Blecharbeiten

Blecharbeiten
Dori schneidet, hämmert und malt wieder auf der Straße - Foto: Adelheid

Mittwoch, 26. Juni 2019

Erneuter Heu-Einsatz - es wird heiß!

Unser Heu, das wir von einem Gewitterregen angefeuchtet heim gebracht haben, muss unbedingt nochmal raus in Sonne und Wind!
Ein paar Regentropfen auf Heu sind beim Einlagern ein paar Regentropfen zu viel! Wenn wir einen Gärprozess und Hitzebildung verhindern wollen, müssen wir flugs handeln! Die aktuelle Sonnenprognose mit bis zu 38 Grad passt uns daher sehr gut!

Xaver klettert auf den Ladewagen, um das Heu  wieder runter zu gabeln und in der Sonne daheim auszubreiten.


Dori: "Xaver, bitte lachen!!" Xaver: "Da kann ich nicht lachen!"
Xaver findet ein frisch gelegtes Ei im Heu. Jetzt geht's DOCH mit dem Lachen!
Einen kleinen Teil vom Heu können wir am Ladewagen trocknen lassen.
Paarmal wenden: das wird doch noch ein herrlich duftendes Kräuterheu!
Dori und Arco in Ruhmannsfelden bei 35 Grad

Und weiter geht's: Ein Bauer nötigt uns, sein mit Maschinen schwer erreichbares Heu anzunehmen, zu wenden und heim zu bringen. Zum Glück ist der Pächter gerne bereit, dieses erneut schwer erarbeitete Heu später zu einem großen Quaderballen zu pressen und zum Xaverhof zu liefern, denn unser Buldog ist nicht so wirklich funktionstüchtig, als dass wir damit über öffentliche Straßen fahren könnten. "Können wir gleich von dir ein paar Quaderballen zukaufen?" Antwort: "Nein, dieses Jahr wird wieder knapp mit Heu werden. Ich brauche es selbst für meine Kühe."

Also: Keine Mühe, Zeit, Hitze und Liebe scheuen! Schließlich geht es um 11 Gnadenschafe und ein Pony! Grund genug, sich anzustrengen. Nur so gehts uns allen wirklich gut. Auch wenn viele uns nicht wirklich ernst nehemen. Er geht um MEHR!

Für morgen ist einige schwere Arbeit angesagt. Wir konnten den Afrikaner Ibrahim gewinnen, der  - ihr erinnert euch - gerne am Gnadenhof in Ogleinsmais (Erdlingshof) gearbeutet hätte - Bundesfreiwilligendienst - aber keine Arbeitsgenehmigung bekommen hat.

Freut euch auf neue Hitzeheufotos demnächst! 

Dienstag, 25. Juni 2019

Erlebnisse mit Bubi und Miaumi

Allabendlich: Bubi und Miaumi füttern. Wer ist denn da??
Einige von euch wissen sicher, dass ich täglich - ich meine all-abedlich - zwei Scheunenkatzen versorge, die sonst niemend füttert. Den Bubi mit dem längenen Fell, welches gegen Ende des Winters immer verfilzt ist und mir viel Arbeit zum Sanieren macht ("Ein kleines Büschel heute wieder, Bubi, dann sparen wir beide uns den Tierarzt!") und Miaumi, der nur drei Beine hat, aber richtig schnell sein kann.
Und was ist heute los?

Meister Igel ist auch dabe!
Bei diesen Sommertemperaturen ist Katzenmilch besonders gut und nahrhaft, meint auch der Igel.
Nun darf endlich Miaumi trinken.

Nachdem der Igel sich sattgetrunken hat, nähert sich Miaumi der Katzenmilch, die er sehr gerne mag. Hier könnt ihr auch sehen, dass Miaumi ein halb amputiertes Bein hat - von einem Auto-Unfall. Ich füttere nicht nur, sondern bürste die beiden Kater auch regelmäßig, helfe bei Zeckenbefall, entwurme sie, entferne Filzplatten aus dem Fell. Manche Leute reagieren mit Negativität/Unverständnis, manche reagieren positiv. Die Polizei verhält sich sehr freundlich, wie immer, wenn es um Tierschutz geht.

Wenn es kalt ist, bekommen die Katzen mit der Wärmflasche angewärmtes Futter, nach dem Motto: "Einmal täglich eine warme Mahlzeit." Die kahle Stelle in Bubis Fell ist ein entfernter Filz.
Miaumi im Winter...

Sonntag, 23. Juni 2019

Engel zur Sommersonnwende

Lena - - Dori - - Engel - - Foto: Manoolo

Lena ist die Erste, die vor wenigen Tagen diesen gerade in diesem Moment fertig gestellten Engel zur Sommersonnwende gesehen und berührt hat. Ich weiß gar nicht mehr, wie überhaupt und wann eigentlich diese fast lebensgroße, bunt bemalte Engelfigur (auf Pferd reitend) entstanden ist, ich weiß nur, dass ich sie unbedingt herstellen wollte, bevor irgendwelche neuen Tsunamis über mich wieder drübergehen, ich meine häusliche und stallige Aktivitäten. Den Weg, wie ich die Form dafür gefunden habe, zeige ich euch demnächst. Die Tuschezeichnung - ein Detail - ist kürzlich zu Pfingsten passiert. Ab da ließ mich die Idee, diesen Engel bildhauerisch zu realisieren, nicht mehr los.

Engel zur Sommersonnwende? Die Sommersonnwende weist auch schon auf die Wintersonnwende hin.

Der Johannistag, das ist der 24. Juni, ist genau sechs Monate vor Weihnachten: Geburt des Johannes des Täufers - Geburt Christi.

Dies ist das Zeugnis Johannes des Täufers: Er muss wachsen, ich aber muss weniger werden. (Joh.3,30).

 Diesen Spruch liebe ich schon seit langem sehr!

Wer möchte, kann gerne noch zum Thema Wintersonnwende den hier verlinkten Song "Holy Night" ansehen, welchen mir meine Schwester Gelia heute zugesendet hat:


https://www.youtube.com/watch?v=E6crOQlteO8
 
 
 
Zeichnung Detail "Engelreiter"
 




Freitag, 21. Juni 2019

Heu 2019: "Erdbeerfeld"

Mitten bei der Heuernte versagt wiedermal die Technik.
Das sogenannte "Erdbeerfeld" ist eine ungedüngte Kräuterwiese, deren Heu für unsere Tiere wertvoll ist. Von daher bemühen wir uns jeden Sommer, einen guten "ersten Schnitt" (=optimal für Pferde und Schafe) heimzuholen.

Allerdings macht das immer sehr viel Arbeit, teils nervenaufreibend, da unsere Gerätschaften immer Probleme machen.
Dazu kommt noch der Wetterfaktor. Wir befinden uns also gewissermaßen mitten in Turkmenistan, Kasachstan oder Moldawien, oder anderswo, wo es den einfachen Bauern ähnlich, sagen wir, noch schlechter, geht.

Weil dieses mal der Buldog von einem sogenannten Freund mit verunreinigtem Abfalldiesel gefüllt wurde, stotterte der Motor, um schließlich wegen verstopfter Schläuche und Filter gänzlich zu versagen. Das Heu ist zwar soweit schon gut dürr, aber für den nächsten Tag sind erste Gewitterschauer angesagt, denen ein Tief folgen wird.  Xaver versucht, den Diesel-Schaden zu beheben.

Schrauben lockern und mit dem Mund den Schlauch durchblasen, um die Verstopfung zu beheben.
Einfach ausspucken, Xaver!
Er läuft wieder! Allerdings nicht lange, dann muss die Prozedur wiederholt werden.
Am nächsten Tag sammeln sich bereits dichte Wolken, ringsum kommen erste Gewitter auf .Moni mit dem Rechen, Welpe Lucky ist gerne dabei.

Chintha aus Sri Lanka ist ein lieber Engel, weil sie immer gerne hilft.
Bald gehts los mit Regen!
Ein leicht dementer Ex-Bauer aus dem Nachbardorf hat den Xaver nochmal aufgehalten, weil er Holunderblüten für ihn zupfen musste. Da muss Dori auch mal richtig böse werden. Fast zu spät:  Bis Xaver zum Heu-Aufladen kommt, fangen bald schon die ersten Tropfen an. Aber es geht schon noch, MUSS !!! Doch die Pickup schleift am Boden: SCHNELL noch Öl und eine Zange! SCHNELL!!
Rückwärts nach Hause einrangieren.
Ohne Verzug! Gewusst wie!
Direkt zur hinteren Stalltür
Millimeter!!
Er kann's halt, der Xaver!
genau abmessen - -  innen die Stör-Gegenstände auch noch umfahren - -
Der Sieger
Wenn das Regentief vorbei ist, werden wir das Heu nochmal der Sonne aussetzen, damit es wirklich trocken gelagert ist. Bis dahin lassen wir gut Zugluft durch den Heustall wehen. Ich denke, wir bekommen das ohne Schimmelbildung hin. Ich hoffe mal. Gut, dass wir es noch eingefahren haben. Grüße an Klaus, der uns dazu ermutigt hat.

Mittwoch, 19. Juni 2019

Ohne Mama


Schaf Donna und drei silberstern-Küken
Als ich zum Xaverhof komme, finde ich nur noch drei Silberstern-Küken vor. Vergeblich warte ich, dass Glucke Silberstern mit den weiteren 10 Küken daherkommt, um wie gewohnt Futter zu erbetteln.

Mir wird unweigerlich klar: Der Fuchs hat auch Kinder. Zur Zeit steht er unter Schutz.

Der Habicht holt immer nur ein einziges Beutetier - und das täglich.  Der Fuchs kommt nur einmal, aber gründlich.

Szenario:

Morgens gegen 4 Uhr hat sich Silberstern von ihrem Hochsitz wieder zu ihren 13 Küken herunter begeben, um mit ihnen im weitläufigen Freiland nach grünen Blättchen und Körnern zu suchen. Doch sie kommt nicht weit. Der Fuchs packt bereits vorm Schafstall ein Küken, noch eines. Verzweifelt versucht sie zu helfen, einzugreifen, zu hacken, zu verteidigen - - doch auch sie wird als Beute unerbittlich mitgenommen. Der Kampf erschreckt die Schafe und das Pony Scho Seppe dermaßen, dass ich  - als ich nachmittags komme - feststelle, dass Scho Seppe auf die untere Weide ausgebrochen ist, und dass im Schafstall einiges durcheinander ist. Drei Küken hat der Fuchs übrig gelassen - . . . Xaver hat nicht mehr helfen können. Mach dir keine Vorwürfe, Xaver.

Hätte die nette Familie im geschlossenen Hühnertall geschlafen, wäre das nicht passiert. Doch Silberstern war ihrer Brutstelle stur treu geblieben. Preis der Freiheit - - -

Der Fuchs kommt nur einmal, das hat uns mal der Jäger gesagt.

Traurig und verloren sitzen die drei mutterlosen Küken herum oder suchen still nach Körnchen. Ich streue ihnen Kuchenkrümel hin. Sie kennen mich und den Kuchen. Ich bin für sie auch ein wenig "Glucke".

20 Uhr  - allmählich Zeit zum Bettgehen.

Gut, dass die Kleinen dank Silbersterns Erziehung schon seit 4 Tagen das Selber-Bettgehen geübt haben. Aber die Gluckenwärme fehlt doch irgendwie. Da beobachte ich, wie die drei Kleinen ganz vertraut mit den Schafen sind! Ich habe sogar Zeit, in Ruhe den Fotoapparat herbeizuholen.

Auf Stella sitzen
Wechsel nach Kyrilla - Gobi (4 Hörner) schaut neugierig
Stella schuppert zärtlich - - - könnte ein kleines Hähnchen sein. (Kamm schon sichtbar)....
Gobi als Kükenträgrin
"Bei euch ist es so warm wie bei Mama!"
Nun finden die 3 Waisenkinder doch laut piepsend einen stabileren Schlafplatz.
Zu dritt bei den Schafen mit Blick auf Jakobschaf Flocke
Äuglein zu - .....   Das Loch im Plexiglas hat Gluckenumrisse - - .... Gut schlafen bis morgen, ihr seid nicht allein. Und Silberstern kuckt ganz stolz von ihrer Wolke auf euch herunter......

Dienstag, 18. Juni 2019

Ohne Mama schlafen

Das leben und Streiten im Hühnervolk muss geübt sein.
Glucke Silberstern hat ihren Küken alles beigebracht, was sie zum Überleben in der Freiheit unseres Hofes brauchen. Dazu gehört zum Beispiel, sich zwischen den ansässigen Hühnern zurechtzufinden und zu behaupten,. Hielte Silberstern die Küken von den anderen Volkmitgliedern fern, würden sie immer stark angefeindet werden.

Nun bringt sie ihnen bei, ohne Mama zu schlafen. Eine harte Lektion, verbunden mit viel Gepiepse der Kleinen.

 Das ist nicht immer identisch bei allen Glucken. Ich kannte eine Glucke namens "Else", die hat ihre einzige Tochter auf der Sitzstange noch unter einen Flügel genommen, als ihre Tochter sogar schon größer war als sie selber. Aber Silberstern ist der Überzeugung, die Geschwister haben sich ja gegenseitig, und als Mama von 13 Kindern darf sie jetzt mal nachts wieder alleine schlafen. Ab morgen früh um 4 wird sie sich ohne hin wieder den ganzen Tag kümmern.

Ihr seht, das sich Glucke Silberstern im Schaf-Offenstall ganz oben hingesetzt hat (Kopf nach vorne). Für die Küken ist das zu hoch. Aber diesmal bleibt Silberstern sitzen und fliegt nicht wieder runter, wie sie es an den letzten Abenden getan hat.
Sie wollen zur Glucke hinauf fliegen.
Es ist einfach zu weit oben.
Also kuscheln sich alle 13 Geschwister an ihrem gewohnten Schafplatz ohne Mama zusammen, wärmen sich gegenseitig und schlafen bald erschöpft ein.

Fortsetzung demnächst. Der traurige Titel wird heißen: OHNE MAMA

Sonntag, 16. Juni 2019

Mit Snoopy

Snoopy und Lucky im frischen Riedbach

Labrador Snoopy ist mittlerweile stattliche 13 Jahre alt. Fit genug, ab und zu von seinem Zuhause mit dessen Einverständnis - Snoopy macht, was er für richtig hält - beim Stufferhaus vorbeizustromern. Dann gibt es immer schöne Unternehmungen, 100% snoopygerecht, wie beispielsweise hier einen Hundespaziergang am lustigen frischen Riedbach mit Monikas Welpen Lucky, der den Snoopy sehr verehrt und als ihn Lehrer betrachtet. Hier zeigt Snoopy dem Lucky, dass es schön im frischen Wasser ist, und dass man auch herrlich trinken kann.

Lehrer und Schüler
Unterwegs. Sylvia und zwei Hunde - Snoopy immer gelassen, Lucky verteilt  Bussis
Zum Xaverhof- Gnadenhof: Puma begrüßt Snoopy. - Beide lieben das Pilger- und Futter-Auto

Samstag, 15. Juni 2019

Zwei kleine Engel mit Tanne


Engel mit Tanne (2), Höhe 40 cm
Aus einem Rest von mysteriös goldfarben gerostetem Blech habe ich heute zwei kleine Engel mit Tanne bemalt (gestern ausgeschnitten).

Ein Meter Schnee im Wald bedeutet lediglich 20 Zentimeter Wasser, hat mir vor enigen Tagen ein Forst-Mensch erklärt, für den ich einen der Engel angefertigt habe. Da die Wasser-Verdunstung heutzutage größer als früher ist, müsste es mehr und gleichmäßig regnen. Der Bayerwald-Wald leidet trotz des Schnees im vergangenen Winter und trotz mancher Starkregenfälle bereits wieder unter Trockenheit. Man sieht es an etlichen Stellen den Fichten und Tannen durchaus schon von Weitem an.

Deshalb: Zwei Engel mit Tanne

Engel mit Tanne (1) Höhe 40 cm
Gesicht Engel mit Tanne (1)
Engel mit Tanne (2)
Ölfarben auf Rost