Montag, 18. August 2014

Ein Engel malt die Ikone fertig, während der Ikonenmaler Alimpij krank darnierder liegt - auf Blech erzählt


Den Engel und die Katze habe ich mit Ölkreide auf rostiges Blech gemalt, die Ikone mit Acryl auf grundiertes Blech

 Beim Thema "Fünf Geschichten in fünf Dörfern" darf der Ikonnmaler Alimpij nicht fehlen. Ich liebe diese Geschichte, weil darin ein Künstler vorkommt und ein Engel und so viel vom "Weitertragen der Fackel" rüber kommt.

Alimpij liegt krank auf seinem Lager, und der Auftraggeber einer Ikone bangt um deren Fertigstllung bis zu einem baldigen kirchlichen Fest. Doch ein Engel malt die Ikone fertig. Die Ikone wird auf wunderbare Weise beim Fest pünktlich vor Ort sein. Alle staunen! Nach dem Gottesdienst gehen der Priester und der Auftraggeber zu Alimpijs Atelier und fragen ihn, wie das geschehen konnte. Alimpij erzählt - nun sterbenskrank - dass ein Engel die Ikone fertig gemalt hat - und auf einmal sieht er den Engel und sagt: "Seht! Jetzt holt er mich ab!" und entschläft sanft.
In "Russische Heiligenlegenden" von Ernst Benz fand ich diesen alten Holzschnitt

Alimpij mit Hund vor Schuster Konrad

Alimpij und der Engel sind in zwei Teilen zusammengestellt
Bei meinen Bildern sind ja fast immer die Tiere. Am Boden von Alimpijs Atelier sitzen/liegen friedlich ein Hund, eine Taube und eine Katze. Natürlich hat Alimpij trotz seines Zustandes für gefüllte Fress-Schälchen gesorgt. Oder war es der Engel?
Dreifarbige Katze
Schlafender weißer Golden Retriever

Taube

Video zur Entstehung dieser Arbeit HIER

Freitag, 15. August 2014

"Schuster Konrad" - eine Geschichte auf Blech

 Schuster Konrad auf Blech - hier gibt er einem Jungen ein Stück Brot.
Wenn man mein Atelier betritt, hat man spontan das Gefühl, da sind Leute zu Besuch. Leute aus Blech. Vor dem Blech-Bild "Varenka" steht nun die Gruppe: "Schuster Konrad".

Eine hübsche Doppel-Kombination zweier Geschichten. "Varenka" und "Schuster Konrad sind Teile der geplanten Aktion "Sieben Geschichten in sieben Dörfern".

Schuster Konrad wartet in seiner kleinen Stube auf hohen Besuch: Gott selbst hat sich angemeldet. Während er wartet, kommt der Briefträger, halb erfroren. Schuster Konrad bewirtet den Briefträger mit heißem Tee und lässt ihn sich aufwärmen. Kaum hat der Briefträger das Haus verlassen, nähert sich ein weinender Junge, der seine Mutter verloren hat. Konrad verlässt die Stube, einen Zettel für Gott hinterlassend, und bringt den Jungen nach Hause. Wieder zurück gekommen, findet er in seiner Stube die Frau, die oben bei ihm im gleichen Haus wohnt. Ihr Sohn Petja ist schwer krank. Gemeinsam kümmert er sich mit ihr um den kranken Jungen und wickelt ihn in feuchte Tücher gegen das Fieber.
Der Tag ist vorüber und Schuster Konrad ist traurig, den Besuch von Gott verpasst zu haben. Plötzlich hört er eine Stimme. Es ist Gottes Stimme. "Danke", sagt die Stimme, "danke, dass ich mich bei dir aufwärmen durfte - danke, dass du mir den Weg nach Hause zeigtest - danke für deinen Trost und deine Hilfe - ich danke dir, Konrad, dass ich heute dein Gast sein durfte."


(Musik aus Schweden)

Donnerstag, 14. August 2014

Brieftauben-Gaudi am Xaverhof (4): Und so fing alles an...


 Es ist nun genau vor einem Jahr gewesen. Wie aus dem Nichts kam einer daher, einer, der lachte und Tauben brachte.

Sein Dorf-Name: Dooverl.

Weil er so einzigartig lachen konnte, sagte Ramona: "I think his name is Royal, because he is a hidden king."

In jenen Tagen war gerade Ramona Felse aus Northern Illinois zu Besuch. Ramona ist eine wunderbare Künstlerin und Seelen- und Tierfreundin. Einer ihrer Sätze heißt: "Everyone needs a Xaver!"     Blog von Ramona

Xaver bekommt eine Brieftaube in die Hand
Die Ankunft der Brieftauben

Auch Ramona bekommt eine Taube in die Hand

 Dovy-Royal baut ohne große Überlegungen mit Xaver einen improvisierten Taubenschlag. Er möchte ab nun mit seinem Mofa täglich zum Xaverhof fahren und sich über seine Tauben freuen, sie füttern und fliegen lassen.


Doch plötzlich - es wurde schon Winter - starb Dovy- Royal. Sein Bruder fand ihn friedlich schlafend in seinem Bett in seinem Turm, wo er wohnte. Sein Vermächtnis an uns sind nun seine Tauben. Grüße an Dovy-Royal via Brieftaubenflug!


Mittwoch, 13. August 2014

Brieftauben-Gaudi am Xaverhof (3): Löwe, verschwinde!

Zwei leuchtende Augen im Löwenpelz: Löwe!
Es ist Abend, Zeit zum Heimfliegen in den Schlag. Vom Apfelbaum aus beobachte ich die Heimkommenden - doch:
 Hau ab Löwe!!!!

Da sitzt Löwe direkt neben dem Einflug-Loch! Er lässt sich gar nicht vertreiben, sogar zum Fotografieren lässt er mir genug Zeit!

Das merkt Puma, immer neugierig, was ich gerade mache und will mir natürlich beistehen. Flugs springt er zu Löwe, der verschwindet im Nichts, doch nun untersucht Puma den Ort, besonders das Einflug-Loch!!

Da hilft erst recht kein Verscheuchen, es gibt nur eins: Den Puma freundlich rufen und ihn sanft woanders hin tragen.


Was tun? Es muss sofort was geschehen, denn die Nacht kommt, und die Tauben müssen sicher nach Hause kommen können! Zum Glück gelang es mir, Xaver und Bruder H. zu mobilisieren, schnell was gegen lauernde Katzen zu bauen. Die beiden installieren vogelwild aber effektvoll ein Absperr-Provisorium gegen Katzenangriffe - FALLS sowas überhaupt möglich ist --  :)))))

Mittlerweile waren aber alle neun Tauben sowieso seelenruhig heim gekommen und alle Katzen an besseren Orten. Manche Dinge regelt die Natur halt doch auch von selbst, wobei der Xaverhof-Gnadenhof ein Teil der Natur ist! :)))))

"Sonne" (Schlag-Ältester und sehr intelligent) - vorm Einflug-Loch. Er geht immer rein und raus, bis alle Tauben drin sind. Daneben das neu gebaute wilde Anti-Katzen-Provisorium aus Pappe und Blech, effektvoller als man denkt!



Dienstag, 12. August 2014

Brieftauben-Gaudi am Xaverhof (2): "Schnee" brütet

Ist sie nicht süß, unsere "Schnee"? Sie ist noch recht jung, kann aber seit Juni Eier legen. Allerdings waren schon zwei Brutversuche vergeblich. Beim ersten Brutversuch verließ sie die Eier nach gut 20 Tagen, weil sie unfruchtbar waren, was ein beherztes Öffnen der Schalen zeigte (die Eier waren schon 3 Tage kalt, als ich sie öffnete).

Die Eier waren unbefruchtet
Beim 2. Versuch dürfte es auch so gewesen sein, doch die Eier waren unerreichbar versteckt. Nun hat "Schnee" ein sehr schönes Nest vorne beim Fenster mit - bis jetzt - einem Ei. Normalerweise kommt innerhalb von 4 Tagen noch ein 2. Ei dazu. "See" wechselt sie beim Brüten ab.

Schichwechsel beim Brüten: "See" tritt an.
Da wir zur Zeit den Schlag täglich einige Zeit offen lassen, fliegen auch "Schnee" und "See" kurz raus und drehen ihre Runden.

"Schnee" fliegt Richtung Taubenschlag zurück zu ihren Eiern
Die Eier sind zum Glück noch warm, als "Schnee" heim kommt und sich flugs wieder drauf setzt.

"Schnee" kommt in den Schlag zurück

Montag, 11. August 2014

Brieftauben-Gaudi am Xaverhof (1): Brieftauben im Flug

Fünf Tauben im Hochflug - sie fliegen mit großer Geschwindigkeit, kaum zu fotografieren

Seit drei Tagen wagen Xaver und ich die Tauben endlich fliegen zu lassen. Der erste Flug sollte zeigen, ob Wind hier bleibt oder doch heim fliegt/-flattert zu dem Ort, von dem sie vor ihrem Unfall mit dem gebrochenem Flügel damals vor unbekannter Zeit los geflogen war. Sie kam wieder! Sie flog souverän mit den anderen Tauben. Jetzt wissen wir wieder, warum es Tauben gibt: Zum Fliegen! Das Herz fliegt mit!

Hoch in die Lüfte

Blauflug

über Wälder und Felder

zurück zum Hof

und nochmal wild um den Hof kreisen

Am Schlag angekommen (hier: Sonne)

Flug zu den Wolken

Samstag, 9. August 2014

"Der Alpera" und "Die Vogelfrau" - zwei interessante Bilder von Leonhard

Der Alpera
Dieses Gemälde in Acryltechnik auf Leinwand, 80 mal 60 cm, hat noch keinen bestimmten Titel von seinem Schöpfer Leonhard (geboren1983) bekommen. Ich nenne es mit Leonhards Einverständnis mal zum Einstieg "Der Alpera". Leonhard arbeitet daran schon seit über einem Jahr - oder sind es schon zwei Jahre? Die Art und Weise, wie er seine Bilder entwickelt, kommt mir ziemlich dorisch vor. Begonnen hat Der Alpera zunächst mit eher einfachen Formen, die Leonhard nach längerer "Betrachtungszeit und Hingabe zu tieferer Nachdenklichkeit" (Don Finisterre) zu einer wunderbar reifen und eigenständigen Form entwickelt hat. Bei einem Bild-Prozess, der sich über verschiedene Phasen hinzieht, bezieht Leonhard - ähnlich wie ich - gerne auch spontane Erlebnisse in den Malprozess mit ein, wie beispielsweise einen Regenbogen vor dem Fenster seiner Münchener Wohnung.


Die Vogelfrau
Dieses Gemälde, ebenfalls in Acryltechnik auf Leinwand, habe ich "Die Vogelfrau" genannt. Ein anderer Titel ist mir auch dafür eingefallen, nämlich "vogelfrei", doch ich denke, mit dem ersten liege ich schon ganz gut. Auch dieses Bild stand in einem längeren Malprozess über mindestens ein Jahr. Immer wieder suchte Leonhard nach einer von Grund auf "richtigen" Form, die das Gemälde für ihn nachhaltig anschaubar sein lässt. Mir geht das übrigens genauso. Ein Bild kann mich immer wieder herausfordern, wenn ich merke, es hat noch nicht seine wirkliche Vollendung bekommen.
Im Frühjahr schien mal die Sonne halb schräg auf "Die Vogelfrau" in Leonhards Münchener Zimmer. Das Sonnenlicht unterstrich den Kalt-warm-Aspekt der beiden Bildhälften. Das fand Leonhard sehr interessant. Auch ich erlebe manchmal bei meinen Arbeiten besondere Lichteffekte durch Sonnenstrahlen, die ich dann auch gerne mal fotografiere.


Leonhard klettert gerne, Landschafts-Eindrücke fließen in seine Bilder mit ein.

Und so sieht Leonhard aus, wenn er morgens zum Bayerwald-Klettern aufbricht:


Einfach drauf los

 Bei der Rollstuhlparty nehme ich immer gerne meine Spielsachen mit. Das sind mein Zeichenblock und meine Premium-Buntstifte. Ich freue mich...