Irgendwo in Peru

Irgendwo in Peru
Dori bringt Pünktchen und Brauni ins Bett

Mittwoch, 26. April 2017

Kreuzträger in Lumpen mit Krone, kleine Bibel-Rand-Zeichnung

... und ein jeder erweise seinem Bruder Güte und Barmherzigkeit, und tut nicht Unrecht den Witwen, Waisen, Fremdlingen und Armen, und denke keiner gegen seinen Bruder etwas Arges in seinem Herzen! Sach.7,9 



Montag, 24. April 2017

Südfront vom Schafstall erneuern: Fritz und Moni aktiv

 Fritz (19) klettert die Leiter hinauf und zieht aus dem Bretterlager einige alte Bretter hervor. Monika, Fritzens Mama, nimmt die Bretter in Empfang.

 Heute wollen Monika und Fritz die Südfront vom Schafstall erneuern. Dort ist der Stall immer starkem Wind und Wetter ausgesetzt. Dementsprechend ist eine Renovierung inzwischen dringend notwendig.

Da Fritz extra aus Straubing angereist gekommen ist, gibt es keine Verschiebung auf morgen. Wind und Wetter? Kein Problem für Fritz und Moni. "Das ziehen wir durch, und zwar wenn, dann gscheidt!"



Natürlich verwenden wir als Bau-Material fast ausschließlich nur Fund-Material. Das ist das Markenzeichen von "Workshop Xaverhof"!
Hmmm.....

Stück für Stück zusammen-puzzlen und -hämmern; es regenet immer mehr....

Fritz: "Gibt's hier irgendwo ein Handtuch?" Dori: "Klar!" Fritz: "Mam, trockne mir mal die Haare!"


Es nimmt allmählich erste Formen an....

und weiter....

Im Vorderteil des Stalls machen es sich Pony Scho Seppe, die Schafe und die Hühner unter dem schützenden Dach gemütlich. Sind sie nicht propper und lecker sauber und wohlgenährt und zahm, unsere Schäflein?? Und friedlich, unsere Tierlein alle?

Südfront geschlossen.

Gut gemacht, Fritz!!!

Donnerstag, 20. April 2017

Im Aprilschnee am Wolfgangsweg

Adelheid und Sylvia räumen letzte Holz-Stempen "Im Gnadenlicht"auf - Münchshöfen


Mittwoch, 19. April 2017

Grüsse aus den Wolken

Schneeflocken wirbeln um das Birkenkreuz von Hajo. Das Pilgerkreuz wurde 2015 von Hajo Bach entworfen und aufgestellt. Pilgeraktion mit Hajo: ALLE UNTER EINEM DACH
 Und Gruß zurück an unseren lieben Freund und engagierten Xaverhof-Fan, den Wildnispädagogen  Hajo Bach, der am Ostersonntag nach einem schweren Sturz an einer Kopfverletzung verstarb. Hajo, Wir lieben Dich!

Mail vom 21.November 2016 von Dori an Hajo:

Lieber Hajo, Xaver hat mir nachmittags freudig berichtet, dass Du ihn heute besucht hast! Er sagte, dass Du den Blog-Eintrag von Gänschen-Entchen gesehen hast und sagte, dass er Dich gern hat! Auch ich freue mich und habe Dich gern, lieber Hajo mit dem großen Naturseelenherz! Deine Dori

Hajos Antwort:

Liebe Dori, sehr schön und angenehm, diese Worte aufzunehmen. 
Xaver ist in seiner einfachen ehrlichen Zuwendung ein Mensch, den ich sofort als einen engsten Freund bezeichnen kann.
Ich müsste jetzt einmal 50 oder 100 mir nahestehenden Menschen zählen, um sie zu beurteilen und dann Xaver einzuordnen.
Mach ich aber nicht, ist zu unwürdig. Mein schelles und richtiges Ergebnis ist, dass Xaver ganz ganz vorne steht.
Deshalb sage ich auch, dass ich ihn gerne habe, genau so wie er gestrickt ist. (Im Anzug wäre er ein fremder Mensch für mich!)
Jetzt biete ich Dir noch eine weitere Feststellung an: Wir beide haben die gleichen Antennen - unsere Empfindungen zu Xaver haben genau dieselbe Frequenz.
Und das ist unter hundert möglichen genau die gleiche, die wir beide haben. Nennen wir sie die Frequenz 23 und sind stolz darauf. Deshalb habe ich auch ich Dich sehr gern.
Herzlichst. Hajo
(PS: Liebe Dori, gerne kannst Du auch Dein und mein Schreiben als Blog eingeben)

--
Hajo Bach, Leitung der Naturcamp-Arbeit bundesweit

geschäftlich: Postackerweg 2. 94234 Viechtach
privat: Harztalstraße 18, 83714 Miesbach

www.natur-erfahren-lernen.de

Pilgerkreuze herstellen am Xaverhof mit Hajo Bach, Sommer 2015

Montag, 17. April 2017

Frohe Ostern am Xaverhof - junge Flüchtlinge zu Besuch

Jungen Flüchtlingen die Geschichte vom Xaverhof erklären
Am gestrigen Ostersonntag besuchten drei junge Flüchtlinge der Einrichtung Vita Futura, Regen, zusammen mit ihrem Pädagogen, meinem Sohn Johannes, den Gnadenhof Xaverhof.

Nachdem wir alle Tiere begrüßt haben, erklären Xaver und ich anhand der Blechbilder, die seit 2015 die Nordseite des Hofs zieren, die Geschichte des Hofes.

Das Anwesen wurde 1945 von amerikanischen Panzern zerschossen und brannte bis auf die Grundmauern ab. Ursache dieses schrecklichen Ereignisses war ein Missverständnis: Im Radio wurde mitgeteilt, dass alle Gegner der SS auf ihrem Dach eine weiße Fahne hissen sollten. Da die Xaverhof-Bewohner jedoch kein Radio hatten, hissten sie auch keine weiße Fahne. Die Amerikaner hielten somit den Hof für eine Bastion der SS und beschossen den Hof. Xavers Vater hat mit nachbarschaftlicher Hilfe den Hof wieder aufgebaut, heirtatete Maria und dann kam Xaver (1961) zur Welt. Seit 2006 wurde mit dem Einzug der Wolfgangs-Dori-Schafe aus dem Anwesen der Gnadenhof, der auch Pilger- und Gnadenhof heißt. Hier finden unter anderem auch Workshops und pädagogische und Pilger-Projekte statt, wie das große Pilgerfest "Alle unter einem Dach" mit Hajo Bach und Dekan Pfarrer Dr.Werner Konrad im August 2015.

Die Geschichte des Xaverhof, erzählt mit Blechbildern. Hier die kleine Ostergruppe vor den Bildern "Bruder Konrad" und  "Durch Wiederaufbau Gutes tun" (Mitte, hier halb verdeckt).
Dori erklärt den jungen Flüchtlingen aus Afghanistan und Syrien einiges zum Fest Ostern, dem "Fest des Lebens." Achmed findet frisch gelegte Ostereier beim Bild "Die Pilgerin". Insgesamt werden die Jungs fünf Nester mit Ostereiern finden. Sie freuen sich!
Ist bei der "Herzensdame" auch was versteckt?
GEFUNDEN!
Eine weitere Attraktion sind kleine Übungen zum Buldog-Fahren. Hier ein 14 jähriger Jugndlicher  aus Syrien. Er hattte schwere Verletzungen wegen Bombensplittern und musste viele Monate in der Passauer uniklinik behandelt weren. Geblieben ist ein behindertes Bein. Doch er findet Hilfe bei Vita Futura und bekommt neue Hoffnung.
Tee-Pause und eine große Tafel Schokolade von Xaver! Frohe Ostern1

Freitag, 14. April 2017

Pilger-Birkenkreuz wieder aufgestellt

 Am gestrigen Gründonnerstag bauten Friedel und Xaver das seit letztem Sommer darniederliegende birkene Pilgerkreuz vorm Gnadenhof Xaverhof am Wolfgangsweg-Zubringer bei Fernsdorf wieder auf. Gleichzeitig wurden einige Blechfiguren wieder frisch plaziert.

Zwei Pilgerwanderungen sind für die kommende Sommersaison geplant:

+ Kreuzweg zur Wolfgangskapelle - "Ein Stück Weg mit Christus gehen" am  am 29. Juli 2017  ab 10 Uhr beim St.Wolfgangshof, Böbrach, mit einer Einführungspredigt - wir freuen uns, das hier und heute mitteilen zu können! - dem evangelischen Regionalbischof Dr.Hans Weiss aus                                                                       Regensburg.

+ Pilgerwanderung vom Gnadenhof Xaverhof (also ab hier) nach Ayrhof (Herz Jesu Kirche) am 29. September 2017. Da die Wanderung am Michaelistag sein wird, wird sie mit dem Thema "Schutz- und mächtige Hilfe durch Engel" überschrieben sein. Dieses Ereignis findet in Zusammenarbeit mit der  Gemeinde Kollnburg  statt.

Wir laden zu beiden Ereignissen herzlich ein!

In guter Zusammenarbeit: Friedel und Xaver

Das helle Licht des Birkenkreuzes kommt beim Aufbau endlich wieder zum Strahlen. Es erinnert an ein Gipfelkreuz.

Vorbereitende Arbeiten: Die Säge raucht! Typisch Xaver, aber er kann's!

"Stundenpilgerin" am zubringer, Frau Jakob, - erste Passantin nach Neu-Installation der Figuren und des Birkenkreuzes.




Mittwoch, 12. April 2017

Zwei kleine Taubenkinder ohne Eltern

Elternlose Taubenkinder füttern
Eine Muttertaube Nacht (schwarz und schön) ist offenbar beim Aus-Flug verloren gegangen. Sie hinterlässt zwei noch unselbständige Jungtauben im Nest. Ich beobachte, dass auch keine Vater-Taube zum Füttern da ist. Die Kleinen sind etwa 8 bis 10 Tage alt, da kann ein Mensch schon helfen. Es ist nicht das erste Mal, dass ich Taubenwaisenkinder großgezogen habe.

Ein Taubenbaby kostet 2 Cent und ein ganzes Herz. 


Den Schnabel seitlich mit zwei Fingern aufspreizen und die Körner einfüllen. Der kleine Kropf darf gut gefüllt werden. Nicht zu zaghaft füttern!

Die Kleinen sind noch nicht in der Lage, selber zu picken. Sie bekommen eine Mischung aus Weizenkörnern, Küken-Aufzucht-Körnern, Mais und kleinen Erbsen. Die Kleinen haben schon Federn angesetzt und eine gute Chance, zu überleben.
Trinken: den Schnabel ins Wasser tauchen; zu den Körnern gehört unbedingt Wasser in den Kropf.
Am nächsten Morgen: Xaver hat eines der beiden Taubenkinder zu "Eisbrecher" ins Nest gesetzt (siehe ganz vorne). Eisbrecher erkenne ich an der weißen Feder am linken Flügelspitz. Eisbrecher hat selber zwei ganz junge Babies. Er ist übrigens ein Männchen! - Tauben wechseln sich normalerweise  beim Brüten und Füttern ab. Xaver beobachtet, dass Eisbrecher das fremde Taubenkind mit seiner Taubenmich aus dem Kropf füttert! Bravo, Eisbrecher!! Tauben-Ammen einzuschalten ist übrigens eine durchaus sinnvolle Sache. Allerdings setze ich das Kleine dann später doch lieber wieder zu seinem Geschwisterchen ins Nest zurück und füttere beide nochmal nach. Übrigens: Eisbrecher und seine Schwester Wellenkind (beide Rasse "Blauspitz")  habe ich letztes Jahr um diese Zeit groß gezogen, da habe ich es gelernt. Sie waren Vollwaisen.
2 Tage später: Die Muttertaube ist zurück gekommen!!
Sie hat den Schwanz gebrochen!  Ihr Schwanz ist nach unten geknickt; sie taumelt etwas, kann jedoch fliegen, fressen und sitzen.
Nun rufe ich doch mal den Taubenkenner an! Er sagt: Der Schwanz ist kein schlimmes Problem, er wird sicher wieder heilen. Sowas passiert öfter mal. Wenn die Taubenkinder großen Hunger haben, betteln sie laut um Futter, dann wird vielleicht auch eine andere Taube aktiv und hilft beim Füttern. Jetzt gilt: So wenig wie möglich in die natürlichen Abläufe eingreifen...die Tauben regeln das normalerweise jetzt selber...

Und schau mal, tauberer "Sonne" balzt schon wieder um die Muttertaube, will neue Babies erzeugen! Er beteiligt sich nicht an der Füterung, ist also nicht der Vater. Wo ist der??
Nun Lassen wir den Schlag erstmal für einige Tage geschlossen, bis wir einen Überblick über die neue Situation bekommen haben. Drückt die Daumen!!

Nachtrag: Heute, nach 3 Tagen Taubenkinder-Fütterung durch Taubenmama Dori, konnte ich beobachten, dass mittags Taube "See" und abends Taube "Kies" die Fütterung der Kleinen aufgenommen haben! Tolle Ersatz-Eltern! Osterglück! 

Samstag: Inzwischen versucht auch die Muttertaube wieder mit zu füttern. Doch sie gibt der kleineren der beiden Taubenkinder nichts, obwohl diese sehr bettelt. Aber der Taubenvater (Kies) und Mamadori (ich) haben ihr was gegeben. Insgesamt sind nun an der Fütterung inclusive Dori 4 Tauben beteiligt!

Montag, 10. April 2017

Wenn aus Fremden Freunde werden




Im Frieden: Arco und die Hühner


 Neulich erzählte ich Euch, dass ein älteres Ehepaar mir (uns) übers Palmsonntag-Wochenende ihren Labrador Arco anvertraut hat.

Arco kommt mit ALLEN gut aus! Ein ruhiger und bescheidener Gast.

Auf Wiedersehen, lieber netter Freund!

Schön, dass viele Dich kennenlernen durften!

Kennenlernen heißt:
 lernen -
lernen zu kennen -
offen sein zu lernen -
kennen zu lernen.
Begrüßung Arco-Klee durch die Schaf-Revier-Tür. Bei solch einer Schnauzen-Nähe würde so mancher Hund ins Schnappen kommen. Arco aber ist ganz lieb und sanft.

Xaver macht den lächelnden Arco mit Altschaf Angy bekannt.


Angy ist alt und braucht Sonder-Versorgung. Daher darf sie während der Stallarbeit überall frei herumlaufen...
Puma wird sich gleich auf ein Nickerchen ins Heu legen, ohne sich irritieren zu lassen.
A glimpse of paradies.... Puma (links): schlafend, Angy: vorsichtig umherlaufend, Dori: vermittelnd, Arco: frieden-bereit
"Xaver bitte fotografiere mich mit Hund, Scho Seppe und Hahn!" "Jaa! Scheeee! Hab alle drauf!"
Mit Inuit Sylvia in der Wildnis am Bach
Und hier noch Wildwasser-Freuden:

video

Freitag, 7. April 2017

Arco - "Der Hund, der mich braucht, findet mich..."

Begrüßung im Eingang Stufferhaus. Foto: Adelheid
Finde Dori
 Als gestern ein gewisser Herr Raster zum Hof kam, mit seinem Hund Arco, und mich fragte, ob ich auf seinen Hund am Wochenende aufpassen könne, sagte ich sicherheitshalber mal "Ja." Denn ich könnte ja bei einenm "Nein" Glück verpassen! Das Ehepaar Raster ist bekannt mit Xaver. Es sind schon ältere Herrschaften, die Arco vor 7 Jahren als Weplen von ihren Kindern, die längst aus dem Haus sind, geschenkt bekommen haben. Doch sie finden keine passenden Leute, die mit Labrador Arco mal spazieren gehen würden, geschweige denn, ihn mal für ein oder 2 Tage übernehmen würden. Und den Gnadenhof-Tieren von Dorothea geht es sehr gut, hat sich herumgesprochen. "Fragen wir sie mal..." werden Rasters sich gesagt haben.

Nach dem Verlust von Hündin Lay gab es für mich nur einen Satz zum Thema "neuer Hund": "Der Hund, der mich braucht, findet mich!" Und nun tritt Arco auf die Bildfläche, überraschend zeitnah.

Arco is ein vollkommen friedlicher Fanḿilienhund. Er kommt mit Menschen, Hühnern, Schafen, Katzen und was sonst noch so in der Welt umherläuft und fleucht gut aus, er ist extrem gutmütig und einfach nur lieb. Bevor ich jedoch Arco für 2 Tage übernehme, möchte ich ihn gerne näher kennenlernen. Und heute habe ich gewonnen! Eine Baldriantablette und 2 Aspirin gegen Ohrensuasen - und eine neue Tür tut sich auf. "Bei Ihnen, Frau Dorothea, ist unser Hund in besten Händen!" Dori: "Ein Geschenk des Himmels..."

Teepause nach einem großen gesunden Wald-Spaziergang. Foto: Lars aus München

Dienstag, 4. April 2017

Die Gestaltung des Altars mit den ersten Frühlingsblumen

Viele von Euch wissen, dass ich den Altar der Christuskirche Viechtach gestalte, und das seit vielen Jahren. Zusammen mit den Geschöpfen der Natur, wandle ich durch die Jahreszeiten, genannt "das Kirchenjahr". Es gibt auch den Satz: "Christus ist das Kirchenjahr". Jede Blüte möge ein Gebet sein, ein Bitt- oder Dank-Gebet. Ich bringe, was ich finde. Notfalls über Zäune klettern :) Aus der Gnade leben.

Hier: Blausterne, Himmelschlüssel, Krokus, Primeln, Buschwindröschen, Weidenkätzchen. Der Altar ist für den vergangenen Sonntag JUDIKA, das heißt: "Gott, schaffe mir Recht."(Psalm 43,1). Wir befinden uns in der vorösterlichen Passionszeit, auch Fastenzeit genannt. Die liturgische Farbe dieser Zeit ist violett.

Psalm 43:

1Verschaffe mir Recht, o Gott, und führe meine Sache wider das unheilige Volk und errette mich von den falschen und bösen Leuten.
2Denn du bist der Gott meiner Stärke; warum verstößest du mich? Warum lässest du mich so traurig gehen, wenn mich mein Feind dränget?
3Sende dein Licht und deine Wahrheit, daß sie mich leiten und bringen zu deinem heiligen Berg und zu deiner Wohnung,
4daß ich hineingehe zum Altar Gottes, zu dem Gott, der meine Freude und Wonne ist, und dir, Gott; auf der Harfe danke, mein Gott!
5Was betrübest du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, daß er meines Angesichts Hilfe und mein Gott ist.

Samstag, 1. April 2017

Die Grenzland-Erscheinung

Eine Reiterin sitzt gefühlvoll auf ihrem Pferd. Das Pferd schaut auf einen gewissen Punkt. Wohin wohl?


Auf dem Dach der Kapelle sitzen zwei Tauben und turteln miteinander. Eine der Tauben sieht aus wie die Taube Universum vom Gnadenhof Xaverhof. An die Kapelle ist ein Taubenschlag gebaut. Vom Kapellenturm aus gehen Lichtstrahlen über den Schlag nach unten. Wohin gehen diese Strahlen wohl?

Ein Wolf steht fest und blickt in die Umgebung. Was umgibt den Wolf?

Dies ist die Vollansicht des Gemäldes "Die Grenzland-Erscheinung". Dieses vor über 10 Jahren begonnene Bild hat sein Geheimnis aus dem Auftragen von vielen Farb-Schichten, die sich über die Zeit in verschiedenen Malphasen entwickelt haben. Vor einer geöffneten Architektur mit mystischem Hirsch zwischen zwei großen Bögen, welche den Blick in eine Bayerwald-Böhmerwald-Landschaft frei geben, begegnen sich zwei Reiterfiguren. Ich denke bei den beiden an den Heiligen Wolfgang (rechts unten) und an eine Pilgerin (im Mittelfeld). Beide Pferde sind fasziniert, ja aufgeregt, weil da ein Wolf ist. Der Wolf steht ruhig und fest. Die Figuren mit ihren Pferden und der Wolf sind von visionärem hellen Weiß umgeben. Dadurch wird der Gedanke einer Geschichte, eines Traums, einer Vision, Erscheinung hervorgehoben, betont. Der Wolf hat verschiedene Bedeutungen. Es könnte ein Bayer-Böhmerwald-Wolf sein, die Landes-Grenzen überschreitet. Es wurden in jüngster Zeit in der Region wieder frei lebende Wölfe angesiedelt. Es könnte auch der sagenhafte Begleitwolf des Heiligen Wolfgang sein, der gerade beschließt, ab nun Begleitwolf zu sein. Oder es könnte ein wolfsähnlicher Hund sein, der demnächst die Pilgerin als seine Herrin auswählen wird. Die beiden liebenden Tauben spieglen die innige Beziehung von Pilgerin und Wolfgang wider. Der an die Kapelle angebaute Taubenschlag bedeutet Verständnis für Vögel seitens des Dorfpfarrers und seiner Gemeinde und das fröhliche unbegrenze Einkehren des heiligen Geistes als Taube in einer intakten christlichen Gemeinschaft. So wie das Gemälde in vielen Schichten gemalt ist, können auch viele Geschichten darin gesehen werden, je nachdem, was der Betrachter erkennt oder imaginiert. Dieses Bild in relativ großem Format in Mischtechnik habe ich vor zwei Tagen in einem herrlichen Anflug von Inspiration vollendet. Es fehlten nach über 10 Jahren Pause der Wolf, die Tauben und der Taubenschlag mit den Lichtstrahlen, vom Kapellenturm in Richtung Wolfgang ausgehend. Ich werde das Bild morgen auf die Reise zur Bad Kötztinger Kunst-Ausstellung schicken, zusammen mit dem Gemälde "Ereignis am Gunthersteig". Aus Platzgründen gehe ich davon aus, dass die Jury nur eines der beiden Bilder in der alten Kirchenburg präsentieren wird.

"Die Strahlen gehen überall hin." (Kommentar von Gelia)
"...ungewöhnlich für dich das klare Violett des russisch anmutenden Kirchendaches hinter dem die gesamte Szene dominierenden Hirsch, der die Begegnung zwischen Wolfgang und der Pilgerin unter sich gelassen-souverän geschehen lässt..." (aus dem Kommentar von Caro La)