Sonntag, 29. September 2013

Das Märchen von den Brieftauben - Teil 3: "Die Entführung"

Zeichnung: "Die Rück-Entführung der Tauben"
Da ich den spannendsten Teil der Geschichte nicht fotografieren konnte, weil ich beide Hände voll zu tun hatte, hier eine erzählende Zeichnung:

Die Taubenfreundin geht  - zwei Brieftauben in den Händen - eine schmale Wendeltreppe nach unten. Was ist geschehen?

Ihr erinnert Euch an Dovy-Royal, ein alter, gebrechlicher, etwas verrückter Kerl (Ramona: verkannter König?), der uns zehn Brieftauben gebracht hatte. Er habe keinen guten Platz bei sich daheim, es sei dunkel oben im Speicher seines Turms, in dem er wohnt, und er dürfe dort die Tauben nicht fliegen lassen. Deshalb brachte er sie zum Xaverhof und Xaver baute flugs einen nicht un-genialen hellen Taubenschlag. Ihr erinnert Euch, dass von den zehn Tauben acht verloren gingen. Ich kontaktierte einen Brieftaubenzüchter und ließ mich beraten: Der Platz ist gut, die vermissten 8 Tauben sind 99% zurück am Ursprungsort. Wir bekamen vier junge weiße Hochzeitstauben und lernten die richtige Versorgung und Erziehung der Tauben.

So weit, so gut.


Gestern Mittag ruft Xaver mich an. "Weißt du, wo der Fahrzeugbrief vom Buldog ist? Bei Dir?" "Nein, nicht bei mir." "Du, der Royaldoovi hat die zwei grauen Tauben wieder mitgenommen!" "Wieso gibst du sie ihm, Mann!" Mir war sofort klar: Nach über vier Wochen Eingelebtsein muß ich alles versuchen, die beiden Tauben zurück zu bekommen.
Meine Schwester Sylvia spricht mir Mut zu: "Du wirst das bestimmt schaffen!"

Zusammen mit dem bereitwilligen, reuemütigen  Xaver mache ich mich auf den Weg zu Doovi-Royal. Er öffnet das untere Fenster seines Turms und schaut raus. 
Xaver: "Dori will die Tauben wieder zurück haben!" Dori: "Die waren doch schon abgerichtet!" Royal: "Die Tauben sind weg!" "Wie das?" Royal: " Sind weg geflogen. Weit weg! Weg sind sie! Die kommen nicht mehr. Sind fort. Sind zu euch geflogen. Die bleiben nicht bei mir. Geht heim - dann kommen sie zu euch!"
"Hast du sie nicht in deiner Dachkammer?" "Nein! Die sind fort, fort sind sie. Sind nicht mehr da. Sind weg. Fort!!" "Darf ich mal in die Dachkammer schauen?" "Sind da nicht. Sind weg!"

Es gab keine Möglichkeit, Royal zu überreden, uns in der Dachkammer nachsehen zu lassen, kein Bitten und kein Drohen. Uns wurde immer klarer: Er hat sie in der Dachkammer eingesperrt.  Da fasse ich mir ein Herz und gehe einfach in den Turm hinein, zu Royal und an ihm vorbei. Xaver folgt mir. Ich eile weiter Richtung Wendeltreppe - Xaver verwickelt inzwischen Dovy in ein Gespräch. Es ist dunkel im Treppenaufgang. Ich taste mich nach oben, bis ich unterm Dach bin. Dort ertaste ich eine Tür. Ich versuche sie zu öffnen, irgendwie schaffe ich es im Halbdunkel den Holzriegel zu finden. Ich trete ein: rechts: keine Tauben. Links: Da sind sie alle beide! Was jetzt? Ich habe keine andere Wahl: Flugs ergreife ich mit beiden Händen zuerst die hellere Taube. Die dunklere fliegt nach rechts. Jetzt muss ich sie mit einer Hand fangen, ohne die andere Taube aus der Hand zu verlieren. Da habe ich sie alle beide. Ich taste mich mit den beiden Flatternden - selbst flatternden Herzens - wieder nach unten zu Royal und Xaver.


Royal: "Sind wieder gekommen!!!!" "Ja! Sind wieder gekommen. Xaver, schnell ins Auto!" Und siehe: Royal gibt uns sogar den Taubenkorb und hilft uns, die gefiederten Freunde hinein zu befördern. Vorsicht! Brich denen nicht die Flügel!

Damit jetzt endlich klar ist, WEM die Tauben gehören, drücke ich Royal 20 Euro in die Hand und ab gehts nach Hause zur Xaverhof-Familie. Royal: "Ich bring euch noch mehr, ich bekomme noch welche!"  Nein, die sechs reichen - erst mal :))

Ende gut - alles gut!

Detail des Gemäldes "Michaelistag" - demnächst hier im Blog

Dori mit zwei Tauben - Foto von Xaver heute nachgestellt. Die zwei grauen Tauben wegen gestern heute lieber nicht fangen.



Freitag, 27. September 2013

Das Märchen von den Brieftauben - Teil 2: "Frieden"

Unsere sechs Brieftauben sind nach einer Woche Eingewöhnungszeit im Taubenschlag nun regelmäßig auf "Ausflug".  Sie hatten in der Woche Indoor (laut Fachmann) genügend Zeit, sich durchs Fenster die Gegend anzuschauen und einzuprägen.

Bein ersten Ausflug war ich schon etwas besorgt, ob sie für die Nacht wieder rein  kommen, aber es war echt kein Problem! Schön anzuschauen, wie sie heim kommen!

Auf dem Heimweg



 Die kleine Taubengruppe ist mittlerweile an uns und an die Füttergeräusche gut gewöhnt und auch schon recht zahm! Xaver filmte mich bei der abendlichen Fütterung und erklärt unseren aktuellen Stand:



Klappe zu - GUTE NACHT!

Doch eines schönen friedlichen Morgens, das war heute, kam unsere Ordnung durch einen Störfall durcheinander. Ihr erfahrt alles demnächst hier im Dori-Blog unter dem Titel: "Die Entführung".

Mittwoch, 25. September 2013

Das Märchen von den Brieftauben - Teil 1: "zugeflogen und dazugelernt"

Foto: Ramona
Die Tauben sind gekommen - zuerst als eine verlorene Brieftaube. Sie machte Zwischenstation bei Kittelmanns, das sind unsere  Nachbarn, und zog nach 4 Tagen wieder weiter. Beinahe hätten wir an "Prinzeßchen" schon unser Herz gehängt! Beinahe?

Ich begann schon, sie im Kreise anderer Brieftauben zu zeichnen.

"Die Brieftaubenfreunde"
"In Begleitung einer Brieftaube" 

Dann kam Ramona, und mit ihr einige Tage später die Tauben

 Gemälde "Der Taubenbringer", 2012 

"Royal" - so nennt ihn Ramona, die Leute hier nennen ihn "Doovi" - oder sagen wir "Dovi" - oder Englisch: "Dovy" - so heißt einer, der manchmal zum Xaverhof mit dem Mofa kommt, und der so kindlich lacht.

Also Dovy Royal brachte auf aus dem Nichts 10 Brieftauben daher und richtete beim Xaver einen Taubenschlag ein.



Er ließ sie fliegen - und binnen weniger Tage waren es nicht mehr 10, sondern 2.

Sind 2 Brieftauben nicht arg wenig? Was lief falsch?? Royal kommt auch nicht mehr.

Ich konsultierte einen Brieftaubenzüchter und -Kenner und fragte ihn um Rat.

Er besichtigte unseren Platz, fand ihn durchaus passend für Tauben und gab mir zu den beiden verbliebenen grauen Tauben 4 weiße Hochzeitstauben - im Tausch gegen 4 Blechtauben.
Deal gebonkt, Beratung und weitere Taubenlieferung allezeit inbegriffen.

Aus-Flug-Regeln:

1.  Die 8 "verlorenen" Brieftauben waren mit sehr großer Sicherheit zurück geflogen zu ihrem ursprünglichen Ort, da sie noch nicht voll an den neuen Stall gewöhnt waren.
2. Neue Tauben eine Woche im Stall eingewöhnen.
3. Vor dem Ausfliegen nicht füttern
4. Wegen Habicht nicht jeden Tag ausfliegen lassen, dann lernt der Habicht nicht so leicht, dass es hier einfache Beute gibt
5. Auf bestimmte Geräusche/Pfeiff-Ton beim Füttern prägen, dann kommen sie automatisch zur Fütterung heim.
6. Bei Raureif oder Schnee auf dem Dach nicht fliegen lassen.



Auf dem Dach - erster Ausflug der neuen Brieftauben vor wenigen Tagen

Sonntag, 22. September 2013

Mist-Eisbär



Heubär
nochmal Heubär
wieder Mistbär


nach der Hirschjagd oder: "Heimatglück"

Dieses letzte Foto habe ich heute Morgen nach halb durchbellter In-Outdoor-Nacht aufgenommen. Segler: "Einfach das Bellen akzeptieren". Ergo: Ich fühle mich nachts eher beschützt als genervt und schlafe ruhig. Danke, Wildjäger! Ich möchte dir gerne ein wenig von dem zurückgeben, was du uns allen schenkst. - Ihr seht am Hinterbein noch die inzwischen heilende Wunde....

Freitag, 20. September 2013

Meine große kleine Herde

Als ich heute am Hof ankomme, finde ich sie alle beieinander. Nun ist es EINE Herde! Zwar ist hinten das Tor zur Weide offen, aber sie sind gerade friedlich oben am Vorplatz.

Bei Nannerl achte ich besonders darauf, dass sie schön Heu frißt, denn sie hat nach der langen Hungerzeit auf schlechtem Platz manchmal noch Probleme beim Fressen, verschluckt sich leicht oder läßt sich verdrängen.

Franzhörnchen hat die beiden Hunger-Waisenlämmer wie eine Mama angenommen und ist immer bei ihnen.

zusammen Heu fressen
Franzhörnchen, Nannerl und Kaisa
glückliche Schäferin
Auf der Weide

Kürzlich (vor 5 Tagen) hatte Nannerl sich heftigst verschluckt, sie wäre fast erstickt .....

Segler: "Im Erstickungsfall stets Brustkorb stark zusammendrücken, bis der Kloß vor der Luftröhre rauskommt!"


Mittwoch, 18. September 2013

Ich schreibe gerne alte Bibeln in Schönschrift

18. September 2013:

An-Sprache, als ich wie gewohnt :) mir wiedermal nichts zutraute oder meinte, gleich was falsch zu machen: "Ich (der HERR) will meinen Geist in euch geben."

Hilde spricht von der "Gebrochenheit aller Menschen".  -  Christus, der am Kreuz Gebrochene, hat alles Gebrochene geheilt. In der Gebrochenheit erstrahlt die große Weltenheilung. Gebet: HERR, Dir das Heile und das Gebrochene hinlegen. Dir, der Du mein Heil bist und für mich gebrochen warst.

Morgen-Mittag-Abend-Gedanke:
Herr, keine Stimmung und nichts und niemand soll mich auch heute davon abhalten, Gutes zu tun, Gutes zu denken und Gutes zu fühlen. Mit Deiner Hilfe, Amen.

Telefonat mit Hilde Anfang September: "Tu, was du tun kannst,und Gott tut, was du nicht tun kannst. Hand ausstrecken: der Gelähmte tat, was er tun konnte. Übernimm die Verantwortung für dein Leben und tu deinen Teil. Wir sind dazu bestimmt, schwierige Dinge zu meistern. Willst du, dass den Segen, der für dich bestimmt war, ein anderer bekommt? Wenn du weißt, was richtig ist und es nicht tust, bist du selbst schuld!"

Detail: Engel mit Schriftrolle
Detail: Timmi, mit Handtuch zugedeckt
Timmi, heute nach Regen
Regen-Wachhund, Regen Wach-Katze
schnell skizziert....

Die ganze Schönschrift-Seite

Dienstag, 17. September 2013

Franzhörnchen gemalt


Heute zog Franzhörnchen bereits in meinem Gemälde "Angekommen im Unterstand"ein. Es gibt in dem Bild auch Tauben und eine Pilgerin. Ich hatte das Ölgemälde exakt vor einem Jahr, also am 17. September 2012, fertig gestellt, merkte aber schon bald danach, dass ihm noch Leben fehlte. Nun ist ein Jahr Leben ins Land gegangen und in das Bild reingeflossen. Demnächst hier im Blog.

Einfach drauf los

 Bei der Rollstuhlparty nehme ich immer gerne meine Spielsachen mit. Das sind mein Zeichenblock und meine Premium-Buntstifte. Ich freue mich...