Irgendwo in Schweden

Irgendwo in Schweden
Dori und Scho Seppe

Montag, 11. November 2013

Martinstag - ein Ölgemälde auf Altschichten-Wachsgrund


Altschichten-Wachsgrund heißt: Der Bildgrund ist ein altes Gemälde, welches mir nichts mehr bedeutete, und in welchem ich unter anderem auch in einem nochmal darunterliegenden Gemälde mit Wachs gearbeitet hatte (Original Dori-Experiment-Technik). Das Wachs war leuchtend rot und kommt nun in den Fenstern der beiden mittleren Häuser zum Vor-Schein. Das Licht wirkt feurig warm und bedeutet auch Holzofenwärme. Die Häuser brennen nicht, weil sonst würden keine Tauben so seelenruhig drauf sitzen.

St. Martin ist zweimal dargestellt:

Einmal als Reiter in der Mitte des Dorfplatzes, umgeben von einigen Tieren, darunter zwei Martins-Gänse - die nicht geschlachtet werden - dem Reiter zugewandt, und einer Frau mit weißer Katze.

Zweitens ist St.Martin links im Vordergrund auf einem Schimmel zu sehen, wie er gerade seinen Mantel mit einem Dolch teilt. Die Szene der "Mantel-Teilung" ist sehr bekannt und ein beliebtes Thema in der Kunstgeschichte. Sie spielt vor den Toren von Amiens, welches sich in meinem Bild visions-artig auf dem Dach hinter St. Martins Kopf abzeichnet. St. Martin ist hier in Lasurtechnik gemalt, also etwas durchscheinend, wie wenn er eine Idee wäre. Dennoch ist er durch die starken Farben sehr real.
Den Bettler, welchem Martin seine Mantelhälfte geben wird, habe ich nicht ins Bild gesetzt, er ist unterhalb des Mantels und soll nur in der Vorstellung anwesend sein - allerdings sind Martins Augen durchaus auf ihn gerichtet.

Im Hintergrund öffnet sich eine weite Sicht über die Bayerwaldberge, wie wir sie an vielen Orten hier geniessen, zum Beispiel auch von Kollnburg aus.

 Warm erleuchtetes Holzhaus mit Tauben auf dem Dach
Am Dorfplatz
Frau mit weißer Katze
Dorf-Tiere, darunter zwei Martins-Gänse
St. Martin vor Amiens - seine Augen blicken auf den imaginären Bettler
Bild-Detail 
Vollansicht
Illusions-Hirsch am Dach

St. Martin - lebensgroße Blech-Reiterfigur

Kommentare:

  1. Du wirst immer besser.
    Gibts des überhaupt?-

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich habe auch gemerkt, dass bei diesem Gemälde etwas "stimmt", also zur Vollendung gekommen ist. Da waren aber sehr viele Zwischenstadien, die mich nicht wirklich zufrieden stellten, der Prozess ging über mindestens ein Jahr! Ein Professor der Münchener Kunstakademie sagte mal: "Es gibt nur EIN Kriterium: Es gefällt mir!" Er hieß Butz und war u.a. fernöstlich inspiriert.

      Löschen
  2. Was meinst Du wohl, wie oft wir uns selber noch übermalen, bis wir uns gefallen..
    ich denke, Gott sieht das fertige Bild schon und freut sich an allen Stadien.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Das hast du wunderbar gesagt, Gelia! Ich war schon auf Deine Antwort gespannt und hab GANZ im Hinterkopf irgendwie so was ähnliches ... gedacht kann man nicht sagen ... gespürt ... und DU formulierst es. DANKE!

      Löschen
  3. I love the warm light in the house with the pink roof. wonderful, wonderful painting Dori. I would like to go to this warm house now. It is cold outside in Rockford. Tell Jo Jo "winter Is coming".

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Thank you, Ramona! This painting was unready and waiting in August - maybe you remember... the sky was green...

      Jojo will be happy to hear about snowflkaes, unimportant where :) Here the Arber was white yesterday and will become white next days...

      Löschen
    2. This message, "winter is coming" is not what you think. Only Jo Jo will know what this means.

      Löschen