Mittwoch, 12. Oktober 2022

Leben mit Bildern: Abschied und Ankunft des Pilgers

Pilger und Bäuerin, Detail
Dies ist ein Detail aus einem Gemälde, welches ich im vergangenen Jahr fertig gestellt habe. Das Gemälde enthält mehrere Einzel-Szenen, die sich zu einer Gesamtheit verbinden und somit eine Geschichte erzählen. 

Nun ist es bei meinen Bildern nicht selten so, dass sie direkt in eine aktuelle Lebens-Situation sprechen können. Meine Bilder haben eine Mitteilung, einen Traum, eine Geschichte, die sich dem Betrachter anpassen kann. . Ich nenne das "Leben mit Bildern". 

 

 Heute sagt mir diese Szene: Abschied und Begrüßung des Pilgers. Das heißt: Nach dem Abschied kommt wieder eine neue Begrüßung. Über den beiden Personen öffnet sich ein weiter Himmels-Raum. Winterhimmel? Sommerhimmel? Herbsthimmel? Frühlingshimmel? Gebet? Freisein? Sehnsucht?
 

 
Im ganz oberen Teil des Bildes springt der Hirsch fröhlich und mutig in die Zukunft, ohne sich nach hinten umzusehen.


Auf dem Arbergipfel liegt Schnee.

Großer Wald-Tannenbaum im Weihnachtslicht.

Ursprünglicher Bildtitel vom November 2021: "Woidweihnacht"

Montag, 10. Oktober 2022

Abschied der Eselpilger

Zwei Nächte durften wir sie beherbergen, die beiden Eselpilger mit ihrem Hund und den zwei Eseln. In kurzer Zeit hatten sich die zwei Esel eingewöhnt und genossen ihren provisorisch gebauten Weideplatz mit bester Heuzugabe. Und der Hund betrachtete die neue Kurzheimat schon als sein Revier.

 

Sie beschließen weiter zu ziehen, um die angesagten Oktobersonnentag noch ein Stück ihres unbekannten Weges weiter zu kommen. Da sie wegen der Esel 8 von 12 Monaten Winterquartier machen, wollen sie diese "Stand-Zeit" nicht noch mehr ausweiten und nicht schon im Oktober ihre Pilgerreise beenden. .

 
Holger studiert Möglichkeiten für ein Winterquartier

"Vielleicht bin ich ein wenig seelenverwandt mit Xaver - "

Hedda bereitet das Abendessen vor. Xavers brachliegenede "Millikammer" bekommt sofort Lebens-Qualität.

Am Freitag Morgen nach einer letzten Nacht im Heulager sind unsere beiden Pilger wieder aufgebrochen. Zurück gelassen haben sie wunderbare Esel-Bilder und Eindrücke von Gesprächen und von ihrem Lebens-Stil.

 Alles Gute auf eurer weiteren Pilgerfahrt wünschen euch eure Freunde vom Xaverhof.

Freitag, 7. Oktober 2022

Botschaft aus dem All

Ein weiser Starez starb und kam in den Himmel vor Gott. Gott sagte zu ihm: "Ich vergebe dir deine Sünden." "Warum vergibst du mir? Weil ich so fromm war?" "Deswegen vergebe ich dir nicht", sagte Gott. "Vergibst du mir, weil ich so gute Bücher voller göttlicher Erkenntnisse geschrieben habe?" "Nein, deswegen nicht." Vergibst du mir etwa, weil ich so viele Menschen zu dir geführt habe?" "Nein, das ist auch nicht der Grund, warum ich dir deine Sünden vergebe." "Aber warum, o Gott, vergibst du mir denn meine Sünden?" "Weil du damals, in der Nacht, als es so stürmte und regnete, das verlassene junge Kätzchen mit nach Hause genommen hast, deswegen vergebe ich dir deine Sünden."

Mit dieser kleinen Episode, die gestern Abend mein lieber und verehrter Schwager Willibald per Video angesehen hat, grüße ich inniglich ein stilles Haus am Fuße des Kaitersberg mit all seinen geliebten Tieren (nah und weiter weg, hier unten und im Himmel)... . und besonders meine ganz wunderbare große Schwester -

Willi ist gestern frühmorgens sehr sanft aber völlig unerwartet verstorben.

 



Donnerstag, 6. Oktober 2022

Eselpilger kommen zum Xaverhof

Sie sind seit dem Frühjahr 2021 mit ihren 2 Eseln und ihrem Hund pilgernd unterwegs.

 
Auf der Suche nach einer Pilgerbleibe hat der Erdlingshof den beiden Pilgern unseren Xaverhof empfohlen.

Die beiden Pilger stellen keinerlei Ansprüche, außer dass sie einen Platz für sich und die 3 Tiere zugewiesen bekommen. Sie schlagen ihr Übernachtungslager im Heulager auf. Die Esel genießen bereits feines Süßheu.

Die Decken, die auf den Eseln gelagert waren, bilden nun ein Pilgerlager.

 Wie diese wunderbare und spannende Pilgergeschichte weitergeht, wissen weder wir noch die Pilger selbst. Sie suchen ein Winterquartier. Gerne sind wir bereit, sie aufzunehmen, doch unsere Möglichkeiten sind im Winter sehr primitiv. Xaver selbst hat im Haus keine Heizung. In ersten Gesprächen haben wir uns ausgetauscht und spannende Dinge über das Leben der beiden Pilger erfahren. Ob sie eine Zeitlang hier bleiben?

 "Unsere Absicht lag und liegt an kraftvollen, geheiligten Orten für die Menschen, unser Zurückfinden zur Natur, zur Schöpfung, zur heiligen Erde zu beten und zu singen, in Gesprächen die Gedanken zur Liebe zum Alleins zu richten. Wir fanden im Odenwald ein Winterquartier auf einem Pferdehof im Wohnwagen. Es gab dort Arbeit und ein Freund schickte uns für die langen Winterabende einen Buchtitel Heilige Quellen im Bayerischen Wald, auf dessen Pfaden wir nun pilgern."

Abendliche Ruhe in der Herde: Unsere kleine Herde wird auf jeden Fall nicht mit den Eseln zusammen untergebracht. Das Kennenlernen der Tiere wäre in andres Kapitel.


"Wir sind überall zuhause!"- Lager aufschlagen und mobilen Zaum für die Esel aufstellen. Drei frische Eier haben die beiden Pilger zur Begrüßung im Heu gefunden! 

Sie führen ein spannendes Leben mit einer großartigen Lebenseinstellung


Mittwoch, 5. Oktober 2022

Ein warmes Plätzchen

Tagsüber ist auch im Herbst unsere Terrassentür gerne geöffnet. Doch wenn abends unser Feuermeister den Holzofen angeschürt hat, ist auch Foxi genießend vor Ort!

Montag, 3. Oktober 2022

Gott will uns die Fülle geben - Erntedankfest in der Christuskirche Viechtach

Geschmücktes Kreuz an Erntedank 

Gott will uns die Fülle geben
(Erntedankfest 2022 in der Christuskirche Viechtach 

Am vergangenem Sonntag feierte eine Schar Gläubige von sehr jung bis sehr alt das Erntedankfest in der Christuskirche Viechtach. 

"An diesem Hochfest der Christenheit steht als besonderer Akzent Gott als Schöpfer im Mittelpunkt", erklärte Pfarrer Roland Kelber in seiner Predigt, "Gott hat Freude an der Fülle und möchte, dass wir uns an seinen Gaben und an seiner Gnade freuen." 

Gott nicht vergessen!

Um diese gottgegebene Fülle wirklich auskosten zu können, sei es aber von grundlegender Wichtigkeit, Gott nicht zu vergessen. Nicht nur heutzutage, sondern schon vor 3000 Jahren waren die Menschen versucht, in Zeiten, in denen es ihnen gut ging, zu vergessen, dass alles, was wir zum Leben brauchen, von Gott komme. So wie Gott zu der Zeit des Mose sein Volk Israel durch die Wüste ins gelobte Land, wo Milch und Honig fließt, geführt habe, wolle er auch uns in der heutigen Zeit die Fülle geben. Dazu habe er uns die Gebote zukommen lassen. Mittels der Gebote wolle Gott uns nicht demütig und klein machen, sondern durch sie uns davor bewahren, dass alles "den Bach runter" gehe.

Gottes Gebote wollen uns nicht klein machen!

"Gott hat uns diese Erde anvertraut, dass wir sie bebauen und bewahren. Die Nächstenliebe, die Gerechtigkeit in der Verteilung der Güter - das alles sind gute und sinnvolle Gebote, um unser Leben zu erhalten." Auch der Acker brauche Ruhezeiten, so wie Gott den Sonntag als Ruhetag bestimmt habe. "Die Folge der Nicht-Einhaltung der Gebote wird unseren Wohlstand zerstören," mahnte der Seelsorger, "die Grundlage unserer Lebensfreude rauben wir uns durch unser Fehlverhalten selber!" 

Reich geschmückter Erntedank-Altar 

Der feierliche Gottesdienst wurde durch den mit vielen Blumen, Getreide und Erntegaben geschmückten Altar meditativ untermalt. Dorothea Stuffer bedankte sich bei Chintha Angele aus Knabenhof und Sophie Stuffer aus Viechtach für die Vorbereitungen am Altar und bei zwei Familien aus Fernsdorf für den Blumenschmuck. Die Orgel spielte Evi Fleischmann.  

Pfarrer Roland Kelber predigt an Erntedank in der Christuskirche Viechtach 

 
Nach dem Gottesdienst: Meine drei Enkelkinder bestaunen den Erntedank-Altar

Das Glockenläuten mit dem Seil muss geübt sein - hier ein junges Naturtalent am Werk!

 

Große Klänge in familiärem Ambiente

Zur Begrüßung des stimmungsvollen Posaunenkonzertabends sagte Pfarrer Roland Kelber: "Liebe, sehr geehrte Frau Milda Stuffer, ich freue...