuchtkälber. Auch eine gute eigene Quelle gibt es hier. Die Bielmeiers fahren nur dreimal im Jahr Gülle aus und nehmen damit vorbildlich Rücksicht auf die Natur. Das alte historische  Haus des Anwesens wurde abgebaut und steht nun im Museumsdorf Bayrischer Wald in Tittling.

Die schöne Holzkapelle wurde 1973 von drei Familien errichtet. Zur Zeit ist sie wunderschön adventlich geschmückt mit Lichtern, Tannengrün und kleinen Tierfiguren aus Holz. Es handelt sich um eine Marienkapelle, schon zahlreiche Maiandachten und Oktober-Rosenkränze wurden hier gefeiert.

Foto und Bericht von Thomas Hobelsberger, Straubinger Tagblatt und Viechtacher Anzeiger

Gleich 4 Votivtafeln gibt es hier  zu sehen.

 Die vier Evangelisten


Matthäus verkündet in seinem Evangelium, dass Gott nahe ist. Jedes Anwesen, und sei es noch so klein, ist auch ein Ort der Anwesenheit Gottes. 
Der Evangelist Matthäus


Kraftvoll wie ein Löwe ruft Markus bis in die letzten Winkel der Erde hinein: Die Zeit ist erfüllt!
Der Evangelist Markus



Lukas beschreibt anschaulich, dass Gottes Sohn in einem Stall geboren wurde. Es gibt also Raum und Rettung auch für die Armen.
Der Evangelist Lukas

Johannes spricht in immer neuen Bildern von Jesus. Er ist Licht, Brot, Hirte, aber auch Weg, Wahrheit und Leben.
Der Evangelist Johannes
                       Impulse: Altpfarrer Ernst-Martin Kittelmann


Die Berging Kapelle über den Nebeln

Donnerstag, 29. November 2018

Gedanken zum "Advent in der Einöde" von Altpfarrer Ernst-Martin Kittelmann

Der Hofbauer am 12er bei Rechertsried, weiter gehts nach Schwaben - Ramersdorf - Stein am Wolfgangsweg

                                   Advent in der Einöde
Frau Dorothea Stuffer ist in diesem Jahr einer besonderen Idee nachgegangen. Jetzt im Advent soll diese Idee realisisiert werden. 24 Einödhöfe, wie sie für den Bayer. Wald typisch sind, werden mit ihren Blechfiguren geschmückt und damit gleichsam markiert. Jedesmal wird eingeladen zum kurzen Verweilen, Betrachten und Innehalten. 24 Gedankenimpulse zu den Bildern können dabei hilfreich sein.
Es gibt sie noch, die Einödhöfe im Bayer. Wald. Wie gut, denn sie können etwas erzählen, was bleibender Erinnerung wert ist.
Mancher Hof hat eine lange Geschichte. Generationen haben darin gelebt, sind vom Hof und seinem Leben geprägt worden oder sie haben das Anwesen geprägt. Ein Ortsfremder tut sich schwer,die Höfe zu finden. Bis vor wenigen Jahren gab es weder Straßennamen noch Hausnummern. Dafür hatte der Hof einen Namen. Man ging also nicht zur Hausnummer zwei, vier oder acht, sondern zum Haiderbauern oder zum Hufschmied, zum Xaver oder zum Sagerer.
Die Einödhöfe sind wie Wegmarken in der Landschaft verstreut. In der finsteren Jahreszeit war das Licht der Laterne wichtig. Sie zeigte den Weg und war ein Zeichen, dass hier gelebt und gearbeitert wurde.
Die Einödhöfe sind Zeugen einer Zeit, in der die Menschen mit Wenigem auskommen mussten. Notwendig war ein Dach über dem Kopf, ein Herd, ein Backofen, ein Stück Wiese und Feld, ein Stall für die Tiere. Damit war die Lebensgrundlage gesichert. Nicht fehlen durfte freilich auch der Brunnen am Haus. Die notwendigsten Einrichtungsgegenstände waren ein Tisch, ein Kasten, eine Truhe, dazu Teller, Krüge, Töpfe und Pfannen. Nicht zu vergessen der Herrgottswinkel. Er fehlte in fast keinem Haus. Dazu gehörte auch der Rosenkranz, das Gebetbuch und andere Andachtsgegenstände. Sie sind heute hoffentlich nicht nur im Museum zu finden.
Das Weihnachtsfest erzählt, dass Gott in einem Stlll zur Welt kam. Man kann sich einen Einödhof dazu denken. Gott findet den Weg zu uns auch im entlegensten Winkel.
Auch die Tiere gehören dazu. Ochs und Esel, Schafe, Hund und Katze. Damit wird keinem Idyll gehuldigt. Doch es darf ein Bild des Friedens sein. Weihnachten in der Einöde ist ein Hinweis darauf, dass Friede dort einzieht, wo die Schöpfung mit Gott eins geworden ist.
Wer sich jetzt im Advent auf den Weg macht, dein Einödweg zu gehen, der findet möglicherweise eine Spur auf dem Weg zu Gott und auch zu sich selbst.
Ernst-Martin Kittelmann, Pfr.i.R.
 Einöd-Impressionen musikalisch meditativ untermalt

Während ich die Einödhöfe betrachte, klingen im Hintergrund die romantischen Töne des Federico Albanese aus dem BR Klassik-Programm
  Die Fürther Konzertreihe PASSAGEN startet am Freitag, 16. November 2018, unter dem Motto "Leinen los!" in die neue Spielzeit. Bei vier Konzerten zwischen Klassik und Jazz, Mittelalter und Gegenwart gastieren im Kulturforum Fürth Musiker und Ensembles aus Skandinavien, Italien, Deutschland und Österreich. Den Auftakt macht der italienische Pianist Federico Albanese mit seinem meditativen Stil aus Minimal Music und Ambient. BR-KLASSIK überträgt alle PASSAGEN-Konzerte per Video-Livestream auf www.br-klassik.de sowie einen Mitschnitt jeweils einige Tage später im Radio.

Dienstag, 27. November 2018

Die Andacht auf der Berging Kapelle


Das Innere der Kapelle ist feierlich geschmückt.
Heute fand auf der hochgelegenen Berging Kapelle eine einführende Andacht zum "Advent in der Einöde" statt. Familie Bielmeier hat die Kapelle adventlich mit Tannengrün, Kerzen und Lichterketten geschmückt. Für die ankommenden Gottesdienstbesucher - von denen etliche tatsächlich auch Bewohner der ausgewählten Einödhöfe waren - gab es zur Begrüßung heißen Pusch und selbstgemachte Plätzchen. Ein herzliches Vergelt's Gott an Familie Bielmeier für den freundlichen Empfang!

Über Nacht hatte sich die waldige Gebirgslandschaft in eine adventliche Schneewelt verwandelt, wie man sie aus schönen Bilderbüchern kennt.

Der Traum von der romantischen Einöde wird für eine Stunde und eine zeitlose Ewigkeit wahr....
Die Gäste werden im Unterstand freundlich mit heißem Punsch empfangen.
Vom Unterstand zur Kapelle ziehen. Ganz vorn: Pilger Rudi Simeth aus Weiding in der Oberpfalz.
Pilger Rudi ist zur Andacht eigens aus Weiding in der Oberpfalz angereist und zum Teil im Tiefschnee ein Stück am Einödweg gegangen. Er hat ein paar Lieder im Rucksack dabei und das Klangauge, denn er wurde berufen, den Gottesdienst mitzugestalten. Die Predigt hält Altpfarrer Ernst-Martin Kittelmann. Diakon Hans Kollmer spricht die Fürbitten und spendet den Gläubigen den Segen. Bürgermeisterin Josefa Schmid liest das Bibelwort aus dem Johannesevangelium:

Ich bin der gute Hirte. Der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe.Der Mietling aber, der nicht Hirte ist, dem die Schafe nicht gehören, sieht den Wolf kommen und verlässt die Schafe und flieht – und der Wolf stürzt sich auf die Schafe und zerstreut sie –,denn er ist ein Mietling und kümmert sich nicht um die Schafe. Ich bin der gute Hirte und kenne die Meinen und die Meinen kennen mich, wie mich mein Vater kennt und ich kenne den Vater. Und ich lasse mein Leben für die Schafe.Und ich habe noch andere Schafe, die sind nicht aus diesem Stall; auch sie muss ich herführen, und sie werden meine Stimme hören, und es wird eine Herde und ein Hirte werden. (Joh.10,11-16)

Altpfarrer Ernst-Martin Kittelmenn hält eine wunderbare Predigt zum Thema "Advent in der Einöde".
Die Fürbitten werden von Diakon Hand Kollmer vorgetragen.
Zwischen den Fürbitten ertönen die sanften Klänge aus Pilger Rudis Klangauge.
Das Lied "Es wird scho glei dumpa" - gesungen mit Pilger Rudi, Josefa Schmid und Karla Singer

Volker Sierig ist aus der "Einsiedelei" im Wald nach Münchshöfen zu Fuß durch den Schnee zur Berging-Kapelle am "Einödweg" gegangen.
andächtig
Diakon Hans Kolmer spendet den Segen.
Josefa Schmid hat das Projekt angestoßen.
Ich bedanke mich bei allen, die tatkräftig mitgeholfen haben, dass "Advent in der Einöde" verwirklicht werden konnte:

Bürgermeisterin von Kollnburg Josefa Schmid
Gemeide Kollnburg
Altpfarrer Ernst-Martin Kittelmann
Diakon Hans Kollmer
Familie Bielmeier von der Bergingkapelle 
Pilger Rudi Simeth
Friedel Dreischmeier
Adelheid
Monika Bergbauer
Xaver Hagengruber
Godwin
Lativ
Presse
alle Einödhof-Bewohner, die am Weg mit dabei sind