Samstag, 13. April 2013

Arme Straßenkatzen morgens um drei - Zeichnung, Traum und Wirklichkeit


Diese Zeichnung ist heute entstanden und heißt: "Früh morgens arme Straßenkatzen füttern". Dies war sowohl ein Traum von und mit mir vorletzte Nacht, als auch ist es eine wahre Begebenheit. Eine gute Freundin von mir in einem Land weit, weit weg von hier, wohnt in einer großen Stadt, in der viele arme Katzen leben, die versorgt werden müssen. Diese Freundin besitzt ein mitfühlendes Herz für diese unschuldigen Wesen und steht jeden Tag in aller Stille ganz früh am Morgen auf und kümmert sich an vier verschiedenen Plätzen um etwa 20 Katzen. Sieben ehemalige Straßenkatzen haben ein zu Hause in ihrer Wohnung gefunden.

Arme Strassenkatzen morgens um drei

In meiner Zeichnung seht Ihr wieder eine Mauer:
1. Mauern einer Stadt
2. Mauer, die trennt Leid von Glück ab
3. Mauer von Gesetzen gegen Freiheit
4. freundliche Mauer eines Tempels / Kirche
5. Schutzmauer

Fenster mit Licht:
In der Mauer ist ein Fenster, durch welches ein helles, sanftes Licht strahlt. Die Frau mit der Katze auf dem Arm wird von demselben Licht umhüllt. Sie strahlt es auch selber aus. Jede Katze ist auch von einem Lichtschein umgeben, ebenso die Futterschüssel. Es ist das Licht der Liebe. Die Liebe ist heilig und unvergänglich. Eine der Katzen (rot/weiß) wurde vor einigen Tagen überfahren. Meine Freundin hat sie im Tempel verbrennen lassen - es gibt dort die Möglichkeit, auch Tiere verbrennen zu lassen, die Asche bleibt im Tempel. Das ist ein schönes Zeichen der Liebe Gottes.

Am Herzen
 Pferd:
Es war in meinem Traum innerhalb der Mauer, doch ich kann nicht sagen, was es bedeutet. Im Traum muss nicht alles logisch sein, dadurch ist man im Traum sehr kreativ und eigentlich künstlerisch, es können Ideen entstehen, auf die man normalerweise nicht kommt. Ja! Es muss nicht immer alles mit unserem begrenzten Verstand "logisch" zu Ende gedacht werden, das will mir das Pferd hier wohl sagen.
Interessanterweise ist der Nachname meiner Freundin zusammengesetzt aus zwei Zeichen, von denen das zweite "Pferd" heißt.

Eine andere Freundin von mir, die Künstlerin Ramona F E L S E, auch weit, weit weg von hier, aber in anderer Richtung, hat vor kurzem eine zweite arme verlorene Wald-Katze zu sich genommen  - es lohnt sich auch die Randbilder ihres Blogs genauer zu betrachten.

Und seht Euch von Ramona diesen Post an: "The watchman waits"





Freitag, 12. April 2013

The Watching Man - eine Zeichnung nach der Arbeit einer Künstlerfreundin


Der "Watching Man", nach einer Zeichnung von einer Küntlerfreundin. Der Watch(ing)man wartet auf dich, betet für dich. Das Lichtfeuer in der Nische, Fenster, Loch verbrennt alles, was dich trennt von... - Schaf und Taube nehmen dir die Angst, und Katze und fliegende Taube zeigen dir die Sanftheit des Lichtfeuers, indem sie hin und her springen / fliegen. Der Esel ist bereit, deine Last zu tragen...




1. Der Watching Man ist doppelt: 
Es war zunächst ein sich Ver-Zeichnen, denn meine Figur kam mir zu klein vor. Ich setzte kurzerhand eine größere daneben. Ihr gab ich eine Taube in die betenden Hände als Symbol des Heilgen Geistes und der Vermittlung (Brieftaube). Das brachte mich auf die Idee, der kleineren Figur, die eine Art Schatten oder Abschattung der größeren ist, eine Kirche in die Hände zu geben. Kirche in der Hand heißt: Heiliger Wolfgang. Somit sage ich, der Watchman als geistlicher Führer oder spiritueller Meister ist zum Beispiel, ja, ZUM BEISPIEL, der Heilige Wolfgang.
Der Watching Man schaut - im Gegensatz zum Watchman - nicht DIREKT zum Betrachter, was eine unbeabsichtigte Milderung der Darstellung bewirkt. 

2. Fenster mit Katze und Taube:
In Kommunikation mit verschiedenen kreativen Künstlerinnen entschloss ich mich, eine Katze vor das Fenster mit dem Lichtfeuer zu setzen, darüber eine fliegende Taube. Die Katze und die Taube in ihrer Unbefangenheit und Beweglichkeit zeigen uns, wie leicht es sein kann, sich zwischen zwei Ebenen hin-und her zu bewegen.
Natürlich habe ich auch an unsere verschwundene Katze Biau gedacht.

Bezug zum Heiligen Wolfgang:  Mir kam später der Gedanke an den berühmten Wolfgangs-Stein, der vor St. Wolfgang in Österreich liegt, wo die Pilger durch ein enges Loch in dem Stein durch schlüpfen müssen (können), um ihre "überflüssigen Lasten" los zu werden, Vergangenes zurück lassen, Geburtskanal... 


 Es sind zwei Räume, vor und hinter der Mauer, die ich so nennen möchte:

Blockade / Streit - Versöhnung
Ärger - Vergebung
Stagnation - Bewegung / nach vorne schauen
Ich-Bezogenheit - Begegnung mit dem Du / Verständnis
Sichtbare Welt - Intuition / Unsichtbare Welt
Vergangenheit - Zukunft

...und so weiter, es gibt viele Möglichkeiten.

3. Lamm: 
Das Lamm neben, beziehungsweise hinter dem Watching Man nimmt der hinzu tretenden Person die Scheu oder Furcht, da Lämmer immer sanft sind. Es erweckt so Vertrauen zum Watching Man.
Die Form des Lammes habe ich Thistle's Blog entnommen, wo es um "Ärger" geht, unter anderem: "... Anger makes you smaller while forgiveness forces you to grow beyond what you are..."~Cherie Carter Scott~

4. Esel durch die Mauer:
In Stille Linde's Arbeit ist an selbiger Stelle lediglich ein Auge, das sehende Auge. Ich hatte allerdings spontan einen Pferde- oder Tierkopf erkannt (kommt aus meinem Unbewußten, ist eh klar!). Das bedeutet: Der Esel hilft Dir bein Durchdringen der Trennungs-Mauer deine Last zu tragen.

Die ganze Zeichnung

nochmal anders herum (Rückseite des Japanpapiers)

Musik: Ensemble Unicorn


Klick: LEST DIESEN POST!!!



Mittwoch, 10. April 2013

Eine Tuschezeichnung und noch mehr....

Renate, Timmi, Silberstern und Osterhase

Hier eine Tuschezeichnung meiner täglichen Impression am Franz-Xaverhof:

Das weiße Trio: Alt-Mutterschaf Renate während der Extrafütterung (hier mit Osterhase statt Heukiste), Huhn Silberstern und schlafender Hütehund Timmi.

Aber ich wollte Euch eigentlich noch was anderes zum Thema Tuschezeichnung sagen:

Die Belgische Künstlerin Barbara Beeckmans, auch Stille Linde, hat eine interessante Radierung geschaffen, die auf mich eine ausgesprochen positive Wirkung hat und mich so tief anspricht, dass ich dazu eine Nachzeichnung  (im Original Dori-Stil - "Dorismus" nennt ihn Hanna - angefertigt habe. Stille Linde's Radierung heißt "The Watchman". Ich sah die Zeichnung in ihrem Blog, und sie hatte auf mich sofort eine stark suggestive Wirkung, als ob hier wirklich ein - ich möchte sagen - heiliger Wartender ist, zu dem ich hintreten kann, und in dessen Nähe ich ganz konkret etwas, was mich trennte, in Verständnis und Liebe verwandeln konnte. Es war eigentlich wie ein tiefes Gebet, ausgelöst durch ein Kunstwerk, die Radierung von Stille Linde.

Seid Ihr neugierig geworden? Dann schaut Euch den "Watchman" mal an!
UND: Lest unbedingt dazu alle Kommentare, damit Ihr später meine Zeichnung, die ich Euch demnächst hier präsentieren werde, versteht...

 Text: von Stille Linde zum "Wächter": 

Ein Mann sitzt und wartet in der Nähe einer Nische oder einem Fenster in der Wand.
In gibt es eine Leere, ein Feuer, Licht und Geist.
Verbrennen, was uns trennt  von ...
Eine Tür zu ...
Er schaut mich an und wartet, durchdringend, irgendwie eine Herausforderung.
Wann werde ich aufhören zu leben in Sinnlosigkeit und subtiler Unaufrichtigkeit?
Wann werde ich meine Füße, Gedanken und Gefühle auf den Weg der Wahrheit richten und sonst nirgendwo?
Dies ist ein erster Druck über die Beziehung zwischen einem spirituellen Meister und dessen Schüler."
 
Hier der Link "The Watchman"

Montag, 8. April 2013

Herzschlag

Das Sondertrio Huhn Silberstern, Schaf Renate und Hund Timmi
"Geschlagene Zeit": - in einem gewinnmaximierenden System nehmen viele zwischenmenschliche Beziehungen Schaden.

- Wir sind hier in einer Art von Opposition, die man aus zweckdenkerischer Sicht nicht für voll nimmt, nicht für voll nehmen kann. Dadurch verliert unsere Haltung jedoch nichts.

Der Franz-Xaverhof erzählt:
 In einem Mix von technischen Geräuschen, Wetter, menschlichen und tierischen Stimmen (oder Schweigen) steht hier der Herzschlag an erster Stelle. Gewinn-Maximierung steht hier nicht an erster Stelle (eher an letzter :) ). Der Herzschlag muss an erster Stelle bleiben. Dadurch leben wir eine interessante Nische von erzählerischem Charakter.





"Frage doch das Vieh, das wird's dich lehren... dass in Gottes Hand ist die Seele von allem, was lebt." (Hiob 12,7a, 10a)

Anastasia stellt mir eine Frage



Für meine nicht Deutsch sprechenden Blogleser(innen): Anastasia fragt mich, woher die Einzigarigkeit meiner Bilder komme, und ich antworte: "Die Einzigartigkeit meiner Bilder liegt in der Einzigartigkeit des Betrachters."

Anastasia kommt aus der Ukraine und studiert derzeit in Passau.







Freitag, 5. April 2013

Blecharbeit Franziskus-Figur mit Schwalben

Diese Franziskusfigur ist vor dem Gemälde "mit den Hunden zu den Starzen" positioniert. Die Schwalben sind ein Wunsch von Hildegard Weiler, die für eine liebe Freundin, eine alte Bäuerin,  von mir eine Franziskusfigur mit Schwalben  fertigen ließ. Daraufhin entstanden noch drei weitere Franziskusfiguren mit Schwalben, die ich Euch bei Gelegenheit zeigen werde.


Figur Vollansicht mit Gemälde
Die Figur ist etwa 1m hoch und auf rostiges Blech mit Wachsfarben und Acryl gemalt.



Mittwoch, 3. April 2013

In guter Gesellschaft

Beim Gemälde "Gäste" hat sich nochmal Wesentliches getan. Die Überlegungen

"...auch mal was zerbrechen lassen"  ... "wie bei einer Collage aus Bruchstücken des alltäglichen Lebens durchaus auch Absurdes zusammen bringen"  ... "Raum lassen für Unverhofftes" ..."es geht um ein anderes Leben"...

(Ihr findet die Sätze bei den Posts "Frau und Hase 1" und "Frau und Hase 2")

- also diese Überlegungen haben haben in mir eine starke Kraft in Bewegung gesetzt, die nicht vorhandene Räumlichkeit und Atmosphäre vom Bild "Gäste" in dem Gefühl der Gewissheit, schon angekommen zu sein, in Räumlichkeit und Atmosphäre zu erheben, was bedeutet, dass ich nun bei diesem Bild nach jahrelanger Formsuche nun wirklich angekommen bin. Der Titel heißt nun "In guter Gesellschaft". Die Bildgröße beträgt  etwa 1,20m  mal 1,40m

Frau mit Hase
Der Heilige Wolfgang (als junger Mann)
Der Heilige Leonhard (Schutzheiliger des Viehs)
Seele und Tier-Gäste
Tier-Gäste
das ganze Gemälde
Frau mit Hase und Hase in der Höhle

"Straße trifft Herz"- nachbarschaftliches Straßenfest in der Kreuzbergstraße

Aufbau gelungen - die Hüpfburg steht   Feiern, lachen, zusammen sein - das erlebten auch dieses Jahr die Anwohner, Fans und Freunde der Kre...