Irgendwo in Schweden

Irgendwo in Schweden
Dori und Scho Seppe

Dienstag, 9. August 2016

Mit Birkenkreuzen hinauf zur Wolfgangskapelle

Steve (Nigeria), Friedel, Xaver, Weldu (Erithrea), Jonas (Erithrea), Adelheid, Hildegard, Chintha (Sri Lanka), Mahari (Erithrea) und ich am Einsieg zum Kreuzweg zur Wolfgangskapelle.
Gestern machten wir uns auf den Weg hinauf zur wildromantisch gelegenen Wolfgangskapelle auf dem Wolfgangsriegel bei Böbrach. Wir, das sind: Steve (Nigeria), Friedel, Xaver, Weldu (Erithrea), Jonas (Erithrea), Adelheid, Hildegard, Chintha (Sri Lanka), Mahari (Erithrea) und ich.

Unser Anliegen: Einige von uns tragen eines der birkenen Kreuze, die in den letzten Wochen im Ortskern von Arnbruck angebracht waren und nun am Fuße des Kreuzwegs zur Kapelle bereit stehen. Einige Birken-Kreuze habe ich vorgestern noch mit Xaver gebastelt, damit es auch genug sind für weitere Kreuzträger, die eingeladen sind, ebenfalls ihre Herzensangelegenheit verbunden mit dem Kreuz zur Kapelle oder zu einer der 14 Kreuzwegstationen hoch zu tragen.

Einladung: Der Verein Pilgerweg St.Wolfgang lädt ab sofort alle Kapellenbesucher ein, sich jeweils eines der Birkenkreuze zu nehmen, die beim Einstiegskreuz zum Kreuzweg bereit liegen, und dieses verbunden mit einem persönlichen Anliegen/einer Herzensangelegenheit zur Kapelle oder zu einer der 14 Kreuzwegstationen hoch zu tragen.

Dieses Kreuztragen ist eine Einübung im Glauben für ein Leben in der
Verbindung mit Christus. Dazu können alle möglichen Dinge dienen, wie
beispielweise das Bibel-Lesen, genauso wie ein Stück gehen mit Christus.
(Altpfarrer Ernst-Martin Kittelmann)


Friedel Dreischmeier wollte an diesem seinen 79.Geburtstag seiner Dankbarkeit für seine wunderbare Bewahrung Ausdruck verleihen:
Im Alter von 7 Jahren war der junge Friedel im 2. Weltkrieg auf der Flucht von Ostpreußen zwischen die Fronten geraten; die Kugeln sausten ihm buchstäblich um die Ohren - doch er kam heil heraus, und das mitten im kältesten Winter!
Noch in 3 weiteren lebensgefährlichen Situationen hat Friedel einen wunderbaren Schutz erlebt.

Ähnlich bei Xaver Hagengruber, der 2 Gehirnblutungen und einen Sturz aus 9 Metern Höhe überlebt hat: "Mir ist mein Leben neu geschenkt worden!" Xaver ist übrigens auch der Ideengeber der Kreuztrag-Aktion!

Auch 4 Flüchtlinge, wohnhaft derzeit in Neunussberg, nahmen an dem Kreuzweg-Gang teil: Weldu, Jonas und Mahari aus Erithrea und Steve aus Nigeria, alle 4 sind Christen. Ihr Anliegen ist eine Bitte für ihre Lieben in ihrem Heimatland.

Nachdem Hildegard Weiler beim Einstieg ein Gebet gesprochen hat ("Mit Jesus das Kreuz tragen"), geht die kleine Gruppe den zunächst flacher, später immer steiler über uralte Granitstufen führenden Weg zur Kapelle hinauf.

Zunächst geht es relativ flach durch den Wald.

Der Weg zur Wolfgangkapelle wird immer steiler.

 An jeder einzelnen Station hält die Gruppe inne und betrachtet die in Kunststein gegossenen Szenen aus dem Leidensweg Christi.

Innehalten...

Jede Kreuzwegstation wird betrachtet.
Mit Kreuzen und Sonnenblumen oben angekommen.

Oben angekommen tragen wir uns alle ins Kapellenbuch ein. In hoher Sicht über die Berge des Bayerwaldes beten wir unter Leitung von Hildegard und Karla Singer den "Barmherzigen Rosenkranz". 

Picknick und Geburtstag von Friedel feiern.

Karla und Mahari

Nach dem Abstieg gibt es unten am Einstiegskreuz eine kleine Feier mit Kaffee und Kuchen.

Kommentare:

  1. Ein wunderbarer Bericht!
    So viele verschiedene, aber doch so ähnliche Menschen!
    Und du, liebe Dori, schaffst es immer wieder, sie zusammen zu führen!
    Ganz starke optische Eindrücke auch durch Sonnenblumen und vor allem natürlich die Holzkreuze.
    Man kann gespannt sein, wie viele Kreuze sich am Ende an den einzelnen Stationen finden lassen!

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    1. Liebe Carola, danke für Dein Mitsehen, Mitdenken, Mit-Lesen. Deine "Beurteilung" als Deutschlehrerin gibt mir die Bestätigung, diesen Bericht an die Kötztinger Zeitung weiterzuleiten (nach nochmaliger Überarbeitung)!

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  2. die Fotoausbeute mit Dir als Model haut mich um!

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  3. Antworten
    1. Danke, Sylvia! Das ist mir sehr wichtig!

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