Samstag, 10. März 2012

Grundieren - Imagination - malen - Gespräche

Hier hat mich der Segler beim Grundieren einer Malpappe fotografiert. Ich experimentiere gerade mit Fett, das heißt: ich trage wie Sandkastenspielen Leinöl, Möbelpolitur, Schuhcreme und rote Ölfarbe chaotisch auf.

Dann geht es darum, die Vorstellung zu entwickeln, falls sie noch nicht da ist. In diesem Falle habe ich noch keine Vorstellung.

Ich entscheide mich für eine Landschaft und beginne zu Malen.

Da kommt Konrad daher und schaut, was ich mache. Es entwickelt sich ein Gespräch zum Tema Kunst, Künstler, Handwerk und inwieweit man irgendwie etwas verrückt sein muß, um interessante Kunst machen zu könen.

Konrad kommt daher
"Schau bitte mal her, Konrad!"
schauen und nachdenken

Freitag, 9. März 2012

Detail bei "Almabtrieb" überarbeitet

Die Sennerin hat ein Lamm an ihr Herz gedrückt.
Vorher war der Platz leer. Jetzt darf sie das Lamm herzen.


das ganze Gemälde
Detail

das Bild ist ziemlich groß und in Öl/Acryl-Technik, zum Teil mit Bienenwachs

Mittwoch, 7. März 2012

Florian, Xaver und Scho Seppe in Aktion: der Hufschmied war da!

Gute Nachrichten:
Hufschmied Florian Feigl konnte fesrstellen, daß Scho Seppes Hufe in einem guten Zustand sind. Sie sind sauber und zeigen keine krankhaften Stellen wegen der Hufrehe, die er - wie ihr noch wißt - im Sommer durchgemacht hatte. Der Hufrehe-Schub war wohl seinerzeit doch nicht so gravierend wie zunächst befürchtet. Scho Seppe hat auch schon ein paar Kilo abgenommen :), bekommt nur Altheu ( das ist erster Schnitt) zu fressen und das alte Wintergras von der Weide und hat außerdem schon gelernt, daß Hufeschneiden nicht wirklich schlimm ist, wenn Florian es macht. Man beachte das Flüsterverhältnis zwischen Xaver und Scho Seppe!

in Aktion 1
in Aktion 2
Timmi auf Heuresten harrend
Timmi und Rexi
open range

Dienstag, 6. März 2012

Bild mit Holzkapelle überarbeitet

Es dauerte etwas mehr als 2 Jahre, bis ich den Mut hatte, die mich wegen einer gewissen sterilen Glätte nicht so recht zum Rest des Gemäldes passene Holzkapelle so umzugestalten, daß sie ein wenig organischer wirkt, sozusagen wie eine lebendige Persönlichkeit.

Ausgegangen bin ich seinerzeit von einer Zeichnung und einem Text am 1, November 2010. Die in der Osser-Region spielende Szene ist nicht fest an eine bestimmte Jahreszeit gebunden, es liegen aber Herbst und Vorfrühling nahe, die Zeiten, an denen ich am Bild gemalt habe.

Hier der begleitende Text:
"Das Staunen fühle ich wieder und das beglückende Bedürfnis, ihm eine Form zu geben. Habe wiedermal das Buch "Russische Heiligenlegenden" hervorgesucht und lasse mich von der Seele der weiten russischen Wälder umwehen (male auch gerne Tannenbäume, also Fichten). Ich zitiere aus der Einleitung:
Die russische Landschaft wird (in den Heiligenlegenden) mit einer Aufmerksamkeit beschrieben, die eine offensichtliche Freude der Verfasser an der Natur verrät. Wir hören von unermesslichen Wäldern Mittel- und Nordrußlands, in denen die Einsiedler leben und ihre hölzernen Hütten baun. Als eine ihrer Hauptbeschäftigungen erscheint das Fällen, Behauen und Hacken des Holzes, und die Teufel müssen dazu herhalten, die Stämme auf den Hügel zu tragen, auf dem das Kloster erbaut werden soll. Wir lesen von den kleinen Zellen im Walde, fern von jeder Ansiedelung, in unzugänglicher Einöde, von einem Zaun aus geflochtenen Ästen umgeben, der auch das Gärtchen mitumschließt, in dem die Heiligen ihr Gemüse bauen, sofern sie ihre Askese nicht so weit treiben, auch auf Gemüse zu verzichten und nur von Melde zu leben, aus der sie Brot backen, das, aus ihrer Hand empfangen, einen wunderbare süßen Geschmack annimmt. Wir höre von der Wegelosigkeit des russischen Landes, von seinen unzugänglichen Sümpfen, von der russischen Winterkälte, deren Grimm die Heiligen zum Teil - wie die heiligen Narren - nur mit wenigen Lumpen bekleidet, in heroischer Tapferkeit widerstehen, indem sie barfuß betend (Hühner fütternd :) ) im Schnee ausharren, bis ihnen die Sohlen am Boden festfrieren. Wir hören von den russischen Öfen, zu deren Löchern die Flamme herausschlägt und deren Feuer der heilige Issakij mit blossen Füssen austritt. Selbst das russische Ungeziefer findet sich erwähnt, gegen das die Asketen teils ankämpfen, teils die Haltung des widerstandslosen Leidens einnehmen.

Detail, vor der Holzkapelle
Detail, Frau mit Lamm
die Ausgangszeichnung mit Text vom 1.11. 2010

Freitag, 2. März 2012

Mit den Hunden

Ich finde es toll, mit zwei großen lieben Hunden in der Bayerwald-Pampa herumzutrappern. Hier mit Timmi und Rexi. Rexi gehört dem Josef, und weil Josef einen Chinquecento geholt hat, um aus 2 alten Chinquecentos einen zu basteln, waren wir heute zu dritt.

März/April 2009 entstand das Gemälde "mit den Hunden zu den Starzen", Öl, Blattgold

mit den Hunden zu den Starzen
Detail
mit den Hunden
mit den Hunden am Kapplhof

Donnerstag, 1. März 2012

Erster März, russische Schlamm-Oase und Nebelwalze

Ich komme wie gewohnt gegen 16 Uhr zum Kapplhof. Was gestern noch Eis war, ist jetzt threapeutischer Matsch. Die Sonne ist so stark, daß die Stellen, die gestern Wasser waren, heute trocken sind, und überhaupt bin ich in eine sibirische Frühlingsoase versetzt, fernab vom sogenannten normalen Denken. Enzo und Xaver sind auch aufgetaut und organisieren einen sogenannten Frühjahrsputz, der dauert exakt so lange, bis eine Nebelwalze angerollt kommt, dann wird alles wieder kalt und still.

Die erste Märzensonne verwandelt alles in Glanz
Timmi läßt sich sauber auf Pappe mit Flokati nieder
Xaver als russischer Kolchosenbauer
Xaver und Enzo beim ewigen Aufräumen
Nebel kommt angerollt
Auf dem Heimweg

Kirschblüte beim Pferdeäpfelsammeln vor einer Woche

Einfach drauf los

 Bei der Rollstuhlparty nehme ich immer gerne meine Spielsachen mit. Das sind mein Zeichenblock und meine Premium-Buntstifte. Ich freue mich...