Donnerstag, 7. Mai 2026

Zu Xavers erstem Sterbetag am 7. Mai 2025

Xaver schläft im Wald bei der Wolfgangskapelle 

 Wie soll ich passende Worte finden um zu beschreiben, wie das war mit Xavers Leben und Sterben? Er ist den steilen und steinigen Weg zum Gipfelkreuz gegangen, nicht den flachen, allmählichen, der auch zum Ziel führt. Xaver war extrem hart in Nehmen, gestählt durch seine freiwillige Armut seines sehr einfachen Lebens am Hof mit unseren paar Tieren.

Was haben wir für Gaudi gehabt, haben das Leben angelacht und ausgelacht und gemacht, was wir für wichtig hielten! Dann gab es noch die Tage, wo Xaver nichts als die Flucht ergriff vor der Härte und Einsamkeit seiner Einsiedelei. Hauptsache weg von hier! So viele Baustellen außen und innen, die es zu überbrücken galt. "Über 7 Brücken musst du geh'n!" 

Ast für Ast wurde durch Ungewitter von seinem Lebensbaum abgebrochen. Doch immer wieder trieb er Blätter und Blüten aus. Dann aber wurde sein Stamm durch eine Krebserkrankung von innen ausgehöhlt. Ich erinnere mich, er hatte sich bei einem Sturz  eine Rippe gebrochen und war noch ganz lustig drauf und schmiedete Pläne für den kommenden Abend. Und auf einmal kam dieser laute, unendlich laute, lange Schrei. Ich organisierte einen Krankenwagen. Man brachte ihn in die Klinik - sie konnten nichts finden. Xaver war auch vollkommen ruhig und schmerzfrei. Nicht Rippe in Organ eingespießt oder so. Sie lieferten ihn wieder zum Hof, nachdem ich eine Nacht Überwachung im Krankenhaus erbeten hatte. 

Wochen später: Es ist ein klarer und schöner Maitag. Unser verehrter Freund, der Altpfarrer Ernst-Martin Kittelmann kommt mit in die Klinik in der Donauebene. Es waren die letzten Stunden. Das Vaterunser ist noch da, kräftig und vollkommen. "Der Herr segne deinen Eingang und Ausgang.."

Zwei Stunden später brachte man ihn für eine Notoperation zu seinem ursprünglichen Chirurgen nach Viechtach. Dort angekommen schied er noch im Krankenwagen aus dem Leben. Xaver ist im "Woid" gestorben. 

Birkenkreuze für die Wolfgangskapelle 

Birkenstämme für die Kreuze schneiden 


 






Einen Strauß Johanniskraut pflücken

Einen Strauß Brennnessel pflücken

Xaver als liebevoller Totengräber 

Aufstellen von "Xavers Lebensgeschichte" am Xaverhof: "Durch Wiederaufbau Gutes tun" 

  



Bei Regen im Schubkarren sitzen und warten

Mit Lena Maiskolben einsammeln 

Bei Schneetreiben 

Rasten beim Heu machen 

Heu machen mit Pilger Rudi, Chintha und Monika - den letzten Ballen verfüttere ich gerade. Der ist nun 5 Jahre alt, aber noch ganz gut...

 

Tschau servus pfirti 👋🏻




Montag, 4. Mai 2026

Wieder froh vereint

Aus dem Krankenhaus entlassen - wir reichen uns die Hände und sagen: Guten Appetit!

 Eigentlich hatten Schwägerin und Schwager eine große Griechenland-Tour mit Wohnmobil geplant. Erste Station Bayerwald mit Besuch von Mutter Milda. Doch der Plan wurde durchkreuzt: Eine schwere Schwindelattacke brachte unseren allerliebsten Bruder ins Krankenhaus. Glück im Unglück: Beste Versorung, gründlichste Untersuchung, liebes Personal. "Es wird wohl nötig sein, dass Sie für etwa 5 Tage bei uns bleiben müssen", sagte der Neurologe. "Ich hatte in letzter Zeit an die  20 ähnliche Fälle. Es könnte von einem Virus herrühren, welcher das Gleichgewicht außer Gefecht setzt." 

Isolde verbrachte die Zeit des Ausharrens als allerherzlichste Gästin im Stufferhaus. Da wir Kaiserwetter hatte, nützte sie die Zeit nicht nur mit Besuchen von Familienangehörigen und Uroma, sondern unternahm auch zu Fuß wunderschöne Tagestouren durch den Ferientraum Bayerwald. 

Die beiden haben nun umgeplant: Statt Griechenland wird es im Sommer Bayerwald geben. Wir sind überaus dankbar, dass alles so gut und sicher verlaufen ist. Es hätte auch ganz anders verlaufen können.  

Es stuffert - - 

 
Wir sind Selfie 🍀

Sonntag, 3. Mai 2026

Tausend Blechschafe

Gestern konnte ich zu meinen gefühlt "tausend Blechschafen" nochmal 8 kleine Schäflein hinzufügen.

 Die Zahl Tausend hat einst Hildegards Sohn Benedikt aufgebracht, als es um die Bestückung des Wolfgangsweges mit Dori-Blechschafen ging. Das ist etwa 20 Jahre her- und ich nehme an, der Benedikt kommt nahe hin mit seiner Rechnung.. Ich kann sie nicht zählen, aber die Dori-Kultschafe sind mittlerweile ein Begriff. Frei nach Vincent van Gogh, der mal sagte: "Meine Bilder sollen in den Stuben der armen Leute hängen", sage ich: Kein Haushalt ohne Doriblechschaf  🐑🐑🐑🐑🐑🐑🐑🐑🐑🐑🐑🐑🐑🐑🐑🐑🐑🐑🐑🐑🐑🐑🐑🐑🐑🐑🐑🐑🐑🐑🐑🐑🐑

Mutter / Kind



Im Arbeitsprozess

Aus Resten von Schwarzblech 0,6 mm fertigte ich zu den vorhandenen kleinen Schafen acht neue an. Leider ist seit Jahren deutschlandweit das relativ dünne 0,6 mm Schwarzblech nicht mehr verfügbar. Das dünnste ist jetzt 0,75. Da ist es (mir) unmöglich, solche kleine Schafe auszuschneiden. Ich komme da gar nicht mit der Blechschere um die Kurve.  


Wolfgangsschaf am Pilgerweg St. Wolfgang 



 

Freitag, 1. Mai 2026

Ich komm ja wieder, sagt der Mai

Diese Zeile aus dem Maigedicht von Erich Kästner liebe ich ganz besonders. Dieser Zeile  habe ich auch mein Lieblingsdetail aus meinem großen Wolfgangsweg-Bild (auf Holzplatte) gewidmet. 

Der Junge Mann kommt mir bekannt vor. Die alte Bäuerin bin ich oder die ehemalige Besitzerin von Jakobschaf FengShui oder.... .

Sagt er "Tschüs -  ich komm ja wieder" oder sagt er: "Grüß dich, hier bin ich wieder!" ?

Begrüßung und Abschied vom Mai von der Bäuerin. Das Gremium am Tisch berät über die Entstehung des Wolfgangsweges. Detail meines Wolfgangsweg-Bildes, 1oo/150 auf Holzplatte, Acrylfarben auf Holzplatte 


 

Mittwoch, 29. April 2026

Das ist Milda!

Meine liebe verehrte Schwiegermutter, Großmama und Urgroßmama (94) am 28. April
Vor etwa zweieinhalb Wochen ist sie nachts mit großer Wucht aufs Gesicht gefallen und war voller dunkelblauer Flecken. Doch Glück im Unglück: Nichts ist gebrochen. "Der liebe Gott hat mir wieder geholfen, ich habe einen guten Draht nach oben!"  Nun ist sie dabei, sich wieder zu stabilisieren, denn sie will gerne wieder aus dem Rollstuhl heraus. Du schaffst das!

Ein Spruch von ihr:

"Hinfallen ist keine Schande - aber nicht wieder aufstehen!"

Und im Krankenhaus, wo sie 2 Tage verbracht hatte, sagte sie zu mir dieses Gedicht:

"Ich - ich bin zufrieden. Geh es, wie es will. Unter diesem Dache leb ich froh und still. Mancher Mensch hat alles, was sein Herz begehrt. Doch ich, ich bin zufrieden. Und das ist doch Goldes wert."

 
 Wie ihr wisst, arbeiten Milda und ich derzeit an einer Sammlung von Gedichten und Sprüchen, die sie alle auswendig auf ihrer "Festplatte" hat, beziehungsweise, die einfach zu ihr dazu gehören. Demnächst werde ich den ersten Entwurf  (Bild und Schrift) zu Gesicht bekommen. 

Damit ihr euch ein "Bild" von dieser taffen und tapferen Frau  machen könnt, stelle ich hier eine kleine Serie zusammen.

Erdbeerkuchen am Muttertag 

 

Bergwandern im Allgäu mit uns 

Mit den beiden Söhnen im Stuffergarten 

Begrüßung ihrer 4. Urenkelin "Oh Donna Clara!" 

Peddiküre im Stuffergarten 

Mit den beiden Söhnen Eberhard (links) und Karl-Heinz (rechts) 

Kaffeestunde auf der Stufferterrasse 

Familienweihnacht

Im Kreise der Familie am 94. Geburtstag 

Mit ihrem Fan Michael 

Zum Wohl!



Im Seniorenheim Wäsche zusammen legen 

Haare schneiden 

Bergwandern zum Gipfelkreuz 

Schöne Sommergartenstunden 

Herzlichen Glückwunsch zum 90. Geburtstag mit Pfarrer Roland Kelber und einem   feierlichen Posaunenchor-Ständchen. Damals war sie noch ganz neu im Seniorenheim in ihrer neuen geliebten Wahlheimat Bayerwald   

  
Vorm Seniorenheim 

Mit Sohn Eberhard und Ehemann Xaver, der sehr plötzlich verstorben ist, als die Jungs noch relativ klein waren. 


Von alt bis ganz jung...

Montag, 27. April 2026

Fürs Milda-95-Geburtstagsbuch: Kamele

 In Mildas geplanten Geburtstags- Büchlein - (Milda freut sich schon auf unsere "Zeitung"!) - findet man u.a. auch folgenden Spruch: 

Wenn über eine dumme Sache mal endlich Gras gewachsen ist, dann kommt bestimmt ein Kamel daher, das alles wieder runter frisst.  

Detail: Zwei Neue-Welt-Kamele = Alpakas 

Die gesamte Zeichnung (DIN A 4, Farbstifte) 

Kamel und Jungtier, sitzendes weißes Alpaka

Zwei Kühe 
Ihr könnt euch vorstellen, dass ich Freude beim Zeichnen dieser Idee hatte, weil diese Art von Tieren sind sozusagen meine Spezialität - - - 
 

Samstag, 25. April 2026

Auf der Suche nach dem Wolf

Da ist er, der gefundene Wolf. Er befindet sich am Gemäldehimmel des Bildes "Ereignis am Gunthersteig." Wochenlang war ich auf der Suche. 

 Das großformatige und ereignisreiche Gemälde vom Gunthersteig hat mich seit vor Ostern neu beschäftigt. Es stand hinter andren Bildern im Malerzimmer und wusste, dass es gut war. Doch da war etwas, was es für mich "unaushaltbar" machte. Ich begann, "lustig drauf los zu malen. Es wurde eine buchstäblich Wolfsjagd..


Über den Ereignissen am Gunthersteig wölbte sich seit 2017 ein wilder Himmel mit einem wilden Wolf. 

Hirschkuh mit Jungtier und Kopf des Wolfes 

Strahlen versuchen den Wolf zu "ehren"
Nach einer kreativen Pause wegen Familien-Osterbesuch stürze ich mich erneut auf den Wolf. Gelia stellt die entscheidende Frage:: "Sucht der Wolf seinen Körper?" Gelia war nicht die Einzige, die einem "ganzen Wolf" nachsann..

Aber die Pfoten sind noch abgeschnitten. .. und er ist noch recht blass und mitgenommen von der Jagd.



Fast wiederhergestellt - die Hirsche sind mir noch zu blass-grün...


Der Vorteil bei Ölfarben ist, dass ich viele Schichten auftragen - löschen - auftragen kann. 

Traut euch, Farbe zu bekennen!

Es gibt beim künstlerischen Prozess - laut Prof. Butz - nur EIN Argument: "Es gefällt mir". 

Ereignis am Gunthersteig, Ölfarben, 120/ 110 cm 

 

Zu Xavers erstem Sterbetag am 7. Mai 2025

Xaver schläft im Wald bei der Wolfgangskapelle   Wie soll ich passende Worte finden um zu beschreiben, wie das war mit Xavers Leben und Ster...