Montag, 5. Januar 2026

Im Kaltland

Der Freiplatz 


Wir befinden und gefühlt im Kaltland, meiner Kraftheimat.. Ich lebe mit meiner kleinen Herde in einer einsamen Bruchhütte. Ich muss zusehen, dass die Tiere ausreichend zu Essen bekommen, denn sie sind meine Lebensbasis und Seelenbasis.  

 

Scho Seppe und Altschaf Kyrilla 

Vor 2 Tagen hat eine heftige Sturmböe die Westfront vom sogenannten Kinderzimmer attackiert. Altschaf Kyrilla fiel durch den Angriff zu Boden, doch Hirtinhelferin Nadine-Herz hat sie rechtzeitig aufgehoben und ihr zur Stärkung ein warmes Heu-Pellet-Süppchen gereicht. Ich reparierte das entstandene Loch mit einer Decke. Jetzt ist es in der Jurte wieder warm. Zugluft nix gut!

Die durchsichtige Plexiglasscheibe hat dem Schneesturm nicht standgehalten. Doch eine Decke fand sich. 

Rückt freundlich zusammen und tretet euch bitte nicht auf die Füße 

 
Blick in die Berge

Donnerstag, 1. Januar 2026

Hinein ins neue Jahr 2026

Die beiden Freunde kennen sich seit über 40 Jahren. "Freunde sind, wenn sie zusammen lachen, aber auch zusammen über Probleme sprechen können." (Zitat Karl-Heinz)


 Guter Austausch mit guten Freunden in der Nacht zum neuen Jahr macht das Weitergehen leichter. Als diverse Anwohner ringsum auf der Straße böllen, gehen wir hinaus und rufen lachend: "Leiser!" - was natürlich niemanden interessiert. Es blitzte und krachte wie verrückt und wir lachten und riefen dagegen an. 

https://www.youtube.com/watch?v=KKrm_gm9mhI


Ich gedachte, nochmal um Mitternacht hinaus zu den Stalltieren zu fahren, denn es war diesmal sogar in der Nähe der kleinen Herde einiges an extrem lauten und grellen Böllern los. Ich war um 18 Uhr 3 Stunden vor Ort, um die Stallarbeit zu verrichten.  Die Tiere erschraken nach eine längeren Kaskade direkt nebenan heftig, sprangen angstvoll und ziellos umher und ich hatte Bedenken, dass ihnen etwas passiert, zum Beispiel, dass sie in Panik die alte leicht gehbehinderte Kyrilla umrennen würden. Ich fuhr daraufhin im Auto mit Sylvia laut hupend durchs Dorf - und zurück und nochmal. Sylvia, treue Kopilotin, sendete intensiv liebe Gedanken. Das hat wohl gewirkt. Dann war Ruhe. Aber was würde um Mitternacht sein? Es schneite sehr, und sehr schön, sodass ich mich allerdings nachts nicht mehr die Strecke zum Dorf  fahren traute. Da sang ich aus dem alten Hirten-Quempass: "Das Vieh lass stah'n, er wird's indess bewahren".

 Heute morgen ein heller Gruß: Alles gut! 



Das Jahr beginnt mit Schnee räumen. "Wohlan, die Luft ist frisch und rein, wer lange sitzt, muss rosten!" 

Mäh! Hunger! Auch Sylvia macht mit Mut, heute so schnell wie möglich nachzusehen, ob nach dieser Nacht bei den Tieren alles in Ordnung ist. "Wir werden nicht im Schnee stecken bleiben!"

Im Taubenschlag sind die Trinkwasserbecher alle gefroren. Doch wir haben ja frisches Fließwasser aus dem Brunnen und die Tauben sind intelligent. Trotzdem Trinkbecher im Brunnenwasser auftauen und neu füllen. 

Wasser ist Leben (Zitat Xaver) 



 Jahreslosung für 2026:

Gott spricht: Siehe ich mache alles neu.  (Offb.21,5) 

Dienstag, 30. Dezember 2025

Am Eisfluss

In der Weite des Steppe



Der Gletscher wandert ins Tal 

"Schnee und Sturm und Felsgestein stählt den Fuß und übt das Bein. Immer hinterm Ofen sein, macht das Leben arm und klein." (Gunnar Gunarson, Island) 

Die Schafe kommen hinzu. Ravenna (rechts) findet Wasser am Eisfluss. 

 
Silva an der Quelle 

Ursache vom Eisfluss ist der Ablauf des Brunnens. Wie gut, dass er immer fließt! Ohne ihn würden die Wasserschüsseln binnen kurzer Zeit gefrieren. Und Schnee zum schleckenden Trinken ist weit und breit in diesem Kaltland nicht zu finden. 

Freitag, 26. Dezember 2025

Genau du bist gemeint! Christvesper in der Christuskirche Viechtach

 

Krippenspiel in der Christuskirche 

Ein strahlendes Highlight im Zuge des Jubiläums 75 Jahre Christuskirche 2025 war die Christvesper am Heiligabend mit Krippenspiel.


"Uns hat heute die große Lichtertanne den Weg hierher geführt. Damals hat der Stern von Bethlehem den Weg gewiesen", begrüßte Pfarrer Roland Kelber die Weihnachtsgemeinde in der bis auf den letzten Platz voll besetzten Christuskirche. "Stern über Bethlehem zeig uns den Weg" wurde nun an der Orgel angestimmt von Paula Kucerova. Pfarrer Kelber trug die Propheten der Ankündigung Christi Geburt vor und die Weihnachtsgeschichte aus dem Lukas-Evangelium.

 Diese Weihnachtsgeschichte wurde nun sichtbar lebendig durch das von Iris Marchl inszenierte Krippenspiel, musikalisch-technisch unterlegt von Bernhard Marchl. Markenzeichen der Theater- und Religionspädagogin Iris Marchl ist, dass sie die Handlung ihrer Stücke zusammen mit den Krippenspielkindern entwickelt.


Eine lebendige Weihnachtsgeschichte mit sprechenden Tieren und einem freundlichen Gastwirt

Es begann diesmal damit, das Ochs und Esel im Dialog waren. Dazu kamen nach und nach ein Bauer und Gastwirt, Engel schwebten dazwischen, Maria und Josef traten in die Szene, ein Hirte, Schafe und die Könige. Zu erwähnen ist hier beispielsweise, dass der Gastwirt nicht wie in gewohnter Weise zu Maria und Josef schroff und abweisend dargestellt wurde, sondern freundlich:  "Leider ist hier alles voll belegt. Ich kann euch aber gerne einen Platz im Stall anbieten. Ich bringe euch gleich was zum Essen rüber." Ochs und Esel waren zunächst skeptisch ob der beiden Gäste. Doch sie ließen mit sich reden und stellten bald fest, dass der Stall durch die Anwesenheit der Neuankömmlinge spürbar wärmer wurde.

Schafe auf dem Weg zum Stall von Bethlehem 

Pfarrer Roland Kelber liest die Weihnachtsbotschaft und predigt über die Inhalte des Krippenspiels 


Die Fragen des Hirten und ihre Bedeutung 

Die tieferen Aussagen des Krippenspiels griff auch diesmal Pfarrer Kelber seiner Weihnachtspredigt auf.
"Genau Dich meint Gott, hatte der Engel zum einfachen Hirten gesagt. Warum bin gerade ich eingeladen zu Jesus? Genau Dich meint Gott, auch wenn du nur ein normaler Mensch bist, müde erschöpft überarbeitet, mit Fehlern behaftet." Gott, Herr und Schöpfer des Universums, interessiere sich für jeden ganz persönlich. "Und was wird aus meinen Schafen?" hatte der Hirt gefragt. Die Schafe, erläutete der Pfarrer, könnten auch stehen für die vielen Aufgaben. Diese sollten uns jedoch nicht davon abhalten zu Jesus zu gehen. "Was soll ich dem Kind schenken?" hatte der Hirt gefragt. Gott möchte dich überreich beschenken! 

Engel kommen zum Hirten 

Neugierig auf Gott werden 


So mache Gott uns neugierig ihn näher kennen zu lernen in Jesus. Die Könige wurden durch einen Stern aufmerksam auf Jesus. Schon damals hätten die Menschen den Sternenhimmel betrachtet und gefragt, was wohl dahinter stehe. Persönlich Gott kennengelernt hätten die Menschen aber erst durch Jesus.
Gott habe viele Möglichkeiten, auf sich aufmerksam zu machen. Die ganz reale Welt, sogar das Internet, könne Jesus als Mensch, als ein Du, als lebendiges und sprechendes Gegenüber erschließen. So könnte Jesus zum großen Navi auf dem Lebensweg werden.  "Bitte ihn in dein Lebenshaus hinein!"  Ochs und Esel, die zu Beginn misstrauisch waren, haben gemerkt, dass es wärmer im Stall wurde, wenn sie  enger mit Maria und Josef und dem Kindlein zusammen rücken. "Wie kann ich Gemeinschaft schaffen ohne mich zu bekriegen? Das schafft Jesus! Was dieses Kind alles schafft!"

Maria und Josef

 Die bereichernde und Sinn erfüllte Christvesper endete mit einem Dank an Iris und Bernhard Marchl und an alle Helferinnen. 

Nach dem Segen und dem Stille Nacht ging die Gemeinschaft der Gläubigen in die Weihnacht hinaus.

 Um 22 Uhr folgte die Christmette mit heiligem Abendmahl.

Am 1. Weihnachtsfeiertag gab es morgens einen Festgottesdienst mit heiligem Abendmahl und mit dem Posaunenchor. 



Die Handlung der Krippenspiels zusammengefasst:

Im Krippenspiel geht es darum, dass Ochse und Esel zunächst keinen Platz im Stall einräumen wollen. Nicht für Maria und Josef nebst Jesus, nicht für die Schafe oder für sonst wen. Sie erfahren jedoch, dass es wärmer wird, wenn sie teilen, sowohl den Platz im Stall, als auch den Freiraum in ihrem Herzen. Sie erfahren auch, dass das Kindlein ein ganz besonderes Kind ist, mit besonderer Ausstrahlung.
Zudem geht es um Königinnen, die erkennen, dass die moderne Technik versagen kann und sie sich auf den Stern verlassen müssen, der sie zum neuen König bringt. Dieser ist nicht, wie erwartet, in einem Schloss, sondern in einem Stall und doch weitaus bedeutender als ein weltlicher König. Dieser Heiland lädt alle ein, ob reich oder arm. Und so ist der Hirte zuerst verwundert, dass er in seiner Armut gemeint ist, dass er zum Heiland eingeladen ist! Aber er macht sich froh auf den Weg. Er folgt den anmutigen, sanften Engeln, die ihm die frohe Botschaft klar übermitteln. Beim Stall findet er auch seine Schafe wieder, die bereits bei Jesus sind. Diese haben sich kurz zuvor, keck und süß auf den Weg gemacht. Josef, der auf dem beschwerlichen Weg zum Stall immer wieder Maria hatte aufmuntern wollen, und die liebevolle Maria freuen sich über alle Gäste im Stall.

Iris Marchl



Dienstag, 23. Dezember 2025

Vorbereitungen für die Christvesper



Mein liebes Enkelinchen half mir heute richtig toll bei den Altar-Vorbereitungen für die morgige Christvesper mit Krippenspiel und weiter. Auf einmal zog sie aus der Doriwerkstatt 3 Blechengel hervor. Die sind nun dabei! Und bei den zarten Strohsternen im Tannentor S hat das zarte Sternlein auch geholfen. 4 Jahre jung ist die kleine Fliegerin -  Ich melde mich später, im Moment full Haus! Sozusagen heimlich eilig fix gepostet:)


Ich steh an deiner Krippen hier 


 

Samstag, 20. Dezember 2025

Eine Pferdeherde eilt zur Krippe

Kleines Blechpferd vor dem Gemälde "Johannisfeuer" (Detail)

Trabendes Blechpferd eilt zur Krippe. Dort warten schon Esel und Ochs und Schaf 

 Abends, wenn die Kraft ausgegangen ist, erschuf ich eine wilde Pferdeherde aus Blechresten und sie gaben mir die notwendige Energie zurück, die ich brauche.  


Blechpferd und kleine Figur vor dem Gemälde "Almabtrieb"







Fragendes kleines Pferd bei der Krippe 

Bastelfläche im Prozess 

Im Malerzimmer 

Grundieren, lackieren 

Ausschneiden 


Im Blätterwald 

Nachdenkliches, sensibles Pferd 

Scho Seppe 

Fleckiges Pferd


Treppenaufstieg zur Weihnacht

Schützend in die Mitte genommen 

Fleckiges Blechpferd in guter Gesellschaft vor dem Pfingst-Gemälde "in der Felsenhöhle" (Detail Himmel)  

Gigantisch klettern

Im Kaltland

Der Freiplatz  Wir befinden und gefühlt im Kaltland, meiner Kraftheimat.. Ich lebe mit meiner kleinen Herde in einer einsamen Bruchhütte. Ic...