| "Im Lande des Friedens", Tusche auf feines Japanpapier |
Eine Reiterin sitzt ruhig auf ihrem Tier. Sie ist in ein fließendes Gewand gehüllt. Ich dachte, als die Figur entstand, spontan an Katharina von Siena, deren Tag am 29. April ist. Am Morgen hatte ich einen Spruch von ihr gelesen: "Dem Tapferen sind Glück und Unglück wie seine rechte und linke Hand. Er bedient sich beider."
Katharina ist herabgekommen von einer Burg (Bildmitte). Sie hat eine große Ruhe in sich und sie lässt auch dem Pferd Ruhe, um zu grasen. Der zum Boden geneigte Kopf des Pferdes hat eine Wirkung von Demut und Frieden.
Überall am Boden blühen Tulpen. Ein Reh, ein Schaf und eine Ziege nähern sich Katharina still und vertrauensvoll. Links unten im Bild weist eine Gestalt mit einer Taube auf der Schulter durch ihre Blickrichtung aus dem Rahmen des Bildes hinaus.
Von rechts oben kommt der Heiland auf einem Esel reitend ins Bild. Ein Hase ist unter dem Esel vor dessen Hinterhufen und hat keinerlei Angst, getreten zu werden. Der Nymbus des Heilands sieht wie die Sonne am Horizont aus, ist eins mit der Sonne. Am Himmel fliegen Tauben, der gesamte Himmel ist voller Friedenstauben, die fröhlich in alle Richtungen fliegen.
| Katharina ist von der Burg (Umschanzung) herab geritten - in einem weiten Raum. |
| Über der Zeichnung sind Schriftrollen mit Sprüchen. |
Die Sätze auf den Schriftrollen:
"Freude und Fülle und selige Stille wird mich erwarten im himmlischen Garten." (Paul Gerhard)
"Sorget nicht (Matth.6), denn ER sorgt für euch (1.Petr.5,7). Bleibt am Weinstock und bittet." (D. 2015)
"Dem Tapferen sind Glück und Unglück wie seine rechte und linke Hand. Er bedient sich beider." (Katharina von Siena)
"Gott hat bessere Ideen, als du dir vorstellen kannst." (D. 29.4.2015)
"Ich glaube aber doch, dass ich sehen werde die Güte des Herrn im Lande der Lebendigen." (Psalm 27,13)
Die Zeichnung und deren Rückseite:
Sich still halten heißt nicht, sich nicht zu bewegen, sondern sich im Frieden zu bewegen. (April 2015, gefunden bei Thistle)