Aus dem Herzen zeichnen

Aus dem Herzen zeichnen
Auf dem Weg zum Stall

Leben mit Tieren

Leben mit Tieren
am Gnadenhof Xaverhof

Nachts vorm Stall

Nachts vorm Stall
Im ersten Schnee

Sonntag, 17. Dezember 2017

Neues aus meiner Engelwerkstatt


Kleiner Blechengel (Höhe ca 20cm) vor dem Gemälde "Die Wohngemeinschaft"  (Detail: Lichtbringer und Tauben)
In der vergangenen Woche konnte ich sechs Engel herstellen, drei kleine, etwa 20 cm hoch, und drei mittelgroße, etwa 80 cm hoch.

Mittelgroßer Blechengel (Höhe ca 80 cm) vor dem noch unfertigen Gemälde "Arber"

Freitag, 15. Dezember 2017

Presse-Engel und eine ganz besondere Krippe

Nicole Ernst vor der "ganz besonderen Krippe"
 Am vergangenen Dienstag bekam ich Besuch von der wunderbaren Presse-Autorin Nicole Ernst vom Viechtacher Anzeiger. Sie führte ein längeres Interview mit mir zu den Themen  "Engelweg", "Wie stelle ich eine Blechfigur her?" "Einstellungen zu Kunst und Leben". Der Bericht wird zwischen den Feiertagen im Viechtacher Anzeiger/Kötztinger Zeitung erscheinen. Nicole Ernst hat etliche Fotos gemacht, und weil es ohnehin gerade passte, begann ich - während Nicole Ernst fotografierte und sich Noitzen machte, einen neuen Blechengel auszuschneiden.


Diese Krippenszene ist eine Entdeckung meiner Pilgerfreundin Hildegard Weiler. Sie hat sich dieses Foto als Weihnachtskarte gewünscht. Hildegards besondere Entdeckung ist, dass sie in einer zufälligen Zusammenstellung dieser Figuren in meinem Malerzimmer im heiligen Franziskus den heiligen Josef sieht, der den Wolf ganz innig festhält, damit dieser auch ganz bestimmt das Kindlein nicht beißt. Schön gesehen und interpretiert, Hilde! Mit Dir stehle ich IMMER gerne Pferde! Besonders gut gefällt Hildegard hier das Weiß vom Schnee in Zwiesprache mit dem strahlenden Weiß des Kindes in der Mitte.
In dieser Figuren-Kompostition vor dem Arber-Gemälde in meinem Malerzimmer hat Hildegard Weiler eine Krippenszene erkannt. Auch hier sieht man eine Verbindung zwischen dem Schnee am Arbergipfel und dem Kind.
Maria und Franziskus als Josef, Wolf in guten Händen.

Donnerstag, 14. Dezember 2017

Auf den Bergen herrscht Hochwinter


Heute Nachmittag bot sich mir auf der Fahrt zur Ranch ein grandioser Anblick Richtung Ach-Tausender (=Arberkette) an. Dies dürften die Rauchröhren sein.

Zur Identifikation: Der Arber liegt rechts, außerhalb des Fotos, im Nebel.

Dienstag, 12. Dezember 2017

Wasser schöpfen und Bäume gießen

Dori vorm Stall beim Schneeschaufeln?
Nein, gar nicht Schneeschaufeln! Sondern: Dori vorm Stall beim Wasserschöpfen. Mit der Schneeschaufel kann man so viel machen: Ausmisten, Schnee schaufeln, Wasser schöpfen, Dreck schieben. Das Wasserschöpfen steht in letzter Zeit permanent auf der Liste. Nun, für die Quellen und für die Bäume ist das schon okay. Und zum Glück habe ich einen Sherpa, den Xaver. Oder nennen wir ihn in diesem Falle: Chinesischer Wasserträger.

Spezialität im Herbst 2017: Fast alle zwei Tage geht's ans Wasserschöpfen!
Xaver: "Zwei Eimer tragen sich leichter als einer! Dori, mach du schon mal die nächsten beiden voll, ich bringe das Wasser derweile zu den Obstbäumen. Ein herrlicher Dung! Ein super sinnvolles Geschenk vom Geist!"
Stilles Lächeln

Montag, 11. Dezember 2017

Starke Schneefälle und die kleine Herde

Es schneit heute Nachmittag immer stärker. Mit dem Auto konnte ich zum Glück unbeschadet den Xaverhof erreichen. Zur Begrüßung wird gleich mal ein Arm voll Heu auf den frisch mit einer weißen Schnee-Tischdecke gedeckten Fressplatz vorm Stall geworfen.

Heu ist konzentrierte Sonnen-Engergie. Was für ein Segen, im Sommer vier Sonnentage hintereinander zu haben, sonst kein Heu!!

Das Trinkwasser in den Schüsseln ist gefrohren.

In den Brunnen läuft immer noch der lustig plätschernde Wasserstrahl, der das Wasser bewegt und so vor dem Gefrieren bewahrt. Sobald der Zulauf-Schlauch mal kurz zum Stillstand kommt, ist es für die nächsten Wochen mit dem schönen Fließwasser vorm Stall aus.

Alles ist vorbereitet, ihr könnt jetzt reinkommen!

Beim Einlass bekommt jedes Tier von mir noch eine kurze Streicheleinheit mit dem Besen und dann: Gute Nacht und hoffentlich eine gute Heimfahrt für die Schäferin!

Samstag, 9. Dezember 2017

Interview Frage 5 - - im TOURIST-GUIDE zum Thema "Engel"


Engel helfen, trösten, besuchen, lindern, führen, schützen. Engel (Blecharbeit, Detail) mit bunten Flügeln am Engelweg

In der Dezember-Ausgabe vom TOURIST-GUIDE wurde ich gebeten, ein kleines Interview zum Thema Engel zu geben. Dem Gespräch mit TOURIST GUIDE wurden insgesamt 3 Seiten mit farbigen Fotos und Text gewährt. Herzlichen Dank!

5. Frage von TOURIST GUIDE:

- Sehen Sie  ENGEL als wirksames Gegengewicht gegen alles Böse?

Meine Antwort:

 Es gibt verschiedene Aspekte bei Gottes Engeln. Da gibt es 
den mächtigen Erzengel Michael, der den Teufel, den alten Drachen, in
einem großen Kampf besiegt hat. Es gibt Boten wie den Erzengel Gabriel,
der Maria verkündigt hat, dass sie einen Sohn mit Namen Jesus gebären
wird. Es gibt aber auch Engel, die ohne zu verkünden oder zu kämpfen
einfach da sind, die Trost, Kraft und Licht in dunkle Gefängnisse
bringen. 

Gesicht, sanft aber stark, vom Erzengel Michael, Blecharbeit am Engelweg
Impuls von Altpfarrer Ernst-Martin Kittelmann zum Erzengel Michael am Engelweg:

"Michae l -Kämfper gegen das Böse - seine sanftmütigen Gesichtszüge erinnern daran, dass das Böse mit Sanftmut überwunden werden muss. "Selig sind die Sanftmütigen", sagt Jesus, "denn sie werden das Erdreich besitzen."

Edeltraud liest den Impuls zum Erzengel Michael, hier in Anblick des Drachens

Pilger Rudi fotografiert einen Engel am Engelweg-Abschnitt Pandurensteig und Fernwanderweg E8. Da verläuft auch der Wolfgangsweg, beziehungsweise der Wolfgangsweg-Zubringer.

Donnerstag, 7. Dezember 2017

Krippenszene aus Blech


Diese Krippenszene mit heiliger Familie, Glückspferd, Schaf, Engel und Pilgerin ist zur Zeit im Katholischen Pfarrhof Viechtach zu sehen. Wanderwart Dietmar Müller, der u.a.  beim Caritativen Adventsmarkt aktiv ist, bat mich auch dieses Jahr einige adventlich/weihnachtliche Blechfiguren zur Verfügung zu stellen und baute die Szene ohne mein Zutun wunderbar erzählerisch auf. Pfarrer Dr.Werner Konrad regte nun eine Verlängerung der Präsentation bis 6.Januar an. Gerne!

Krippe mit Vogel und schlafender Katze
Letztes Jahr war die Krippe im Glasdorf Arnbruck zwischen 30 Glückspferden zu sehen. Foto: Hans Weiss, Arnbruck. Im Hintergrund der Herzens-Engel, der momentan am Engelweg steht. Personen: Hildegard Weiler vom Wolfgangs-Pilgerverein, Adelheid, Friedel Dreischmeier und Xaver. Und die süße Hündin Lady selig....

Dienstag, 5. Dezember 2017

Drei Männer im Schnee

Schneepilger, Blechfigur bei Ayrhof am Engelweg

"Der Brotkorb wird nicht leer"  - Blechfigur vorm Gnadenhof Xaverhof

Xaver fährt etwa 10 Schubkarren voll Schnee aus dem Bereich vorm Schafstall zu seinen Obstbäumen am Hang zur späteren Bewässerung. So haben wir unsere Tiere im Trocknen, auch wenn es tauen sollte, und für die Obstbäume ist vorgesorgt!

Montag, 4. Dezember 2017

Zwei kleine Universi

Zwei kleine "Universum"
Ganz stolz sind wir zur Zeit auf unsere beiden kleinen neuen "Universum". Sie sind Küken von Tauberer "Universum" - den haben wir damals - oh Wunder! - von Ulli umgesiedelt, nicht einfach bei Brieftauben. Ulli musste fort, die Tauben brauchten eine neue Heimat....Wo anders als beim Xaverhof? Die Mutter ist eine "Schnee" - die haben wir bekommen vom Hochzeitstauben-Züchter und unserem Berater Fuihl, noch nicht geflogen, also leicht umzusiedeln.
Sind sie nicht süß mit ihrem weißen Kleid und den dunklen Flügeln? Sie wachsen täglich!

Noch vor wenigen Tagen


Universum hat eine seltene Zeichnung, daher auch der Name!
Warm, piepsend und leicht: Kleines Universum
Kurzvideo: Hier seht ihr "Schnee" beim Atzen ihrer kleinen Universi:


Besondere Grüße an Sylvia, du hattest schon dringend auf den Post gewartet!

Sonntag, 3. Dezember 2017

Heim zum Stall

Nach getaner Stallarbeit ruft das Hirtenmädel die kleine Herde.

Das trockene Heu ist bereit, alles sauber gemacht. Der Bauch der Tiere wird von der Sonne gewärmt, die im Heu enthalten ist. Trotz Matschwetter kannst du diesen Schafen den Popo küssen!

Die beiden Jakobschafe Gobi und Flocke

Puma an seinem Lieblingsplatz im Heulager

Freitag, 1. Dezember 2017

Sei arm vor Gott!


Diese Bemerkung "Sei arm vor Gott" steht als Notitz in meiner "lebendigen Bibel", aus welcher ich wegweisende Lichter entnehme. Oft lese ich nur wenige Sätze oder nur einen einzigen Satz. Meine Zeichnungen sind keine wörtlichen Illustrationen, oft zeichne ich irgend eine Tages-Szene aus meinem Alltag oder andere Eingebungen ohne spezielle Thematik. 

In der obigen Zeichnung geht es um die Bergpredigt bei Matthäus (Matt.5, 1-12).

Die Zeichnung:

Wir befinden uns aus einem steinigen Berghang. Ganz oben am Gipfelkreuz sitzt, von Strahlen umgeben, eine Wanderin in langem Gewand, mit Rucksack, und schaut ins Tal. Ein großer Vogel fliegt über ihrem Kopf. Das ist die Dohle, welche dem Pilger Rudi einst von einem Gipfelkreuz in den Alpen auf die Schulter geflogen ist - eine wahre Begebenheit. Ich liebe diese vielsagende Szene, seit Pilger Rudi sie mir mal erzählt hat. Es gibt sogar ein Foto, genauer gesagt, eine Foto-Serie dazu.

Zum Gipfelkreuz hinauf füht eine Treppe, in die Steine gebaut. Etwas weiter unten ist eine Höhle. In der Höhle ist Maria mit dem heiligen Kind. Vor der Höhle steht ein Steinbock. Wir befinden uns also im Hochgebirge.

Vom ganze Gebirgsmassiv gehen Strahlen aus. Die Szene ist außerdem in eine lichte Wolke gehüllt, von welcher abermals Strahlen ausgehen.




Die Bergpredigt (Kapitel 5,1–7,29)

Die Seligpreisungen

1 Als er aber das Volk sah, ging er auf einen Berg und setzte sich; und seine Jünger traten zu ihm.
2 Und er tat seinen Mund auf, lehrte sie und sprach:
3 Selig sind, die da geistlich arm sind; denn ihrer ist das Himmelreich.
4 Selig sind, die da Leid tragen; denn sie sollen getröstet werden.
5 Selig sind die Sanftmütigen; denn sie werden das Erdreich besitzen.
6 Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit; denn sie sollen satt werden.
7 Selig sind die Barmherzigen; denn sie werden Barmherzigkeit erlangen.
8 Selig sind, die reinen Herzens sind; denn sie werden Gott schauen.
9 Selig sind die Friedfertigen, denn sie werden Gottes Kinder heißen.
10 Selig sind, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihrer ist das Himmelreich.
11 Selig seid ihr, wenn euch die Menschen um meinetwillen schmähen und verfolgen und reden allerlei Übles gegen euch, wenn sie damit lügen.
12 Seid fröhlich und getrost; es wird euch im Himmel reichlich belohnt werden. Denn ebenso haben sie verfolgt die Propheten, die vor euch gewesen sind.

Donnerstag, 30. November 2017

Interview TOURIST-GUIDE - - - Frage 4

Zwei kleine Putten bei der Kapelle bei Hof
Frage TOURIST-Guide (Kornelia Plötz):

- Sie lesen die Lesung in der EVANG. KIRCHE in Viechtach, und lesen täglich in der HEILIGEN BIBEL,
  
Meine Antwort:

Ich liebe den Vers aus einer der herrlichen Kantaten von Johann
Sebastian Bach: "ich will nur dir zu Ehren leben." Das haben meine Eltern oft gehört und mich zu Bach hingeführt.
Ich beginne und ende jeden Tag mit Bibel-Lesen. Meine Bibel ist ein Bilderbuch. Immer kommen neue kleine Rand-Zeichnungen
dazu. Ich nenne das "Lebendige Bibel"


Aus der Kantate zum Michaelisfest von Johann Sebastian Bach: "Bleibt ihr Engel, bleibt bei mir! Dass mein Fuß nicht möge gleiten. Aber lernt mich auch allhier Euer großes Heilig singen und dem Höchsten Dank zu bringen." (Altpfarrer Ernst-Martin Kittelmann) 

Mittwoch, 29. November 2017

Interview mit TOURIST-GUIDE anlässlich des Engelweges - - Frage 3

Impuls: Typisch: Engel in kniender Haltung. Nicht die Engel sind zu verehren. Sie geben Gott die Ehre. Vor nichts und niemand anderem will ich mich beugen, als vor Gott allein. (Altpfarrer Ernst-martin Kittelmann)
 Frage 3 von Kornelia Plötz, TOURIST GUIDE KOLLNBURG:

- was unterscheidet Ihre ENGEL von den Engeln der Esoterik, über die
angeblich jeder Mensch Macht hat, sie zu senden?

Meine Antwort: 
  
Für mich ist die Bibel Richtlinie und Wegweiser. Engel dienen Gott nach
seinem Willen. Ich komme gar nicht auf die Idee, dass Menschen oder
Geschöpfe über die Engel Macht haben könnten.
 
In dem wunderschönen Satz von Martin Luther entsteht eine Verbindung zwischen den Engeln, dem Beter und Gott, die ich als sehr tröstlich und ermutigend empfinde, weil ich mich mitbeteiligen darf an der Hilfe, die Gott durch seine Engel wirkt: "Fürbitte halten heißt, jemanden einen Engel senden." 

 
Impuls: Auch wer Gott in seinem Leben nicht wahrnehmen kann, ist vom Licht der Gnade umgeben. (Altpfarrer Ernst-Martin Kittelmann)

Dienstag, 28. November 2017

Heutransport

Um 14 Schafe und ein Pony für einige Tage satt zu bekommen, dürfen wir schon ein paar solche Fuhren liefern!

Montag, 27. November 2017

Künstlerpräsentation in VIT JOURNAL


Die beiden Redakteure Wolfgang Lichtenegger (Autor) und Hans Friedl (Künstler) haben in der Oktober-Ausgabe von VIT JOURNAL einen wundebaren Künstlerbericht von mir auf den Weg gebracht, den ich - etwas verspätet, aber "immerwährend aktuell" -  hier zum Nachlesen vorstellen möchte. VIT JOURNAL ist ein noch junges Blatt, welches monatlich erscheint und sich großer Beliebtheit erfreut. Nicht nur im Viechtacher Raum, sondern nun auch im Bereich Zellertal/Bad Kötzting hat VIT JOURNAL mit seinen besonderen und hochwertigen Beiträgen die Waldregion und ihre Bewohner gewonnen. Es ist mir eine Ehre, hier dargestellt zu werden. Toller Text vom Wolfgang, und der Künstler Hans Friedl hat das Bild aus hundert herausgezogen und ihm einen passenden neuen Namen gegeben. DANKE!

In Zusammenhang mit dem Interview hatte Wolfgang Lichtenegger im Malerzimmer ein Spontan-Portrait gemacht. Das offizielle Foto zum Bericht hat Dieter Neumann gemacht.


Text aus dem Inhaltsverzeichnis:
XX KUNST

Sie erschafft mit ihren Gemälden Werke, die nicht fertig werden. Sie inspiriert sich an den Abdrücken nasser Hundepfoten, die über ein gerade frisch gemaltes Bild führen. Wo hört Phantasie auf, wo beginnt die Wirklichkeit? Dorothea Stuffer weiß es oft selbst nicht, wenn sie mit Farbe und Pinsel ihre eigene Welt erschafft. Nichts ist wirklich und doch ist alles so vertraut. Sie vermengt Landschaften, baut charakteristisches ein und lässt ihr tatsächliches Lebensumfeld in jedes ihrer Werke mit einfließen. So auch im Gemälde in dieser Ausgabe:

M I T O S S E R „

Detail aus "Mit Osser": Die Malerin, in offenem Stall sitzend, mit Staffelei und Tieren
Text von Wolfgang Lichenegger:

Dorothea

Stuffer



Bildhauerin und Malerin, Viechtach

Engel“ - sagt sie – „haben Hochkonjunktur. Jeder will einen Engel haben“. Das ist ihre Begrüßung als sie uns in die, vor Figuren fast berstende, Garage führt. Engel auf Blech in allen Facetten, in allen Ausdrücken, Engel mit Kühen, mit Schafen und mit Hirschkühen, dazwischen Figuren in allen Größen und Stroh. Dabei lehnt nichts zufällig an der Wand, steht keine Gruppe von Figuren einfach so im Sammelsurium der Stuffer-Garage. Die 64-jährige Bildhauerin sieht in dem Hintereinander ihrer Werke gleichwohl wieder neue, faszinierende dreidimensionale Landschaften entstehen. So bringt jede Ordnung in den Figuren wieder neue Bilder hervor, die sie inspirieren.



Einen Pilgerweg bebildern, ihn mit Schafen, Engeln und Putten, die den Weg weisen, zugleich zu begrenzen, Gehöften, Scheunen, Wänden mit aus Blech geschnittenen, gehämmerten und bemalten Figuren einen neuen, einen anderen Inhalt zu geben das ist die eine Seite der Dorothea Stuffer. Die Andere ist die der erzählenden Malerin. Einer Künstlerin, deren Bilder lebendig bleiben, weil sie es so will. So sind ihre Werke keine statischen, in Rahmen konservierten Momentaufnahmen. Vielmehr bleiben sie praktisch in Bewegung, weil sie immer und immer wieder daran arbeitet. So kann in einem vermeintlich fertigen Bild schon einmal ein weiteres Tier erscheinen. Können Momente aus dem Lebensumfeld der Malerin in ein längst fertig geglaubtes Gemälde aufgenommen werden, ihm einen völlig neuen Sinn verleihen oder neue Akzente setzen. Es ist deshalb auch nicht verwunderlich, dass die Mutter von drei (mittlerweile erwachsenen) Kindern den Bildern stets neue Titel verleiht. „Kunst ist lebendig“ – das ist das Credo einer außergewöhnlichen Frau, die ihre Kunst auch dazu benutzt um politisch zu argumentieren.



Erst die Rinder, dann die Kinder!“ - ruft sie jenen Agrarpolitikern zu, die den Menschen vor das Wohl von Tieren stellen., Damit verdeutlicht sie die frühe Weisheit, dass der Mensch ohne die Tiere nicht überleben kann. Das Arbeiten mit unterschiedlichen Materialien gibt ihrer Kreativität immer wieder neue Anreize, fordert nicht nur ihr handwerkliches Denken, sondern auch ihr künstlerisches Schaffen.



Daran hat sich nichts geändert, seit sie ihr Studium der Bildhauerei und Kunsterziehung an der Akademie der bildenden Künste bei Professor Heribert Sturm absolvierte. Nach dem Zweiten Staatsexamen lehrte sie als Kunsterzieherin in den Gymnasien in Viechtach und Fürth, bevor sie 1981 mit Dr. med. Karl-Heinz Stuffer ihre Familie gründete. Als zweite Vorsitzende des Vereins Pilgerweg St. Wolfgang ist sie nicht nur dessen optisch-künstlerische Mentorin – sie bringt sich darüber hinaus auch in dessen Entstehung, Aufrechterhaltung und steter Pflege mit ein. Das macht die freischaffende Künstlerin aus Viechtach mit Enthusiasmus und ihrem ganz eigenen Ausdruck an Faszination.