Dienstag, 17. Januar 2023

Die Schlittenfahrer

Die Schlittenfahrer, Detail, Acryl auf Leinwand 1993

 Hinter vielen Bildern befindet sich in meinem Malerzimmer ein großes Acrylbild, auf Leinwand gemalt, mit einem wuchtigen alten Holzrahmen. Das Bild begleitet mich verborgen seit nunmehr 30 Jahren. Damals war im Januar oft viel Schnee, und ich verbrachte viele frohe Nachmittage mit meinen Söhnen und ihren Freunden am Schneehang hinter dem Haus oder oben auf 900 Höhenmetern. . Es war gerade der Anfang meiner Malwelt, die sich als erzählende Geschichten zeigt. Ich wollte keinen Vergleich mit anderen Regionalkünstkern anstreben und was ganz anderes machen. Es war ein Abenteuer und es hat sich bewährt. Mein Orientierugs-Vorbild war Peter Paul Bruhn, den ich oft besucht habe und von dem ich wichtige Mal-Tipps und Anregungen bekommen habe.  Peter Paul Bruhn wäre jetzt weit über 100 Jahre alt. 

Das könnte ich selber mit meinem Jüngsten gewesen sein.

Kasperl und Nikolaus lassen die Zeit im Jahr erkennen, in welcher Schlittenfahren stattgefunden hat.


Montag, 16. Januar 2023

Mein Malerzimmer

Ein paar Pinsel, alt und neu..
 Seit 3 Tagen bin ich dran, mein Malerzimmer zu ordnen zu versuchen, was ich schon seit letztem Jahr tun wollte, aber die Ereignisse hatten es nicht gestattet. . Jetzt zum Jahresanfang könnte ein gute Zeit sein. Nach Weihnachten ist mehr "staade Zeit" als in der "staaden Zeit" im Advent!! 

Mein Malerzimmer ist ein wahrer Kosmos. Bilder vor- und hintereinander, übereinander, Blechwerke dazwischen, bemalte und unbemalte Malpappen, Bildermappen zwischen Tischen, Terpentin, Farben, Pinsel, Stifte aller Art, Kreiden, Wachs, Nägel, Hammer, Werkzeug, Katzenschälchen für Foxi.  Das  alles auf etwa 3 mal 4 Metern. Manchmal eine Taube dazwischen. Und auf einmal kommt ein Bild zum Vorschein, he, das ist ja wichtig! -  oder schrecklich unwichtig! Oder vielleicht gut oder vielleicht schlecht, ja? nein? Was hab ich damals gedacht, gefühlt? 

Nein, zurück will ich nicht mehr. Langsam schält sich die Form heraus. Mir geht es überhaupt nicht um Geld oder Ruhm, wenn ich ausstelle oder meine Bilder und Blechgeschichten irgendwie unter die Leute bringe. Ich möchte aber unbedingt  die Spannung, die Aufregung teilen, die durch das Kunstmachen aufgeweckt wird.


Presse und Niederbayern-TV  in meinem Malerzimmer 2021 - Genug Raum - - -

Heute fand ich ganz hinter dem großen Bild links am Boden etwas taubenfutter und eine kleine Igelkacke - Igel dürfen natürlich auch kommen, aber mir ist lieber, wenn sie nur gemalt sind, die Igel und die Tauben!

Tische rücken im Malerzimmer mit Modrator Benedikt Schregle und zwei Kameraleuten vom BR-Fernsehen. "Wir kennen noch viel engere Situationen, zum Beispiel in Küchen!"

Foxi kommt durchs Fenster ins Malerzinmmer  - keine Angst vor Blechwölfen!

Sonntag, 15. Januar 2023

Arbergipfel in Eiswind-Wolken

Ein eisiger, scharfer Wind fegt über die Steine und Bäume am Arbergipfel. Foto: Leonhard

 Leonhard hat heute einen Run auf den Arbergipfel (1455m)unternommen. Der Arbergipfel lag unter einer eiskalten Wolkenglocke, der Böhmische Wind fegte wie wild umher. Die Nullgrad-Grenze war etwa bei 1300 Metern. Dann begann der Schnee und am Gipfel war es hochalpin. König Arber zeigt als höchster Berg vom Bayerischen Wald seine Größe,Würde und Unnahbarkeit. Zur selben Zeit unternahm ich gerade mit Sylvia einen ruhigen, milden, grünen Spaziergang im Wald.

Samstag, 14. Januar 2023

Leben mit Bildern: Die Wildtierfütterung - ein Fest im Walde

Beginnen wir mit dem Detail von der Alpakafreundin. Seht euch den Bereich links mit den Rehen an.

 
Wie ihr seht: Vorher gab es die beiden Rehe noch nicht, nur den Hasen. Nun blicken wir mal auf die Frau im blauen Kleid, die einen Wolf füttert. Hinter ihr erkennt ihr ein Pony und einen weiteren großen Wolf, angeschnitten.

Vorher: Der Wolf ist sehr groß. In Rücksprache und Bild-Diskussion mit Gelia, Sylvi, Doris und Adelheid im letzten Sommer habe ich mich irgendwann im August dran gewagt, den Wolf zu verkleinern, denn er hat das Gesamtbild etwas zu sehr dominiert. 

Vorher: Die Wildtierfütterung mit dem großen Wolf, Vollansicht (April 22)

Der neue Wolf seit August 22

Hier im Kontext mit der Frau im blauen Kleid und dem Pony

"Die Wildtierfütterung - ein Fest im Walde" fotografiert am 13. Januar 23 beim Malerzimmer-Aufräumen (auch die Details)  130/110cm

 

Wie bunt und froh kann doch der Wald sein, auch wenn der Himmel grau ist ..


Und das ist die "Wildtierauswilderin". O ich sehe den Puma!


 Ich möchte noch erklären, dass die "Wildtierauswilderin mal eine Idee von Adelheid gewesen ist. "Fertige doch aus Blech ein Selbstportrait an, wo du einen Luchs und einen Wolf umarmst!" riet mir Adelheid. Davon erzähle ich euch ein andermal noch mehr..

Und zu dem Gemälde im Ganzen gibt es noch zu sagen:

Es war ursprünglich nur ein Waldbild ohne "tierische" Bewohner. Doch beim Betrachten mit Tobias, einem Freund meiner Söhne, wurde mir klar: das ist kein richtiger "Dori" - - - (Vielleicht erinnert ihr euch..)

Sieghild hat kürzlich gesagt: Wir gehen in den Wald baden, das heißt, wir atmen tief die Luft und die Gespräche der Bäume und Pflanzen ein. Sie sind uns nah. Unsichtbar begleiten uns die Engel, die uns auf den Pfaden der Verständigung führen.
Da darf die Seele schwingen.
(Sieghild)

Donnerstag, 12. Januar 2023

Zwei Künstlerleben treffen sich

Mirjam
Mirjam kommt aus Finnland, Karelien. Sie war 1979/80 meine Betreuungslehrerin im Fach Kunsterziehung am Helene-Lange-Gymnasium in Fürth/Bayern, wo auch mein erster Sohn Johannes geboren wurde. . Aus einer Lehrerinnen-Beziehung wurde eine dauerhafte  Freundschaft.

Nun hat Mirjam mir nach Absprache am Telefon alle meine Briefe zurück gesendet. 

Sie hat noch einen Gruß hinzugefügt und ihre Pläne kundgetan. Ich bin sehr berührt.. 

Hier möchte ich unseren Austausch - am Abend des Lebens - vorstellen. Es ist beeindruckend und vor-bildlich, was Mirjam spricht..

                                          

Mirjam mit mit einem ihrer Kater und einem Künstlerkollegen in ihrem Zaubergarten

Hallo liebe Menschen und Tiere!

Gerade habe ich wieder eure Fotos angeschaut und schicke sie euch zurück. Ich bin alt genug um irgendwann ins Jenseits zu gehen und keiner ist verpflichtet meine Sachen zu ordnen. An deinen Tierchen hängst du genauso wie ich. Gerade schläft meine Katzentochter vor mir auf bunter Decke auf buntem Sofa mit vielen bunten Kissen. In der Coronazeit konnte man nicht aktiv werden und ich schaute im Fernsehen manchmal den ganzen Tag Zoo-Sendungen.

Gesundheitlich geht es mit mir bergab: Jahrelang Zähne operieren lassen und jetzt plagt mich die Müdigkeit. Zwischen jeder Mahlzeit schlafe ich neben meiner Katzentochter. 

Aus meinem Häuschen möchte ich ein Museum und Begegnungsstätte für Alt und Jung machen. Ich schenke alles der Gemeinde, mein Haus und Garten werde ich kreativen Gruppen überlassen. Eine Frau im Haus pflegt meine Katze und das Haus. Ein Teil der Gemälde kommt ins Rathaus, der Rest wird im Haus verkauft. 

So sind die Pläne. Eine Sitzung darüber mit Bürgermeisterin, Notar und Anwältin haben wir gehalten und es sah ganz gut aus. Bald müssen wir den nächsten Schritt machen. Halte die Daumen, dass es gut läuft und meine Lebenszeit reicht und meine Energie. 

Mit herzlichsten Grüßen Mirjam 

Mirjam (links) und eine Freundin besuchen mich (Mitte) Fasching 1992: MUHH!

 Liebe Mirjam,

 ach, das Weihnachten... ich hoffe doch, mit jedem Weihnachten dem heiligen Kinde näher zu kommen, ich einfache Schafhirtin aus dem Bayerwald. Zwischenstation habe ich gemacht in einem kleinen verfallenen Hof am Südhang des Hochwaldes. Der Einsiedler, der dort wohnt, ist ein herzensguter Mann und hat mich und meine Tiere freundlich aufgenommen. Er half mir ein Dach und einen Zaun zu bauen und jedes Jahr hilft er mir, die Löcher zu reparieren, die das Wetter verursacht. 

Mein Brief an Mirjam

 Nicht nur von Wind und Wetter ist unser kleines "Vor-Bethlehm" angegriffen. Gierige Burschen machen sich daran, noch schlimmere Löcher als Regen und Wind in den Hof zu schlagen. Doch immer wieder habe ich für uns und die Tiere Hilfe erfahren. 

Xaver, Dori und die Tiere

 Dann gibt es noch die "Pilgerstation Stufferhaus" mit den vielen Bildern , dem Kupfertürmchen am Dach und den Tischen, wo ich malen, schreiben und Essen servieren kann. An einem großen "König-Arthus-Tisch" sitze ich nun und schreibe an dich. Soeben habe ich deine "Mappe der Begegnungen " betrachtet. All die Jahre unserer Künstlerinnenfreundschaft fliegen vorbei halten an, lassen sich betrachten, staunen, wundern. Alles hast du großartig sortiert. Ein Tagebuch von großem Wert für mich, nachdem du so viele Jahre alles, was ich dir zugesendet habe, wertgeschätzt und sorgfältig bewahrt hast. 

Weihnachtskarte 2000

Weihnachtskarte mit Großmama 2004

 Es ist immer noch so: Du bist die bewunderte, erfahrungsreiche und erfolgreiche  Kunstlehrerin und Künstlerin; und ich lege dir meine Werke vor und fühle mich geehrt, wenn du sie betrachtest. 

Marien-Votivtafel auf Holzplatte gemalt

Gemälde fotografiert und an Mirjam gesendet

Tusche und Acryl-Aquarell

Faschings-Aktion im Schnee: "Kinderzirkus"

Das Bayrische Fernsehen BR in meinem Malerzimmer, Advent 2019

Aktionen mit Kindern draußen - für eine Pädagogenzeitschrift

 Welch ein großes Weihnachten... so viele Weihnachten blättern sich in dieser Sammlung auf. Nein, zurück wollen wir  - denke ich - beide nicht mehr. Wie du sagst, es ist irgendwann unsere Bestimmung von hier zu gehen. 

Lamm "Angy", Februar 2006

Die 3 liebsten Buben der Welt 1986

Mit Foxi (lebt heute noch) - mit Foxi und Nanuk (er wurde jung überfahren)

Liebe Mirjam, die Pläne und Vorhaben, die du für dein Künstlerhaus überlegt hast und bereits teilweise umgesetzt hast, sind vortrefflich! Ich wünsche mir ganz fest zusammen mit dir, dass Zeit und Energie ausreichen, dein Haus für Kunstschaffende zur Verfügung zu stellen - inklusive Garten! Eine Oase des Bewusstseins! 

Weise Freundin Mirjam! Dein Brief macht mich traurig, lässt mich aber auch fliegen, dahin fliegen, wo es alles gut und vollkommen sein wird. Noch sind wir unterwegs, haben Station in tollen lauten und stillen Hütten bezogen. Wir werden den Weg mutig gehen und das Ziel erreichen, wo die Engel das Gloria singen.

Deine Dorothea


Blecharbeiten am Kreuzberg-Stadel zum Caritativen Weihnachtsmarkt 2002 

 Alle Fotos sind entnommen aus der Briefe-Sammelmappe, die Mirjam mir vor einer Woche gesendet hat .

Mittwoch, 11. Januar 2023

Krüge auf Holz gemalt als Küchendeko

Krüge aus Ton: Holzbretter mit Acrylfarben einfach bemalt

Krug, Flasche, Vase

Erdfarbene Vase und blauer Krug

Dorotheas Küchendeko

 

Dienstag, 10. Januar 2023

Die heilige Dorothea

Dorothea im rosa Kleid

Dorothea im gelben Kleid



















Die gelbe Dorothea hatte zuerst braunes Haar

Diese Dorothea ist für den Engelkapellenweg














Doris mit Flöte im lila Kleid






Gelia (DANKE!!) hatte mich kürzlich um ein "Dorothea-Blech-Foto" gebeten. Das hat mich inspiriert - -  Sie erkannte "mich" in der gelben Dorothea nicht gleich, weil diese braune Haare hat. Warum nicht gleich mal die Haare blondieren?! Das macht einen Riesenunterschied, finde ich. Die lila Doris-Figur mit Rose und Flöte habe ich doppelt hergestellt, weil eine davon an meine Freundin Doris ging, die Flötenspielerin ist. Die heilige Dorothea wird gerne von Blumen begleitet. Einer selbst entworfenen Kugelschreiber-Skizze nach habe ich sie außerdem in Verbindung mit dem Jesuskind dargestellt. 

Bibelzeichnung: Die heilige Dorothea mit Ikone, Tisch, Jesuskind und Wild-Tieren

Portrait (neu bearbeitet) der gelben Dorothea

Portrait (neu barbeitet) der rosa Dorothea


Das wichtigste Gebet der heiligen Dorothea:

 "HERR; hilf allen Notleidenden!"

Und hier ein Satz von Mir-Dorothea:


Ich bin heilig, nicht weil ich heilig bin, sondern weil ich Heilige kenne.




Die heilige Hildegard - ein Geschenk für Hildegard Weiler vom Wolfgangshof

Dorothea - Gesicht mit Strahlenkranz



Einfach drauf los

 Bei der Rollstuhlparty nehme ich immer gerne meine Spielsachen mit. Das sind mein Zeichenblock und meine Premium-Buntstifte. Ich freue mich...